Polar WearLink+ Bluetooth Brustgurt
Nach anfänglichen Schwierigkeiten geht es nun aber bei Polar Schlag auf Schlag. Gut zwei Wochen nach der Vorstellung des Polar WearLink+ Nike+ bringt Polar den zunächst nur auch eine Bluetooth Version seines beliebten WearLink+ Brustgurtes. Zwar wird der Sensor im Polar Programm unter "Accessoires" geführt, allerdings wird er, da Polar momentan keine eigene Software dafür anbietet, er nur über die entsprechenden Softwarepartner erhältlich sein. Zunächst ist der Gurt nur mit der Sports Tracker Software und bestimmten Nokia Handys kompatibel. Der WearLink+ Bluetooth ist deshalb ab sofort im Sports Tracker Onlinestore für 69,95€ bestellbar. Technisch hat Polar den von der Nokia Kooperation bekannten Sensor überarbeitet, da die Batteriestandzeit von ca. 25 auf 150 Betriebssstunden erhöht werden konnte. Weitere Infos findet man entweder im "Presse Release", der Artikelbeschreibung oder der deutschsprachigen Bedienungsanleitung.
Sports Tracker 3.02 für Nokia Handys erschienen
Wie vor wenigen Tagen angekündigt, hat das Nokia Spin-Off Sports Tracking Technologies Ltd nun eine aktualisierte Version seiner Sports Tracker Software für Symbian basierete Nokia Handys veröffentlicht. Interessierte können sich Sport Tracker 3.02 unter folgendem Link direkt aus dem Nokia Ovi Store heruntergeladen werden. Auf der Facebook Fanwebseite hat ein Mitarbeiter das Nokia E72, E75, 5730, 6620, 6760, N78, N79, N85 und N86 als kompatibel aufgelistet. Alle diese Modelle scheinen mit dem Nokia S60 3.2 Betriebssystem ausgerüstet zu sein. Weitere Modelle und auch andere Symbian-Ableger sollen aber in der nächsten Zeit folgen. Ebenfalls erfreulich ist, dass alle Geräte nun den Polar WearLink+ Bluetooth Pulsgurt für Nokia unterstützen. Sprich dieser ist nicht mehr auf das veraltete Nokia N79 beschränkt. Ein schwedischer Blogger und SportsTracker Beta Tester der ersten Stunde hat durch ein Interview mit "Jussi" zudem in Erfahrung gebracht, dass ein ebenfalls überarbeiteter Webservice zum Verwalten und übersichtlichen Planen seines Training bald online geht. Ob und wann der Polar WearLink+ Bluetooth Gurt auch über Sports Tracking Technologies Ltd erhältlich sein wird, darüber hat sich Jussi scheinbar ausgeschwiegen.
Bluetooth lernt das Sparen…
Gut drei Jahre, nachdem Nokia seien Wibree genannte Technik in die Bluetooth SIG eingebracht hat, hält die neue Stromspartechnik offiziell Einzug in das Bluetooth Protokoll. Diese wurde nun von der im April 2009 verabschiedeten Bluetooth Spezifikation v3.0 + HS auf Bluetooth Spezifikation v4.0 aktualisiert. Nachdem bei Version 3.0 noch der Focus auf der Übertragungsgeschwindigkeit lag, wird nun mit der vierten Version komplett neue Produktmöglichkeiten erschlossen. Der Hauptunterschied der neuen "LowEnergy" Bluetooth Geräte liegt darin, dass Sie über Jahre nur von einer Knopfzelle oder Batterie versorgt werden können. Dies wird zum Einen über eine geringere Übertragungsreichweite von ca.10m und zum Anderen durch wesentlich geringere Werte des maximal, Durchschnitts und Standby Stromverbrauchs erreicht. Diese Technik stellt anfürsich nichts neues da, da sie zum Beispiel schon in Zigbee oder ANT seit Jahren zum Einsatz kommt. Neu ist allerdings die breite Kompatibilität, da die Spezifikation auch sogenannte "Dual-Mode" Controler vorsieht. Diese sind dann sowohl zu allen Vorgänger Geräten kompatibel als auch zu den neuen Energiesparchips. Diese Art von Controlern werden Ihren Weg besonders in Handys, Smartphones, Laptops oder Computer finden. Die zweite "Klasse" werden die sogenannten "Single-Mode" Chips sein, welche nur mit anderen LowEnergy Chips kommunizieren können sein. Diese können allerdings das gesamte Energieeinsparpotenzial voll ausnützen und bei geringer Beanspruchung mehrere Jahre von einer winzigen Knopfzelle mit Energie versorgt werden. Diese Chips sind prädestiniert für Sportequipment wie Pulsuren und Geschwindigkeitssensoren, PC Peripherie wie Mäuse oder Tastaturen oder jegliche Art von Fernbedienungen für TVs oder Hifianlagen. Somit stehet der alte Infrarotstandard für Fernsehfernbedienung nach einer fünfzigjährigen Erfolgsgeschichte vor dem aus.
Die Einführung von Bluetooth Spezifikation v4.0 war allerdings erst der erste Schritt auf dem Weg zu neuen Bluetooth Geräteklassen. Denn für neue Anwendungsbereiche wie Sportequipment oder Fernbedienungen fehlen noch die sogenannten "Profile". In diesen sind entsprechende herstellerübergreifende Funktionen festgelegt und garantieren eine breite Kompatibilität. Das A2DP Profil stellt zum Beispiel eine Schnittstelle für die Bluetoothübertragung von Audiosignalen dar, wie sie häufig zwischen Handys und Bluetooth Headsets verwendet werden, dar. Bis solche Profile nun für z.B. Sportequipment von den verschiedenen Herstellern wie Suunto, Garmin oder Polar (sind alle Mitglieder der Bluetooth SIG) verabschiedet ist, wird es noch einige Monate dauern. Zudem werden erste Geräte auf Grund der Entwicklungszeit für Chips und auch entsprechende Geräte frühestens im Sommer 2010 erhältlich sein und sofern die Hersteller auf etwaige Profile oder Standards warten möchten, vielleicht auch erst 2011 erhältlich sein.
Eine "Chromebombe" auf Microsoft? [Update 2]
Nach dem ersten Angriffen mit dem Google Chrome Webbrowser und dem Betriebssystem für Mobilgeräte Android dringt Google nun auch mit dem Chrome OS in den Bereich der Computerbetriebssysteme vor. Im offiziellen Google Blog erklärten Sundar Pichai, Google-Vizepräsident für Produkt-Management und Linus Upson, Engineering Director Geschwindigkeit, Sicherheit und Einfachheit zu den wichtigsten Zielen bei der Entwicklung des Betriebssystems. Dies soll vor allem durch die Einhaltung gängiger und zukünftiger Webstandards erreicht werden. Dies hat zum EInen den Vorteil, dass alle Anwendungen, welche schon heute im Browser funktionieren, auch für Chrome OS geeignet sind. Umgekehrt werden dann auch viele Anwendungen, welche für Chrome OS designed wurden auch in anderen Browsern funktionieren. Zunächst legt Google den Hauptaugenmerk auf Netbooks. Diese günstigen&portablen Geräte stellen trotz Wirtschaftskrise das einzige Marktsegment dar, welches noch hohe Wachstumszahlen aufweisen kann. Hierbei ist erfreulich, dass Google die besonders sparsamen und auch vergleichsweise günstigen ARM CPUs unterstützen wird. Dies liegt, ebenfalls wie beim Betriebssystem Android an den Linux Fundament. Dies wird bei vielen Linuxjüngern Freudeschreie auslösen und darauf hoffen, dass Linux nun in der breiten Masse ankommt. So können auch die klassischen Linux Distributionen auf eine wachsende Unterstützung der Hardwarehersteller hoffen. Intel ist zum Beispiel schon länger an dem Moblin Projekt beteiligt.
Trotz all der Euphorie, muss man zunächst aber auch etwas Skepsis haben. Das Chrome OS Betriebssystem wird zunächst nur für PC Hersteller interessant sein, welche hohe Stückzahlen aufweisen. So müssen alle Treiber und Softwarelösungen speziell angepasst werden. Sicherlich sind viele Grundlagen durch den auf "Linux" basierten Kern schon vorhanden, aber es bedarf auch der entsprechenden Unterstützung aller Soft- und Hardwarehersteller. So sehr man auch Microsoft Windows schimpfen mag, so einfach ist aber die Verwendung und Auswahl alternativer Soft- und Hardwarekomponenten. Auch sind viele Hard- oder Software Hersteller schon heute nicht in der Lage mehr als ein Betriebssystem zu unterstützen. Dies sieht man am Beispiel des bei Privatanwendern verbreiteten Mac OS X. Deshalb wird, wenn überhaupt, das Google Chrome OS zunächst einmal eine große Verbreitung in Schwellen- und Entwicklungsländern finden. In Industrienationen wie Deutschland wird es allenfalls seinen Platz auf mobilen Zweitgeräten für unterwegs oder den Urlaub finden. Bis es eine ernste Konkurrenz für Microsoft auch bei uns sein wird, wird es sicherlich noch Jahre dauern...
[Update:] Google hat in seinem offiziellen Chrome Weblog Unternehmen bekannt gegeben, welche bei Chrome OS mit dem Suchmaschinendienstleister kooperieren. Acer, Asus, Freescale, Hewlett-Packard, Lenovo, Qualcomm, Texas Instruments und Toshiba seien einige der Hardware-Partner, die Geräte entwickeln und bauen wollen. Auffällig ist, dass die Branchengröße Intel & Dell offenbar nicht zu diesem Kreise gehört. [/Update]
[Update 2:] Mittlerweile hat zumindest Intel Stellung bezogen und über einen Pressesprecher dem TG Daily mitgeteilt, dass man schon länger an den Planungen beteiligt sei. [/Update 2]
Ist Bluetooth bei Polar die Übertragungstechnik der Zukunft?
Desweiteren ist auch ein interessantes Video auf der offiziellen Homepage der Bluetooth Special Interest Group veröffentlicht worden. In diesem Video tauchen mehrmals Polarprodukte wie diverse Bike Sensoren oder die S725X cad mit gut erkennbaren Polar Logos auf. Dies ist ein weiterer Indiz, dass Polar langfristig erste Bluetooth Produkte präsentieren wird. Allerdings wird man wohl noch auf die ersten Übertragungschips nach der Bluetooth LowPower Spezifikation warten, die wohl im Laufe des Jahres 2009 von der Bluetooth SIG verabschiedet wird.
Sigma Sport kooperiert mit Zephyr Bioharness und stellt neue Produkte vor
Der deutsch Sportelektronikhersteller Sigma Sport geht eine Technologiepartnerschaft mit dem neuseeländischen Unternehmen Zephyr Technology ein. Laut einer Pressemitteilung geht es bei dieser Zusammenarbeit um Technolgietransfer bzw. Patentlizenzen im Bereich Herzfrequenzmessung und stellt ein multimillionen Dollar Deal für die Neuseeländer dar.
Durch den Technologieeinkauf kann Sigma auch schon erste neue Produkte vorstellen. Dabei handelt es sich um den neuen Brustgurt Compfortex, der sehr viele Ähnlichkeiten mit dem seit Jahren erhältlichen Polar WearLink aufweist.
Des Weiteren entwickelt Zephyr Technology aber noch ein weiteres interessantes Produkt. So haben die Neuseeländer einen Pulsgurt mit Bluetooth angekündigt. Dies könnte, eine kleine Java Anwendung vorausgesetzt, aus jedem Handy mit Bluetooth Schnittstelle einen Herzfrequenzmessgerät machen. Sollte das Mobiltelefon zudem noch ein GPS Empfänger besitzen, wären auch die Bestimmung, Speicherund und Auswertung von von Geschwindigkeit und Distanz problemlos möglich. Zudem wären auch Echtzeitsysteme mittels der im Handy integrierten Modemverbindung a là Tour de France für Jedermann denkbar.






