(Auch für Garmin) Adidas ANT+ Laufsensor für 39,95€
Mit dem MiCoach Pacer hat Adidas einen ANT+ kompatiblen Laufsensor mit ins Programm aufgenommen. Technisch gesehen ist dieser Laufsensor absolut identisch mit dem Garmin SDM4 Laufsensor, denn sowohl Garmin als auch Adidas beziehen diesen Sensor von Dynastream Innovations. Deshalb findet man auch auf der Herstellerseite eine genaue Kompatibilitätsübersicht. Bis hierher wäre es ja nichts besonderes, allerdings bietet Adidas den Sensor mittlerweile auch einzeln für 39,95€ an. Rechnet man noch die DHL Versandkosten hinzu, kommt man auf insgesamt 44,45€. Zum Vergleich: Der aktuelle Preis des Garmin SDM4 Laufsensors liegt je nach Anbieter zwischen 70-80€.
Was die Genauigkeit betrifft, so habe ich den Adidas Stride Sensor die letzten Wochen zusammen mit dem MiCoach Pacer und dem Garmin 310xt verwendet. Ich konnte hier keinen nennenswerten Unterschied feststellen. Sowohl die gemessenen Distanzen, als auch die Schrittfrequenz stimmten absolut überein. Anbei die schon aus meinem Garmin SDM4 vs. Polar s3 Laufsensor Vergleich bekannte Vergleichsabelle der Korrekturfaktoren. Diese variieren bekanntermaßen, je nach Geschwindigkeit. Die ausführliche Auswertung findet Ihr im original Artikel!
Auch die Sendeeinheit des Pulsgurtes und den Brustgurt bietet Adidas jeweils einzeln an. Hierbei ist wiederum die Sendeeinheit mit 24,95€ zzgl. Versand sehr günstig.
Erster Eindruck: Garmin Edge 500
Kurz vor Weihnachten hat Garmin mit der Auslieferung seines neuen Radcomputers Edge 500 bekonnen. Nun hat mich allerdings sozusagen ein verspätetes Weihnachtsgeschenk erreicht. Im Paket des "einfachen" Edges, welcher im übrigen 57g wiegt, sind zwei Lenkerhalterungen und wie ansonsten üblich ein USB Kabel, ein Ladegerät mit zusätzlichen Adaptern für Euro, UK und USA dabei. Zudem ist die Bedienungsanleitung und eine Installlations-CD für die Garmin Softwarelösungen in der Packung. Genrell ist der Edge aber mit dem kombinierten DSC10 Geschwindigkeits- und Trittfrequenzmesser, dem Garmin ANT+ kompatiblen Herzfrequenzgurt und allen ANT+ kompatiblen Leistungsmessern à la SRM oder CycleOps einsetzbar.
Bei der Montage fällt zunächst die neue, deutlich bessere Lenker bzw. Vorbauhalterung auf. In diese wird, wie bei eigentlich allen anderen Radtachos auch, der Edge eingesteckt und per 90° Drehung arretiert. Das ist also nicht nur einfacher, sondern der Edge sitzt wesentlich flacher auf dem Lenker oder dem Vorbau auf. Stabil befestigt wird die Halterung jeweils über zwei stabile Gummis. Auch ist die Unterseite der Plastikhalterung mir einem passendem Gummi unterlegbar damit die Halterung nicht verrutscht. Nachteil ist natürlich, dass eventuell vorhandene Halterung der Vorgängergeräte nicht mehr weiterbenutzt werden können.
Das Menü ist sehr übersichtlich und schnell zugänglich. Allenfalls als Manko empfinde ich es das die Start- und Laptaste nicht intuitiv auf der Oberseite sonder etwas schwerer erreichbar auf der rechten Seite angebracht sind. Auch ist ein kabelloses Auslesen der Trainingseinheiten, wie vom Edge 705 oder Forerunner 310xt gewohnt nicht möglich, so dass zum Auslesen jedes mal die Gummiabdeckung "abgefriemelt" werden muss. Allerdings reicht Garmin das Auslesen über seinen optional erhältlichen ANT+ USB Stick noch mit einem Firmwareupdate vielleicht nach.
Eine genauere Beschreibung muss ich aus Zeitgründen an dieser Stelle schuldig bleiben, doch werde ich den Artikel "Der Test: Garmin Edge 500" noch vor Saisonbeginn nachreichen. Auch wird der Vergleich zum Polar CS600x und dem brandneuen Polar CS500 sehr interessant werden.
Der Test: Garmin Forerunner 310xt vs. Polar RS800cx
Wie angekündigt kommt hier nun mein Test oder eher Vergleich der beiden aktuellen Topgeräte aus dem Hause Garmin bzw. Polar. Eigentlich wollte ich den Test, zügiger durchziehen, doch hat mich zum Einen eine in Anspruchnahme der Garmin 310xt Herstellergarantie und zum Anderen der große Funktionsumfang beider Geräte mehr Einarbeitungszeit gekostet, als ursprünglich gedacht. Meinen Vergleich habe ich, der Übersichtlichkeit wegen, in drei Abschnitte und ein Fazit unterteilt. Mit Sicherheit sind diese Ausführungen hier kritisier- und vor allem diskutierbar, allerdings will ich hiermit unentschlossenen Interessenten beider Geräte die Möglichkeit geben, einen tieferen Einblick zu bekommen. Häufig sind diversen Lauf, Rad oder Triathlon Magazine eher plakativ als tief in die Materie hineinreichend und auch der sogenannte Fachhandel kann flächendekend nicht diese Qualität haben. Desweiteren empfehle ich dem interessierten Leser noch drei weitere Artikel in meinem Blog. Zum Einen ist der Vergleich Garmin SDM4 vs. Polar s3 Laufsensor sehr interessant und zum Anderen die Artikel "GPS - Kritische Auseinandersetzung im Hinblick auf die Nutzung im Sport" (noch in Arbeit!) und technischnischer Hintergrund (der Polar) Laufsensoren.
Versionen und Lieferumfang
Grundsätzlich sind sich die Produktpackungen beider Hersteller sehr ähnlich. Garmin bietet seinen Forerunner 310xt allerdings nur in drei versionen an. Als Grundpackung den Forerunner 310xt in Verbindung mit einem Ladegerät samt USB Ladekabel, sowie dem ANT+USB Stick zur Datenübertragung. Ein Brustgurt zur Herzfrequenzerfassung ist hier also nicht enthalten. Als zweite Version bietet Garmin den FR310xt zusammen mit dem Standard Pulsgurt und als dritte Version mit dem Premium (Textil) Brustgurt. Alles kompatiblen Sofwarelösungen, sprich Garmin Training Center und ANT+ Agent, stehen auf der Garmin Webseite zum kostenlosen Download, sowohl für Windows PCs, als auch für Macs bereit. Über das ebenfalls kostenlose Garmin Communicator Plug-In wird der Forerunner auch kompatibel zum kostenlosen WebService Garmin Connect.
Bei Polar gibt es ebenfalls eine Grundversion. Hier ist allerdings schon der Polar WearLink+ w.i.n.d. im Lieferumfang enthalten. Zudem kommt die RS800cx mit einem Polar IrDA USB Interface und der Polar ProTrainer 5 Software. Auf der Polar Webseite kann noch die kostenlose Polar WebLink Software heruntergeladen werden, die dem Laufcomputer eine Verbindung zum kostenlosen polarpersonaltrainer.com Webservice ermöglichen. Auf der Grundversion aufbauend gibt es noch die RS800cx run, welche zusätzlich den Polar s3 Laufsensor enthält und die RS800cx multi mit Polar G3 GPS Sensor. Für die Radfahrer ist die RS800cx bike erhältlich, welche zusammen mit einen Speedsensor w.i.n.d. geliefert wird. Zusätzlich gab es im Sommer 2009 zwei Sondermodelle RS800cx Master Edition welche in verbindung mit s3 Laufsensor, G3 GPS Sensor und dem Bike Speedsensor w.i.n.d. geliefert wurde. Die RS800cx ProTeamEdition richtete sich eher an die Rad fahrer und hatte abgesehen von der geänderten Optik und dem Bike Cadence Sensor w.i.n.d. den identischen Lieferumfang wie die RS800cx bike.
Die genauen Abmessungen und Gewichte beider Geräte und deren Sensoren findet Ihr in meinem Blogartikel "Erster Eindruck: Garmin Forerunner 310xt (vs. Polar RS800cx).
Garntie und Service als ein Teil des Lieferumfanges
Was für meine Sicht auch zum Lieferumfang gehört, ist die Herstellergarantie und der Service. Garmin schein seinen eigenen Geräten nicht wirklich zu trauen und gewehrt seine Herstellergarantie nur ein Jahr. Dank des deutschen Gewehrleistungsrechts, hat man selbstverständlich einen Anspruch gegenüber seinem Händler von zwei Jahren. Bei vermeintlichen Internetschnäppchen im Ausland, kann dies allerdings auch zu einem Boomerang werden. Polar scheint seinen Geräten mehr zuzutrauen und gewehrt zwei Jahre weltweite Herstellergarantie. Somit kann man bedenkenloser im Ausland zuschlagen und hat im Falle einer Händlerpleite auch einen Anspruch gegenüber dem Hersteller. Ich habe auch schon mit den Serviceabteilungen beider Hersteller zu tun gehabt. Sowohl innerhalb als auch außerhalb der Gewährleistungs- bzw. Garantiezeit. Innerhalb dieser Zeit tauscht Garmin wie auch Polar Geräte anstanslos aus. Ist die gesetzliche Pflicht abgelaufen, ersetzt Garmin die Geräte zwar auch noch komplett, verlangt dafür aber eine Reparaturpauschale im dreistelligen Bereich. Das habe ich selbst bei einem drei Jahre alten Garmin Edge305 erlebt. Hier war die Gummierung eines Knopfes durch die normale Nutzung durchgescheuert. Eine gebrochene Taste meiner S710i hat mir Polar hingegen nach sechs Jahren kostenlos ersetzt. Ein Anruf, freundliches Gespräch und zwei Tage später war die Taste in meinem Briefkasten.
Grundlegende Funktionen
Zunächst ist die Anzeige der Uhrzeit eine der grundlegensten Funktionen einer (Sport-) Uhr. Garmin scheint sein Gerät, auf Grund der Abmasse gar nicht für dem täglichen gebrauch entworfen zu haben, so dass auf eine Displayanzeige im "Stand-by" Modus komplett verzichtet wird. Polar hingegen spendiert seiner RS800cx nicht nur Uhrzeits-, Datums- und personalisierbare Logoanzeige, sondern packt sein Gerät in ein ansprechend designtes Gehäuse. So kann man diesen Trainingscomputer durchaus mal außerhalb des Trainings tragen.
Genauigkeit der Herzfrequenz
Eine weitaus wichtger Funktion hingegen ist die genaue Anzeige der Herzfrequenz. Die Hersteller werben gerne mit dem Begriff "EKG-genau". Ist dem wirklich so? Zumindest meine Polar Uhr samt WearLink+ Brustgurt habe ich schon bei der Leistungsmessung gegen ein EKG-Gerät antreten lassen. Mit Hilfe von Excel konnte ich beide Datenreihen vergleichen und hab hier nur minimale Unterschiede im Bereich von maximal zwei Schlägen pro Minute (bpm) feststellen können. Bei eine Puls von 200bpm liegt der Unterschied somit bei akzeptablen 1%. Den Forerunner konnte ich leider noch nicht bei einer Leistungsdiagnostik tragen, so dass ich Ihn hier nur mit der Polar RS800cx vergleichen kann. Allerdings waren auch hier die Unterschiede marginal und im Rahmen der Messungenauigkeit. Die Maximal- und Durchschnittswerte einer Einheit waren identisch oder hatten eien Abweichung von nur 1bpm. Deshalb habe ich auf eine genauere Betrachtung verzichtet.
Erweiterungsmöglichkeiten und externe Sensoren
Beide Systeme können durch externe Sensoren ergänzt werden. Da beim Forerunner 310xt der GPS Empfänger schon integriert ist, bietet Garmin lediglich einen äußerst kompakten SDM4 Laufsensor für die Erfassung der "Pace" sowie die Indoor Nutzungan und einen kombinierten Speed-/Trittfrequenzsensor für Fahrräder an. Zusätzlich versteht der garmin Leistungsmessgeräte von Drittanbietern wie SRM oder CycleOps. Auf die genauen Funktionen der Sensoren komme ich aber später in den jeweiligen Sportarten genauer zu sprechen. Auch kann der Forerunner 310xt z.B. mit der Tanita BC-1000 Körperwaage zum automatisierten erfassen und übertragen neun mehr oder weniger wichtiger Parameter kombiniert werden. Hierbei sind wohl Gewicht, Körperfettanteil oder Wasseranteil die wichtigsten. Momentan ist diese Waage aber nicht in Europa erhältlich und auf Nachfrage beim Importeur ist auch kein Einführungstermin zu erfahren.
Da die RS800cx von sich aus keine Geschwindigkeit oder zurückgelegte Distanzen ermitteln kann, bietet Polar eine ganze Reihe von Sensoren an. Jede gewünschte Funktion benötigt somit Ihren eigenen Sensor. Der Vorteil von diesem System ist der leichte&schlanke Armbandempfänger und dass man nur die zusätzlichen Sensoren "mitschleppen" muss, dessen Daten man auch wirklich braucht. Zudem halten fast alle Sensoren, abgesehen vom G3 GPS Sensor, und der RS800cx selbst mit einer Batterie jahrelang durch. Der Nachteil ist natürlich, dass man nicht alles kompakt in einem Gerät hat. Folgende Sensoren gibt es für die RS800cx. Zunächst den Polar G3 GPS Sensor, welche Geschwindigkeits- und Distanzmessung erlaubt, den Polar s3 Laufsensor, welcher beim Laufen wie der Garmin SDM4 Distanz, Geschwindigkeit und die Schrittfrequenz erfassen kann, sowie den Bike Speedsensor w.i.n.d. und Bike Trittfrequenzsensor w.i.n.d. Auch zu diesen Sensoren mehr in den jeweiligen Sportarten.
Aufzeichnungsmöglichkeiten und Speicherintervalle
Bei Polar kann man das Speicherintervall selber wählen. Hier besteht die Möglichkeit zwischen 1s, 2s, 5s, 15, oder 60s zu wählen. Abhängig von den gewählten Funktionen geht die verfügbare Speicherzeit von knapp über 4h bis maximal 4096 Stunden. Als Besonderheit bietet Polar die sogenannte Beat-to-Beat oder R-R Erfassung an. Hier wird zusätzlich zu den normalen Werten noch der zeitliche Abstand eines jeden Herzschlages zum vorhergehenden abgespeichert. Diese Funktion ist aber eher im wissenschaftlichen Bereich oder dem Spitzensport mit den entsprechenden Fachwissen sinnvoll. Garmin gibt hier keine Möglichkeit die Datenrate zu beeinflussen. In der Bedienungsanleitung findet man nur schwammig die Aussage "Bei der Aufzeichnung eines Trackpunktes alle vier Sekunden, kann der Forerunner ca. 20h ausführliche Messwerte aufzeichnen." In der Praxis konnte ich bei den ausgelesen Daten allerdings eher eine Speicherintervall von ca. 8sek feststellen.
Teil 1: Erhältliche Versionen und die grundlegenden Funktionen
Teil 2: Erweiterte Funktionen und die verschiedenen Softwarelösung
Teil 3: Verwendung beim Laufen, im Radsport oder in der Königsdiziplin Triathlon
Teil 4: Mein Fazit
Der Vergleich: Garmin SDM4 vs. Polar s3 Laufsensor
Wie vor einiger Zeit versprochen, hier nun meine Testergebnisse vom Vergleich des Polar s3 Laufsensor mit dem pendant SDM4 von Garmin. Wer mehr über die grundlegende Funktionsweise der Sensoren wissen möchte, sei an dieser Stelle auf die Seite "Technischer Hintergrund der Polar Laufsensoren" verwiesen. Zunächst einmal hat der Garmin Sensor im Vergleich der Größe und dem Gewicht die Nase vorne. Mit insgesamt 35x25x7,5mm und 9g schlägt der SDM4 den Polar Sensor mit seinen 55x40x13mm und 28g deutlich. Allerdings verwendet der Polar s3 Laufsensor eine deutlich größere Batterie, die eventuell eine längere Laufzeit ermöglicht. Diese liegt aus eigener Erfahrung beim Polar s3 deutlich über den von vom Hersteller angegebenen 200 Betriebsstunden. Garmin gibt eine Betriebszeit von 400h an, welche ich allerdings mit meinem SDM4 noch längst nicht erreicht habe. Bei der Inbetriebnahme unterscheiden sich allerdings beide Geräte ein wenig. Muss man bei Polar den s3 Laufsensor, wie z.B. bei Bluetoothgeräten, mit dem Armbandempfänger fest koppeln, so muss man dies beim Garmin nicht. Dies kann insbesondere in der heißen Phase vor dem Start eines Rennens zu Problemen führen, wenn man seinen Forerunner startet und sich andere Garmin Laufsensoren noch in der Nähe befinden. Mir ist das allerdings noch nicht passiert, da ich meinen 310xt schon deutlich früher starte (auch wegen des GPS Empfanges) und dann erst mich in den Startblock stelle.

Nun aber zum eigentlichen Test. Um es vorweg zu sagen, hierbei handelt es sich um keine wissenschaftliche Studie, sondern nur um meine persönlichen Erfahrungen. Zwar habe, wie Ihr noch sehen werdet, größte Sorgfalt darauf gelegt, dass die "Testverhälnise" reproduzierbar waren, allerdings liegen nur die Daten eines Läufers, nämlich mir selbst vor. Wollte man eine abschließende Aussage über die Genauigkeit der Systeme treffen wollen, so benötigt man eine Testgruppe von 25 bis 50 Läufern. Ich selbst habe die Sensoren einmal an den Schuhen (Adidas SupernovaCSH) gemäß Bedienungsanleitung angebracht und über den gesamten Testzeitraum unverändert montiert gelassen. Auch habe ich nach Ablauf meiner Testphase die Sensoren am jeweiligen anderen Schuh montiert um ausschließen zu können, dass der Fuß (links/rechts) einen Einfluss auf die Ergebnisse hat. Dem war auch nicht so und die Messwerte waren im Mittel identisch. der Ablauf des Trainings war, bis auf die Geschwindigkeit, immer gleich. So bin ich immer die identsche Strecke von 13,030km gelaufen. Die Distanz habe ich mit meinem Mountainbike ermittelt, welches eine Abweichung von weniger als 50cm auf 2km hat. Die Strecke führt auf 9,857km (76%) über Asphalt und auf 3,188km (24%) über befestigte Feld- oder Waldwege. Insgesamt sind auf diese Weise 22 Läufe mit über 286km Gesamtlänge zusammengekommen. Die Wetterbedingungen waren in einer Spanne von 17-23°C von heiter bis wolkig, ebenso vergleichbar wie der Zustand des Untergrundes. Bei der Geschwindigkeit habe ich extrem darauf geachtet, dass Sie in einem Bereich von +/- 7sek/km in Bezug auf die Zielgeschwindigkeit blieb. Auch bei den Einheiten mit 4:15 hat das reibungslos geklappt, wohingegen ich Einheiten mit 4:00/km rausgenommen hab.

Um das Ergebnis etwas übersichtlicher darzustellen, habe ich die Werte jeweils für die angegebenen Geschwindigkeiten gemittelt. Die Streuung der Werte innerhalb eines Messwertebereiches war allerdings auch entsprechend gering. Wenn man einen idealen Kalibrierungsfaktor haben könnte, so wär eine im Schaubild eine waagrechte Gerade optimal, wenn Sie noch auf dem Kalibrierungswert von 1.000 liegen würde, wäre Sie ideal (und man könnte sich den Kalibrierungsfaktor sparen). Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass der Garmin SDM4 der bessere Sensor wäre, weil seine Kurve durchweg näher an den idealem Klaibrierungsfaktor von 1.000 liegt. Sprich die Abweichung ist unkalibriert genauer als die vergleichbare Abweichung von Polar s3. Allerdings ist die Spannweite mit "26 Punkten" und auch die Streuung deutlich größer als bei Polar. Hier liegt die die Spannweite bei nur "17 Punkten" und die Streuung ist mit "6,1 Punkten" ebenfalls erheblich niedriger als beim Garmin mit "10,7 Punkten". Was bedeutet dies jetzt genau. Bei Garmin stellen 26 Punkte 26m pro Kilometer dar. Stellt man den Kalibrierungsfaktor auf den Mittelwert der Spannweite ein, so bedeutet dies eine maximale Abweichung von +/-13m oder +/-1,3%. Beim Polar sind die Werte mit +/-8,5m bzw. +/-0,85% entsprechend geringer. Dies sieht man auch im Schaubild an der deutlich flacheren linearen Näherungsgeraden.
Fazit:
Die Unterschiede bei Gewicht, Batterielaufzeit, Genauigkeit und letztendlich dem Preis sind äußerst gering. Der Garmin SDM4 punktet mit dem niedrigeren Gewicht und dem besseren Werten bei der unklibrierten Verwendung. Der Platzhirsch Polar s3 bleibt aber für erfahrene oder technisch versierte Benutzer die genauere Lösung.
EuroBike: Garmin mit neuem Edge 500 Radcomputer
Nicht nur Polar, sondern auch Garmin hat einen neuen Radcomputer auf die EuroBike mitgebracht. Der Edge 500 ist allerdings kein neues Navigations- und Trainingsgerät wie der Edge 705, sondern eher ein aufs wesentliche verbesserter Edge 305. Im großen und ganzen bietet er auch die gleichen Funktionen wie der Edge 305, bloß bei geringeren Abmessungen. Vom Edge 705 hat der Neue allerdings die ANT+Sport Sensorkompatibilität geerbt, so dass er auch mit dem Premium Brustgurt, dem GSC10 als kombinierter Speed- und Trittfrequenzsensor und entsprechenden Leistungsmessern von z.B. SRM oder CycleOps kompatibel ist. Der auf der EuroBike ausgestellte Edge 500 war nur etwas größer als ein Zippo Feuerzeug und dabei deutlich kleiner als eine Zigarettenschachtel. Um genau zu sein, ist er 4,8 x 6,9 x 2,2cm groß, hat ein Display mit den Abmessungen 3,0 x 3,7 cm und ein Gewicht von knapp 57g. Der Edge 705 wiegt mit 105g fast das Doppelte. Trotzdem bringt der Edge 500, wie auch der 305 oder 705er auch einen barometrischen Höhensensor mit Thermometer mit. Die Akkulaufzeit soll laut Garmin 15 Stunden betragen. Wie groß der Speicher ist und wie viele Stunden Aufzeichnung abgespeichert werden können, darüber schweigt Garmin noch. Allerdings ist der rundenspeicher mit 1000 Runden großzügig angelegt. Der Garmin Edge 500 arbeitet sowohl mit dem Garmin Trainings Center, als auch mit dem kostenlosen Garmin Connect Webservice zusammen. Auch liegt die für die Datenübertragung benötigte Software sowohl in einer Mac, als auch in einer Windows Version vor.
Der Garmin Edge 500 soll Ende 2009 für 229€ über die Ladentheke gehen. Zu einem Preis von 299€ erhält man zusätzlich einen Herzfrequenz-Gurt und dem Speed&Trittfrequenzsensor GSC10 als "Edge 500 Bundle".
Erster Eindruck: Garmin Foreruner 310xt (vs. RS800cx)
[Update] Einen ausführlichen Vergleich "Garmin Forerunner 310xt vs. Polar RS800cx" findet Ihr hier! [/Update]
Seit Ende Juli ist der neue Garmin Forerunner 310xt bei Amazon und allen anderen Garmin Fachhändlern auch mit neuem Premium Brustgurt lieferbar. Kurz vorher habe ich auch mein Exemplar in einem unscheinbaren Paket erhalten. Zudem habe ich ja schon seit einigen Wochen den nagelneuen Mini Laufsensor SDM4 im Test. Mehr dazu aber demnächst in einem ausführlichen Test. Die Verpackung ist garmintypisch in blau/schwarz gehalten.
Der Brustgurt erinnert sehr an den Polar WearLink der ersten Generation und wie schon der aktuelle Garmin Laufsensor dem Nike+iPod Sensor von den Dimensionen her nachempfunden ist, ist die Sendeeinheit des Garmin Premium Gurtes mit dem Polar WearLink so identisch, dass er in die Polar WearLink+ Gurt (2.Gen) passt. Eine kurzer Test funktionierte problemlos, so dass unter der Hand auch der wesentlich bequemere Polargurt verwendet werden kann. Ob auch eine Verwendung mit den Polar kompatiblen Adidas oder Nalini Trägerhosen nicht nur mechanisch funktioniert, kann ich leider nicht sagen. Auch bleibt abzuwarten, ob der Garmin Sender im Polar Brustgurt dauerhaft fehlerfrei seinen Dienst verrichtet.
Im direkten Vergleich fällt der Garmin Forerunner 310xt zunächst einmal durch seine deutlich größeren Dimensionen und auch fast doppelt so schweren Gewicht auf. Zunächst empfindet man dies als störend, aber zumindest im Training gewöhnt man sich schnell. Allerdings ziehe ich aus diesem Grund im Wettkampf auf jeden Fall die RS800cx dem Forerunner vor. Der neue Laufsensor wiegt exakt soviel, wie ein Timing Chip von Mika. Da hat auf jeden Fall Garmin die Nase vorne. Leider geht dies im kalibrierten Zustand auf Kosten der Genauigkeit, da hier bei meinen ersten Test die Abweichungen bei ca. –4 bis -5% lagen. Der ungefähr dreimal so schwere Polar s3 Laufsensor erreicht kalibriert eine Genauigkeit von ca. –2 bis –3%.
|
Physikalische Eigenschaften |
Garmin Forerunner 310xt |
Polar RS800cx |
|
Abmessungen des Gerätes |
5,4x5,6x1,9cm |
4,6x5,0x1,5cm |
|
Abmessungen des Displays |
3,3x2,0cm |
2,5x2,3cm |
|
Gewicht des Gerätes |
73g |
46g |
|
Gewicht Herzfrequenzsender |
15g |
23g |
|
Gewicht Brustgurt |
30g |
39g |
|
Gewicht Brustgurt (nass) * |
41g (+36,7%) |
56g (+43,6%) |
|
Gewicht Laufsensor |
7g (SMD4) |
23g (s3) |
|
Gewicht Schuhclip |
2g |
5g |
|
Gewicht GPS Sensor |
- |
83g (incl. Batterie) |
|
Gewicht Oberarmgurt |
- |
27g |
|
Gewicht Oberarmgurt (nass) * |
- |
38g (+40,7%) |
*) Nach 5min im kalten Wasserbad und anschließend 5min “abtropfen” lassen.
Nach meinem Garmin Edge 305 und (kurzzeitig) den Edge 705 ist das nun mein mittlerweile drittes Gerät von Garmin. Im Vergleich zu Polar bin ich besonders auf die motivierende Wirkung des “Virtuellen Partners”, die Genauigkeit in Verbindung mit dem Foot-Pod, Kompatibilität mit einem SRM Leistungsmesser (Radsport) der versprochen einfachen Triathlon Verwendung und dem Zusammenspiel mit meinem Mac gespannt. Mittlerweile bin ich mit dem 310xt gut 120km gelaufen und bin insbesondere vom Virtuellen Partner und vom “Vibrationsalarm” begeistert. Gerade letzterer ist für “iPod-Hörer” sehr interessant, da es AutoLaps oder Phasenwechsel ohne Signalton, sondern mit einem vibrieren am Handgelenk signalisiert. Auch die Genauigkeit liegt im Rahmen dessen, was ich vom s3 Laufsensor und dem Polar G3 GPS Sensor gewohnt bin. bei ca. +/- 2 bis 3%. Auch an das “Handling am linken Arm gewöhnt man sich – zumindest im Training. Allerdings werden sich wohl nur die Wenigsten den Luxus zweier solcher High-End Geräte für Training und Wettkampf leisten zu könne oder wollen. Wo viel Licht ist, gibt es leider auch immer Schatten. So auch beim 310xt. Leider kommt in Verbindung mit dem Laufsensor die GPS Aufzeichnung aus dem Tritt. Zwar wird die (Gesamt-) Distanz ebenso wie die aktuelle Pace (min/km) noch genau angezeigt und gespeichert, aber die aufgezeichneten GPS-Tracks sind mit großen Abweichungen völlig inakzeptabel. Hierfür habe ich zwar Garmin kontaktiert, aber eine Antwort bzw. Lösung steht noch aus. Wie sich der 310xt beim Radtraining schlägt, z.B. Trikotflattern oder Genauigkeit, werde ich nun in den nächsten Wochen gegenüber der RS800cx mit Radsensor testen. Auch werde ich eine genaue Statistik über meine Laufstrecken erheben und hier veröffentlichen.







