EuroBike: Neue Leistungsmesssysteme in Form von Saxonar Power2Max, S_Synce iCycloPower und Polar / Look P5 Sensoren [Update 2]
Nachdem vor etwas über einem Jahr wichtige Patente vom Marktführer SRM im Bereich der Leistungsmessung ausgelaufen sind, kommt so langsam Bewegung in diesen Markt. Nach “Quarq” setzt nun auch Saxonar auf das bewerte Konzept der Dehn-Messstreifen im Bereich des Kurbelsternes. Polar & Look, aber auch O_Synce, gehen aber mit Ihren pedalbasierten Konzepten völlig neue Wege. Dabei bieten diese, neben der Leistung und Trittfrequenz, teilweise weitere nützliche Messwerte. Während Polar & Look Ihre Messelektronik in die Pedalachse integrieren, geht O_Synce noch einen Schtitt näher an die Füße des Athleten heran, da die Messelektronik in das jeweilige Pedal selbst integriert wird. Ob und wenn ja welches System das Hält, was es verspricht bleibt abzuwarten. Aber die Chancen stehen gut, dass sich im Preis-Leistungsverhältnis gegenüber dem "Monolplisten" SRM etwas tut.
Kommen wir zunächst einmal zum “Platzhirsch” unter den drei Newcomern. Dies ist zweifelsohne das P5 genannte System von Polar und Look. Jeweils in der hohlen Pedalachse sitzen acht Dehn-Messstreifen. Grundsätzlich geht diese Technik, so der Look Geschäftsführer Thierry Fournier auf der EuroBike, auf eigene Labormessanordnung zur Pedalentwicklung aus dem Jahre 2000 zurück. Diese wurden 2003 teilweise auch patentiert. Da die Elektronik größtenteils in der Pedalachse untergebracht ist, unterscheidet es sich ansonsten kaum zum normalen Kéo Pedal, lässt alle sämtliche gewohnten Montagepositionen der Schuhplatten zu und ist, hinsichtlich der Haltbarkeit, ebenfalls dreifach gelagert und doppelt gedichtet. Der Polar P5 Sensor wird mit Hilfe eines Steckers auf der Innenseite in die Pedalachse gesteckt. Hierin befindet sich jeweils eine Batterie zur Stromversorgung und die entsprechende Elektronik zur Leistungsberechnung und Datenübertragung zum Trainingscomputer. [Update:] Am linken Pedalsensor schaltet man den P5 Sensor mit Hilfe eines großflächigen Druckknopfes ein. Zudem wählt man dort die entsprechende Kurbellänge von 170, 172,5, 175 oder 177,5mm aus. Vor jedem Training führt jedes Pedal selbstständig eine ca. zwei Sekudnen dauernde Kalibrierung selbstständig durch. [/Update] Die Batterielaufzeit soll bei täglicher Benutzung ca. fünf Monate betragen. Das nun wichtigste ist aber die Leistungsmessung. Diese soll mit einer Genauigkeit von +/- 2% bestimmt werden. Zusätzlich kann das Polar Look Power Pedal die Leistungsverteilung der Beine ermitteln. Dieser Wert wird häufig auch “Rechts-Links Balance” genannt. Ebenfalls wird die Trittfrequenz an den kompatiblen Trainingscomputer übertragen. Aktuell ist der Polar CS500, CS600x und dessen Vorgänger CS600 kompatibel. Das Gewicht des Sensors liegt bei ca. 20g pro Pedalseite. Ein weiterer Vorteil des Systems ist, dass es schnell zwischen verschiedenen Rädern gewechselt werden kann. Hierfür benötigt man lediglich den entsprechenden Maulschlüssel um das Pedal lösen zu können. Insgesamt soll das Gewicht bei ca. 448g für beide Look Kéo Pedale samt Schuhplatten, Befestigungsschrauben und zweier P5 Sensoren liegen. Dies wären 118g mehr als für einen vergleichbares Look Kéo Pedalsystem mit 330g.
Der Polar P5 Sensor und das Look Kéo Power Pedal soll ab Frühjahr 2011 für ca. 1500 - 1800€ erhältlich sein. Auch ist momentan nur ein Pedalmodell vorgesehen und entsprechend wird es vorerst keine MTB-Version geben. Leider war weder am Look noch am Polar Stand ein funktionstüchtiges System ausgestellt. Lediglich “Prototypen” konnte man "anfassen".
Alle weiteren genauen technischen Daten finden sich im offiziellen Datenblatt.
Die zweite, ebenfalls außergewöhnliche Neuheit, ist der Leistungssensor Power2Max von Saxonar. Im Gegensatz zum Polar & Look P5 setzt der Power2Max allerdings auf eine Kombination aus vier Dehn-Messstreifen, einem Beschleunigungs- und einem Temperatursensor. Die Macher, es war der Geschäftsführer, sein Partner und leitender Ingenieur in Personalunion vor Ort, setzen bei Ihrem Konzept auf einen Leistungssensor für die breite Masse. Sprich Alles in Allem, also mit passender Kurbel und entsprechenden Trainingscomputer sollte der Power2Max unter der 1000€ Marke bleiben, ohne dabei auf wichtige Merkmale wie Genauigkeit oder Haltbarkeit zu verzichten. Sprich bei Saxonar hat man den Leistungssensor so ausgelegt, dass er, eine kompatible Kurbel vorausgesetzt, selbst mit einfachem Werkzeug montiert werden kann. Alle wichtigen Serviceleistungen, durch die komplett vergossene Konstruktion ist nur ein Batteriewechsel nötig, kann jeder Kunde ebenfalls selber durchführen. Der Sensor ist kompatibel zum ANT+ Standard. Der Segen mit vielen kompatiblen Geräten auf der einen Seite wird allerdings auch teuer "erkauft". Zwar werden somit die Daten in 250ms Intervallen auf die Sekunde gerundet übertragen, doch könnte theoretisch der Sensor auch das Drehmoment (Torque) ermitteln und übertragen. Das gleiche gilt für eine manuelle Kalibrierung/Validierung, welche wie bei SRM z.B. mittels Prüfgewicht möglich wäre. Diese Möglichkeit bietet das ANT+ Format ebenfalls nicht. Letzere ist aber dank der automatischen Kalibrierung im Leerlauf beziehungsweise mittels der integrierten Logic bei anhaltendem pedalieren entbehrlich. Zusätzlich zur aktuellen Leistung wird die Trittfrequenz ebenfalls und erfasst und an den ANT+ kompatiblen Radtacho übertragen.
Die ausgestellten Geräte waren, dem augenschein nach, serienreif und auch das bereitgestellte Testrad lässt definitiv Großes erwarten. Selbst die Verpackung ist schon fertig. Auf Grund der anziehenden Wirtschaft ist das einzige Problem für Saxonar die entsprechenden elektronischen Bauteile zeitnah zu organisieren. Da die Sachsen zunächst eher kleine Kunden sind, lässt der ein oder andere Hersteller sie mit Lieferzeiten von mehreren Monaten hängen. Ziel ist und bleiben aber auf jeden Fall die ersten Power2Max Sensoren den Kunden unter den Weihnachtsbaum zu legen.
Die “letzte” Neuvorstellung war der iCycloPower aus dem Hause O_Synce. Die weinheimer Ingenieure hatten ein Prototypenträger aufgestellt, welcher direkt an einen PC angeschlossen war. Hier konnte man die diversen Kräfte auf die Pedalachse visualisieren. Das Pedal stammt von taiwanesischen Hersteller Wellgo, welcher vorallem als großen OEM Hersteller bekannt ist. Es sind verschiedene Versionen welche mit den aktuellen Pedalsystemen, kompatiblen sein sollen angedacht. Der Status des Projekts ist nach dem Nachweis der prinzipiellen Tauglichkeit nun auf die Entwicklung eines entsprechenden funktionsfähigen Prototypen fortgeschritten. Die Übertragung vom Pedal zum “Gehirn”, einer kleinen Rechen- und Übertragungseinheit unterm Flaschenhalter, zum Tacho funktioniert ebenso, wie das Pedal samt integriertem Batteriefach selbst. Nun gilt es das Pedal im Labor und in der harten Realität ausgiebig zu Testen und zu verbessern. [Update 2:] Im Gegensatz zum oben beschriebenen Polar & Look Pedal, misst das iCycloPower Pedal die auftretende Kraft nicht in der Pedalachse, sondern direkt im Pedalkörper selbst. Prinzipiell ist man daher auf der einen Seite noch ein Tick näher an der Krafteinleitung dran, also eventuell genauer und auf der anderen Seite auch unabhängiger vom gewählten Pedalsystem und der Schuplattengeometrie. [/Update] Bei O_Synce ist man zuversichtlich ein fertiges Produkt im späten Frühjahr oder Sommer 2011 den gewillten Kunden anbieten zu können. Hier werde ich ebenfalls wie bei Power2Max mit den Entwicklern in Verbindung bleiben um in meinem Blog weiter aktuell berichten zu können.
EuroBike: Lightweight nimmt Triathleten ins Visier
Schon vor der Öffnung der Messetüren gibt Carbonsports einen ersten Ausblick auf seine 2011er Neuheiten. Im Fokus stehen diesmal vor allem Triathleten und Zeitfahrspezialisten. Für Vorne präsentieren die Friedrichshafener das VP8 Laufrad. Es zeichnet sich vor allem durch seine acht-Speichen aerodesign bei gleichzeitig niedrigem Gewicht von ca. 650g und hoher Seitensteifigkeit von 55N/mm aus. Dieser Wert wird durch den Einsatz revolutionärer, neuer Kohlefasermaterialien in Verbindung mit einem optimierten Fertigungsverfahren erreicht. Das dazu passende Hinterrad wird als Disc ausgeführt und soll sensationelle 780g auf die Waage bringen. Dabei liegt die Seitensteifigkeit bei 90 N/mm. Hier erübrigt sich also die Frage ob Disc oder leichtes Hinterrad. da tröstet es nicht wirklich, dass im Set dann Schnellspanner, Laufradtasche, Bremsbeläge, 1,56g leichte Ventilverlängerungen und ein Silca Pumpenadapter mit dabei sind.
Als Wehrmutstropfen für alle Interessierten wird letztendlich entweder der Hohe Preis von 1.460€ (VP8) bzw. 2.380€ (Disc) oder die Gewichtsbeschränkung von maximal 90kg Systemgewicht bleiben.
In eigener Sache: Ostseeman 2010

Ostseeman 2010 in Glücksburg
So! Mein großes Ziel, einen “Ironman” bzw. Triathlon Langdistanz zu finishen, habe ich 2010 endlich mit einer offiziellen Zielzeit von 12:44:24 erreicht. In Anbetracht der durchwachsenen Vorbereitung seit März 2010 eine Leistung auf welche ich trotz der zeit sehr stolz bin.
Meine Zeiten im einzelnen:
Schwimmen: 1:38:59
Wechselzone 1: 0:05:22
Rad: 6:21:09
Wechselzone 2: 0:05:38
Laufen: 4:33:21
Für mich als eher “ungeübter” Schwimmer war von Anfang an die Schwimmstrecke die Teildisziplin, auf welche ich mein größtes Augenmerk gerichtet habe. Ziel war es diese so "relaxed" wie möglich und so “schadlos” wie möglich zu absolvieren. Denn 3,8km schwimmen ist etwas, vor was man Respekt haben muss. Dies ist mir auch gelungen. Nachdem der größte Trouble nach dem Start vorbei war,konnte ich sehr gut “meinen Schuh” im angenehmen 3er Zug durchziehen. Ich bin zwar mangels Freiwasserschwimmpraxis nicht gerade Ideallinie geschwommen, aber immerhin bin ich trotz zahlreicher Quallen sehr entspannt “angelandet”. Mal abgesehen vom durch das Salzwasser verursachten schalen bis pelzigen Geschmack im Mund.
Die Radstrecke an für sich war nicht besonders schwer. Auch der Wind hat diese Disziplin nicht sonderlich erschwert und auch die Sonne kam nach einen kurzen Regenschauer wieder zum Vorschein. In eiserner Disziplin einfach die Kilometer abspulen und mit einer Flasche (0,75l) PowerBar Isotonic Sports Drink, 1-2 PowerBar Gels und einem halben PowerBar Performance Riegel pro Runde für genügend Energienachschub sorgen. Über die gesamte Distanz bin ich somit einen Schnitt von 28,34km/h bei einer durchschnittlichen Herzfrequenz von 165bpm (76% HFmax) gefahren.
Die einzelnen Rundenzeiten über 30km teilten sich wie folgt auf:
Runde 1: 1:02:59
Runde 2: 1:03:00
Runde 3: 1:02:55
Runde 4: 1:03:14
Runde 5: 1:03:01
Runde 6: 1:06:08
Da ich auf den letzten Kilometern der Radstrecke etwas das Tempo absichtlich gedrosselt habe, war der Wechsel zum Laufen auch kein großes Problem. Nun galt es noch fünf mal eine Runde von 8,44km länge zu durchlaufen. Auch hier galt für mich einfach nur die Kilometer ruhig “runterzulaufen” und dabei nicht die Herzfrequenz allzusehr ansteigen zu lassen. Gegenüber der Raddistanz ist der Puls allerdings mit 157bpm (73% HFmax) gefallen. Dies lag wohl aber ebenfalls am relativ gemäßigten Tempo von 6:29min/km. Da für mich das oberste Ziel des Erreichen der Finishline war, habe ich allerdings absichtlich Tempo herausgenommen um die Gefahr eines Krampfes zu minimieren. Dies ist bei einem Wettkampf dieser Länge eine schmale Gradwanderung zwischen Tempo und Erschöpfung/Ermüdung.
Die einzelnen Rundenzeiten über 8,44km teilten sich wie folgt auf:
Runde 1: 49:53
Runde 2: 53:14
Runde 3: 55:48
Runde 4: 56:52
Runde 5: 57:34
Schlussendlich erreichte ich nach insgesamt 12 Stunden 44 Minuten und 24 Sekunden das rettende Ziel. Mit dem 47.Platz meiner starken TM – 30 Altersklasse bin ich zufrieden. Laut Pulsmesser hab ich in dieser Zeit knapp über 10.000kcal verbrannt. Diesem enormen Energieverbrauch habe ich mit insgesamt 8-9l PowerBar Isotonic Sports Drink bzw. Wasser, 6 PowerBar Performance Riegeln, ca. 14 PowerBar Gels und einigen Bananen entgegengewirkt. Glücklicher Weise habe ich auch auf Grund sorgfältiger Materialauswahl weder einen Defekt auf der Radstrecke noch wundgeriebene Stellen oder Blasen gehabt. Alles in Allem auch auf Grund der hervorragenden Organisation des Veranstalters also ein gelungener Wettkampf aus meiner Sicht. An dieser Stelle möchte ich mich deshalb bei den vielen freiwilligen Helfern und den Organisatoren des Ostsemannes in Glücksburg bedanken und kann jedem interessiertem Triathlet diesen Wettkampf nur wärmstens empfehlen…
Google MyTrack App liefert Echtzeitdaten der Tour de France
Interessante Neuigkeiten für die Tour de France Berichterstattung. Das Profiradteam HTC - Columbia und der Internetriese Google haben mit der Unterstützung des Smartphonehersteller HTC und Markführers für Leistungsmesssystem SRM eine Kooperation für die Tour de France 2010 vorgestellt. Ziel ist es für "Tour de France-Fans" und alle anderen Radsportbegeisterten die Livedaten der HTC - Columbia Fahrer in Echtzeit zugänglich zu machen. Damit rücken alle Fans vor dem TV Gerät noch ein Stück näher ans Renngeschehen heran. Aufbauend auf der MyTracks App für Android werden die Zuschauer in der Lage sein, alle aktuellen Daten der verwendeten SRM Systeme, wie zum Beispiel Herzfrequenz, Geschwindigkeit oder Leistung, sehen zu können. Diese Daten werden zusätzlich mit weiteren Angeboten wie Maps oder Google Earth des Internetprimus kombiniert. Hierfür haben die Technikexperten des Titelsponsor HTC sehr eng mit dem Radsportspezialisten SRM und den Softwareentwicklern von Google Android zusammengearbeitet. Herausgekommen ist eine spezielle, mit Android 2.1 und HTC Sense ausgestattetes HTC Legend, welches sämtliche Renn- und GPS Daten sammelt und per Mobilfunkdatenverbindung an die Google Server überträgt. Hierbei läuft eine aktualisierte MyTracks App, welche über Bluetooth oder ANT+ von entsprechenden Sensoren am Rad und/oder Fahrer Daten empfangen kann. Die verbesserte MyTracks App soll schon bald für alle interessierten User erhältlich sein. Einzig die Frage, wie ANT+ Sensoren angebunden werden können ist noch offen, da es noch kein Smartphone mit integriertem ANT+ Empfänger gibt. Vielleicht wird es hierfür einen entsprechenden Adapter mit universällem MicroUSB Anschluss zum nachrüsten geben.
Google wird die Daten nicht nur über seine MyTracks App Webseite bereitstellen, sondern auch für alle anderen interessierten Entwickler oder Blogger eine Schnittstelle bieten. So wird jeder diese Daten entsprechend Googles API Richtlinien in seine eigene Webseite oder Service einbinden können. Google ermuntert sogar alle Interessierten ausdrücklich.
Mittlerweile hat Google eine spezielle Webseite für die Team HTC - Culumbia Livedaten bereitgestellt. Diese findet Ihr hier:
http://www.google.com/intl/de/landing/mytrackstour/index.html
Shimano zeigt die 2011er Version der XTR
Nachdem schon bei einigen Mittelklasse MTB Gruppen durch DynaSys 10-fach einzug gehalten hat, war es nur noch eine Frage der zeit, bis Shimano auch seine Toppgruppe XTR aktualisiert. Allerdings ziehen die Japaner auch vorne mit den von der XX-Gruppe bekannten 2-fach Kurbelgarnituren gleich. So bietet die 2011er M985 bzw. M980 XTG Gruppe eine große Auswahlmöglichkeit für CrossCountry Racer oder Trail Mountainbiker, denn es wird für beide Zielgruppen eine jeweils optimierte XTR Version geben. Die Optik der neuen Gruppe orientiert sich an dem Design der aktuellen DuraAce Rennradgruppe. Je nach Ausstattungsvariante wird die aktuelle XTR Generation bis zu 200g gegenüber der aktuellen Version leichter. Einziger Wermutstropfen für Traditionalisten werden die fehlende Feldgenbremsen samt passenden Bremshebeln sein.
Hier nun die wichtigsten Facts in einer Zusammenfassung:
- 3-fach Kurbelgarnitur FC-M980 mit 42-32-24 Abstufung und mittleren Composite Kettenblatt
- 2-fach Kurbelgarnitur FC-M985 mit 42-30, 40-28, oder 44-30 Abstufung für den XC-Renneinsatz
- 2-fach Kurbelgarnitur FC-M980 mit 38-26 für den "gewichtsbewussten" Mountainbiker
- Kassetten mit fünf Titanritzeln und den Abstufungen 11-34 bzw. 11-36
- Die überarbeiteten Scheibenbremsen wird es in Versionen mit 160mm, 180mm, 203mm geben mit einer zusätzliche 140mm Bremsscheibenoption für die Hinterradbremse.
Weitere Neuerungen sind die als IceTec bezeichnete Kühllösung für Scheibenbremsen. Bremsbeläge und Bremsscheiben mit der Ice-Tec Technologie reduzieren spürbar die Wärmeentwicklung im Bremssystem. Dies wiederum trägt dazu bei, das so genannte Fading zu reduzieren und garantiert damit konsistente und konstant hohe Bremsleistung auch auf langen Gefällstrecken. Darüber hinaus sorgt Ice-Tec für eine längere Lebensdauer der Bremsbeläge und deutlich reduzierte Geräuschentwicklung beim Bremsen.
Die Ice-Tec Bremsbeläge verfügen über Aluminium-Kühlrippen, die auf einer zweilagigen Edelstahl-Trägerplatte angebracht sind. Die neuen Ice-Tec Bremsscheiben zeichnen sich durch eine verbesserte Wärmeableitung aus, die durch eine Sandwich-Konstruktion mit einem Aluminium-Kern zwischen zwei Edelstahl-Schichten erzielt wird.
Das I-Spec genannte Befestigungssystem ermöglicht die kombinierte Anbringung von Brems- und Schalthebeln. Hierbei fällt pro Lenkerseite jeweils eien Schelle weg und somit wird Gewicht gespart. Neben der Attraktien Optik bietet dieses System eine Feineinstellmöglichkeit in horizontaler Richtung um dabei ein individuell und optimal angepasstes Setup zu ermöglichen.
Mit zwei neuen Pedalen folgt die XTR bis ins kleinste Detail einem einheitlichem Designkonzept. Während das PD-M980 Pedal gezielt für das Cross-Country-Segment entwickelt wurde und vor allem durch geringes Gewicht punktet, zielt das PD-M985 Modell mit seiner breiteren Aufstandsfläche für viel Grip ganz klar auf die All- Mountain Piloten ab.
Alle detailierten Einzelteilbeschreibungen samt Modellbezeichnung findet Ihr in einem vorläufigen Produktflyer von deutschen Importeur Paul Lange. Desweiteren gibt es von Shimano eine Microsite ridextr.com. Die offiziellen Pressemeldungen gibt es auf deutsch von Paul Lange und in englisch direkt bei Shimano.
Polar WearLink+ Bluetooth Brustgurt
Nach anfänglichen Schwierigkeiten geht es nun aber bei Polar Schlag auf Schlag. Gut zwei Wochen nach der Vorstellung des Polar WearLink+ Nike+ bringt Polar den zunächst nur auch eine Bluetooth Version seines beliebten WearLink+ Brustgurtes. Zwar wird der Sensor im Polar Programm unter "Accessoires" geführt, allerdings wird er, da Polar momentan keine eigene Software dafür anbietet, er nur über die entsprechenden Softwarepartner erhältlich sein. Zunächst ist der Gurt nur mit der Sports Tracker Software und bestimmten Nokia Handys kompatibel. Der WearLink+ Bluetooth ist deshalb ab sofort im Sports Tracker Onlinestore für 69,95€ bestellbar. Technisch hat Polar den von der Nokia Kooperation bekannten Sensor überarbeitet, da die Batteriestandzeit von ca. 25 auf 150 Betriebssstunden erhöht werden konnte. Weitere Infos findet man entweder im "Presse Release", der Artikelbeschreibung oder der deutschsprachigen Bedienungsanleitung.
(Auch für Garmin) Adidas ANT+ Laufsensor für 39,95€
Mit dem MiCoach Pacer hat Adidas einen ANT+ kompatiblen Laufsensor mit ins Programm aufgenommen. Technisch gesehen ist dieser Laufsensor absolut identisch mit dem Garmin SDM4 Laufsensor, denn sowohl Garmin als auch Adidas beziehen diesen Sensor von Dynastream Innovations. Deshalb findet man auch auf der Herstellerseite eine genaue Kompatibilitätsübersicht. Bis hierher wäre es ja nichts besonderes, allerdings bietet Adidas den Sensor mittlerweile auch einzeln für 39,95€ an. Rechnet man noch die DHL Versandkosten hinzu, kommt man auf insgesamt 44,45€. Zum Vergleich: Der aktuelle Preis des Garmin SDM4 Laufsensors liegt je nach Anbieter zwischen 70-80€.
Was die Genauigkeit betrifft, so habe ich den Adidas Stride Sensor die letzten Wochen zusammen mit dem MiCoach Pacer und dem Garmin 310xt verwendet. Ich konnte hier keinen nennenswerten Unterschied feststellen. Sowohl die gemessenen Distanzen, als auch die Schrittfrequenz stimmten absolut überein. Anbei die schon aus meinem Garmin SDM4 vs. Polar s3 Laufsensor Vergleich bekannte Vergleichsabelle der Korrekturfaktoren. Diese variieren bekanntermaßen, je nach Geschwindigkeit. Die ausführliche Auswertung findet Ihr im original Artikel!
Auch die Sendeeinheit des Pulsgurtes und den Brustgurt bietet Adidas jeweils einzeln an. Hierbei ist wiederum die Sendeeinheit mit 24,95€ zzgl. Versand sehr günstig.
Polar WearLink+ Nike+ Brustgurt oder Polar ♥ Apple Teil 2 [Update]
Nachdem Polar Anfang der Woche eine Teil seiner Geräte mit Hilfe der WebSync Software Mac kompatibel gemacht hat, kommt nun der nächste Paukenschlag aus Finnland. Wohl durch einen Fehler ist schon vor Apples WWDC'10 Entwickerkonferenz der neue Polar WearLink+ Nike+ Brustgurt ins Sortiment des Nike Onlinestores gerutscht. Das ein Pulsgurt für das Nike+ System kommt, ist spätestens, nach einer Nike+ Pro Forumskommentar, seit Mitte Mai kein Geheimnis mehr. Im Hinblick auf die wohl nun endgültig gescheiterte finnische Nokia-Polar Allianz umso mehr.
Laut den bisher erhältlichen Informationen hat der WearLink+ Nike+ Brustgurt folgende Eigenschaften:
- kompatibel mit Nike+ und Polar Geräten zur selben Zeit
- kompatibel zum iPod nano der 5. Generation
- kompatibel zu allen Polar Geräten, welche auch mit dem Polar WearLink+ coded kompatibel sind. Dies sind zum beispiel die RS400, RS300x, FT80, FT60, CS400, CS200, S725x, S625x und noch viele andere mehr.
- durchgehend textiler Brustgurt, der größtmöglichen Tragekomfort gewährleistet
- Waschmaschine waschbar
- Batterietausch durch den Nutzer möglich
Bezüglich der Ipod touch und iPhone Kompatibilität ist leider noch nichts bekannt. Es bleibt hierbei zu hoffen, dass die Konektivität seitens Polar, Nike und vorallem Apple nicht künstlich auf den iPod nano und das Nike+ SportBand beschränkt bleibt.
Der Listenpreis liegt im Nike US Store bei happigen 69.95$ und wird in Europa auf Grund des fallenden Euros nicht nennenswert drunter liegen. Auch bei der Lieferbarkeit sind die US Amarikaner im Vorteil, da er dort unmittelbar erhältlich ist. Europäische Kunden werden wohl erst später beliefert werden.
[Update:]
Nike hat einen "News-Bericht" über den Polar WearLink+ Nike+ veröffentlicht. Diesen findet Ihr hier. Zudem ist der Brustgurt nun auch auf der internationalen Polar Homepage zu finden und man kann nun die Bedienungsanleitung des Brustgurtes im Supportbereich von Polar finden.
[/Update]

Quelle: Polar Electo Oy
























