Google MyTrack App liefert Echtzeitdaten der Tour de France
Interessante Neuigkeiten für die Tour de France Berichterstattung. Das Profiradteam HTC - Columbia und der Internetriese Google haben mit der Unterstützung des Smartphonehersteller HTC und Markführers für Leistungsmesssystem SRM eine Kooperation für die Tour de France 2010 vorgestellt. Ziel ist es für "Tour de France-Fans" und alle anderen Radsportbegeisterten die Livedaten der HTC - Columbia Fahrer in Echtzeit zugänglich zu machen. Damit rücken alle Fans vor dem TV Gerät noch ein Stück näher ans Renngeschehen heran. Aufbauend auf der MyTracks App für Android werden die Zuschauer in der Lage sein, alle aktuellen Daten der verwendeten SRM Systeme, wie zum Beispiel Herzfrequenz, Geschwindigkeit oder Leistung, sehen zu können. Diese Daten werden zusätzlich mit weiteren Angeboten wie Maps oder Google Earth des Internetprimus kombiniert. Hierfür haben die Technikexperten des Titelsponsor HTC sehr eng mit dem Radsportspezialisten SRM und den Softwareentwicklern von Google Android zusammengearbeitet. Herausgekommen ist eine spezielle, mit Android 2.1 und HTC Sense ausgestattetes HTC Legend, welches sämtliche Renn- und GPS Daten sammelt und per Mobilfunkdatenverbindung an die Google Server überträgt. Hierbei läuft eine aktualisierte MyTracks App, welche über Bluetooth oder ANT+ von entsprechenden Sensoren am Rad und/oder Fahrer Daten empfangen kann. Die verbesserte MyTracks App soll schon bald für alle interessierten User erhältlich sein. Einzig die Frage, wie ANT+ Sensoren angebunden werden können ist noch offen, da es noch kein Smartphone mit integriertem ANT+ Empfänger gibt. Vielleicht wird es hierfür einen entsprechenden Adapter mit universällem MicroUSB Anschluss zum nachrüsten geben.
Google wird die Daten nicht nur über seine MyTracks App Webseite bereitstellen, sondern auch für alle anderen interessierten Entwickler oder Blogger eine Schnittstelle bieten. So wird jeder diese Daten entsprechend Googles API Richtlinien in seine eigene Webseite oder Service einbinden können. Google ermuntert sogar alle Interessierten ausdrücklich.
Mittlerweile hat Google eine spezielle Webseite für die Team HTC - Culumbia Livedaten bereitgestellt. Diese findet Ihr hier:
http://www.google.com/intl/de/landing/mytrackstour/index.html
Der Test: Garmin Forerunner 310xt vs. Polar RS800cx
Wie angekündigt kommt hier nun mein Test oder eher Vergleich der beiden aktuellen Topgeräte aus dem Hause Garmin bzw. Polar. Eigentlich wollte ich den Test, zügiger durchziehen, doch hat mich zum Einen eine in Anspruchnahme der Garmin 310xt Herstellergarantie und zum Anderen der große Funktionsumfang beider Geräte mehr Einarbeitungszeit gekostet, als ursprünglich gedacht. Meinen Vergleich habe ich, der Übersichtlichkeit wegen, in drei Abschnitte und ein Fazit unterteilt. Mit Sicherheit sind diese Ausführungen hier kritisier- und vor allem diskutierbar, allerdings will ich hiermit unentschlossenen Interessenten beider Geräte die Möglichkeit geben, einen tieferen Einblick zu bekommen. Häufig sind diversen Lauf, Rad oder Triathlon Magazine eher plakativ als tief in die Materie hineinreichend und auch der sogenannte Fachhandel kann flächendekend nicht diese Qualität haben. Desweiteren empfehle ich dem interessierten Leser noch drei weitere Artikel in meinem Blog. Zum Einen ist der Vergleich Garmin SDM4 vs. Polar s3 Laufsensor sehr interessant und zum Anderen die Artikel "GPS - Kritische Auseinandersetzung im Hinblick auf die Nutzung im Sport" (noch in Arbeit!) und technischnischer Hintergrund (der Polar) Laufsensoren.
Versionen und Lieferumfang
Grundsätzlich sind sich die Produktpackungen beider Hersteller sehr ähnlich. Garmin bietet seinen Forerunner 310xt allerdings nur in drei versionen an. Als Grundpackung den Forerunner 310xt in Verbindung mit einem Ladegerät samt USB Ladekabel, sowie dem ANT+USB Stick zur Datenübertragung. Ein Brustgurt zur Herzfrequenzerfassung ist hier also nicht enthalten. Als zweite Version bietet Garmin den FR310xt zusammen mit dem Standard Pulsgurt und als dritte Version mit dem Premium (Textil) Brustgurt. Alles kompatiblen Sofwarelösungen, sprich Garmin Training Center und ANT+ Agent, stehen auf der Garmin Webseite zum kostenlosen Download, sowohl für Windows PCs, als auch für Macs bereit. Über das ebenfalls kostenlose Garmin Communicator Plug-In wird der Forerunner auch kompatibel zum kostenlosen WebService Garmin Connect.
Bei Polar gibt es ebenfalls eine Grundversion. Hier ist allerdings schon der Polar WearLink+ w.i.n.d. im Lieferumfang enthalten. Zudem kommt die RS800cx mit einem Polar IrDA USB Interface und der Polar ProTrainer 5 Software. Auf der Polar Webseite kann noch die kostenlose Polar WebLink Software heruntergeladen werden, die dem Laufcomputer eine Verbindung zum kostenlosen polarpersonaltrainer.com Webservice ermöglichen. Auf der Grundversion aufbauend gibt es noch die RS800cx run, welche zusätzlich den Polar s3 Laufsensor enthält und die RS800cx multi mit Polar G3 GPS Sensor. Für die Radfahrer ist die RS800cx bike erhältlich, welche zusammen mit einen Speedsensor w.i.n.d. geliefert wird. Zusätzlich gab es im Sommer 2009 zwei Sondermodelle RS800cx Master Edition welche in verbindung mit s3 Laufsensor, G3 GPS Sensor und dem Bike Speedsensor w.i.n.d. geliefert wurde. Die RS800cx ProTeamEdition richtete sich eher an die Rad fahrer und hatte abgesehen von der geänderten Optik und dem Bike Cadence Sensor w.i.n.d. den identischen Lieferumfang wie die RS800cx bike.
Die genauen Abmessungen und Gewichte beider Geräte und deren Sensoren findet Ihr in meinem Blogartikel "Erster Eindruck: Garmin Forerunner 310xt (vs. Polar RS800cx).
Garntie und Service als ein Teil des Lieferumfanges
Was für meine Sicht auch zum Lieferumfang gehört, ist die Herstellergarantie und der Service. Garmin schein seinen eigenen Geräten nicht wirklich zu trauen und gewehrt seine Herstellergarantie nur ein Jahr. Dank des deutschen Gewehrleistungsrechts, hat man selbstverständlich einen Anspruch gegenüber seinem Händler von zwei Jahren. Bei vermeintlichen Internetschnäppchen im Ausland, kann dies allerdings auch zu einem Boomerang werden. Polar scheint seinen Geräten mehr zuzutrauen und gewehrt zwei Jahre weltweite Herstellergarantie. Somit kann man bedenkenloser im Ausland zuschlagen und hat im Falle einer Händlerpleite auch einen Anspruch gegenüber dem Hersteller. Ich habe auch schon mit den Serviceabteilungen beider Hersteller zu tun gehabt. Sowohl innerhalb als auch außerhalb der Gewährleistungs- bzw. Garantiezeit. Innerhalb dieser Zeit tauscht Garmin wie auch Polar Geräte anstanslos aus. Ist die gesetzliche Pflicht abgelaufen, ersetzt Garmin die Geräte zwar auch noch komplett, verlangt dafür aber eine Reparaturpauschale im dreistelligen Bereich. Das habe ich selbst bei einem drei Jahre alten Garmin Edge305 erlebt. Hier war die Gummierung eines Knopfes durch die normale Nutzung durchgescheuert. Eine gebrochene Taste meiner S710i hat mir Polar hingegen nach sechs Jahren kostenlos ersetzt. Ein Anruf, freundliches Gespräch und zwei Tage später war die Taste in meinem Briefkasten.
Grundlegende Funktionen
Zunächst ist die Anzeige der Uhrzeit eine der grundlegensten Funktionen einer (Sport-) Uhr. Garmin scheint sein Gerät, auf Grund der Abmasse gar nicht für dem täglichen gebrauch entworfen zu haben, so dass auf eine Displayanzeige im "Stand-by" Modus komplett verzichtet wird. Polar hingegen spendiert seiner RS800cx nicht nur Uhrzeits-, Datums- und personalisierbare Logoanzeige, sondern packt sein Gerät in ein ansprechend designtes Gehäuse. So kann man diesen Trainingscomputer durchaus mal außerhalb des Trainings tragen.
Genauigkeit der Herzfrequenz
Eine weitaus wichtger Funktion hingegen ist die genaue Anzeige der Herzfrequenz. Die Hersteller werben gerne mit dem Begriff "EKG-genau". Ist dem wirklich so? Zumindest meine Polar Uhr samt WearLink+ Brustgurt habe ich schon bei der Leistungsmessung gegen ein EKG-Gerät antreten lassen. Mit Hilfe von Excel konnte ich beide Datenreihen vergleichen und hab hier nur minimale Unterschiede im Bereich von maximal zwei Schlägen pro Minute (bpm) feststellen können. Bei eine Puls von 200bpm liegt der Unterschied somit bei akzeptablen 1%. Den Forerunner konnte ich leider noch nicht bei einer Leistungsdiagnostik tragen, so dass ich Ihn hier nur mit der Polar RS800cx vergleichen kann. Allerdings waren auch hier die Unterschiede marginal und im Rahmen der Messungenauigkeit. Die Maximal- und Durchschnittswerte einer Einheit waren identisch oder hatten eien Abweichung von nur 1bpm. Deshalb habe ich auf eine genauere Betrachtung verzichtet.
Erweiterungsmöglichkeiten und externe Sensoren
Beide Systeme können durch externe Sensoren ergänzt werden. Da beim Forerunner 310xt der GPS Empfänger schon integriert ist, bietet Garmin lediglich einen äußerst kompakten SDM4 Laufsensor für die Erfassung der "Pace" sowie die Indoor Nutzungan und einen kombinierten Speed-/Trittfrequenzsensor für Fahrräder an. Zusätzlich versteht der garmin Leistungsmessgeräte von Drittanbietern wie SRM oder CycleOps. Auf die genauen Funktionen der Sensoren komme ich aber später in den jeweiligen Sportarten genauer zu sprechen. Auch kann der Forerunner 310xt z.B. mit der Tanita BC-1000 Körperwaage zum automatisierten erfassen und übertragen neun mehr oder weniger wichtiger Parameter kombiniert werden. Hierbei sind wohl Gewicht, Körperfettanteil oder Wasseranteil die wichtigsten. Momentan ist diese Waage aber nicht in Europa erhältlich und auf Nachfrage beim Importeur ist auch kein Einführungstermin zu erfahren.
Da die RS800cx von sich aus keine Geschwindigkeit oder zurückgelegte Distanzen ermitteln kann, bietet Polar eine ganze Reihe von Sensoren an. Jede gewünschte Funktion benötigt somit Ihren eigenen Sensor. Der Vorteil von diesem System ist der leichte&schlanke Armbandempfänger und dass man nur die zusätzlichen Sensoren "mitschleppen" muss, dessen Daten man auch wirklich braucht. Zudem halten fast alle Sensoren, abgesehen vom G3 GPS Sensor, und der RS800cx selbst mit einer Batterie jahrelang durch. Der Nachteil ist natürlich, dass man nicht alles kompakt in einem Gerät hat. Folgende Sensoren gibt es für die RS800cx. Zunächst den Polar G3 GPS Sensor, welche Geschwindigkeits- und Distanzmessung erlaubt, den Polar s3 Laufsensor, welcher beim Laufen wie der Garmin SDM4 Distanz, Geschwindigkeit und die Schrittfrequenz erfassen kann, sowie den Bike Speedsensor w.i.n.d. und Bike Trittfrequenzsensor w.i.n.d. Auch zu diesen Sensoren mehr in den jeweiligen Sportarten.
Aufzeichnungsmöglichkeiten und Speicherintervalle
Bei Polar kann man das Speicherintervall selber wählen. Hier besteht die Möglichkeit zwischen 1s, 2s, 5s, 15, oder 60s zu wählen. Abhängig von den gewählten Funktionen geht die verfügbare Speicherzeit von knapp über 4h bis maximal 4096 Stunden. Als Besonderheit bietet Polar die sogenannte Beat-to-Beat oder R-R Erfassung an. Hier wird zusätzlich zu den normalen Werten noch der zeitliche Abstand eines jeden Herzschlages zum vorhergehenden abgespeichert. Diese Funktion ist aber eher im wissenschaftlichen Bereich oder dem Spitzensport mit den entsprechenden Fachwissen sinnvoll. Garmin gibt hier keine Möglichkeit die Datenrate zu beeinflussen. In der Bedienungsanleitung findet man nur schwammig die Aussage "Bei der Aufzeichnung eines Trackpunktes alle vier Sekunden, kann der Forerunner ca. 20h ausführliche Messwerte aufzeichnen." In der Praxis konnte ich bei den ausgelesen Daten allerdings eher eine Speicherintervall von ca. 8sek feststellen.
Teil 1: Erhältliche Versionen und die grundlegenden Funktionen
Teil 2: Erweiterte Funktionen und die verschiedenen Softwarelösung
Teil 3: Verwendung beim Laufen, im Radsport oder in der Königsdiziplin Triathlon
Teil 4: Mein Fazit
GPS Navigation für Skihasen und auch alle anderen…
Satsports päsentiert den nach eigenen Angaben erste echtzeit Navigationslösung für Skifahrer, Snowboarder, Bergsteiger, Radfahrer, Läufer und auch Golfer. Ein Wettertaugliches GPS Navigationsgerät ist anfürsich nichts neues, allerdings bringt die hiesige Software das gerät auf einen neuen Level. Satsport verspricht den Sportlern echtzeit Navigation und GPS Tracking. Letzter können selbstverständlich am heimischen Computer mit einer kostenlosen PC Software ausgelesen und z.B. für Google Earth bereitgestellt werden. Das Satsports GPS ist ein wetterfestes Navigationsgerät mit einen 2,7" Touchscreen, 400MHz Samsung Prozessor und SiRFstar III Chipsatz geliefert wird. Zusätzlich kann der 256MG Speicher mit einer MicroSD Karte erweitert werden. Wer nicht gleich 310€ im Onlineshop von Satsports ausgeben möchte, kann die Software momentan noch kostenlos für sein Windows Mobile oder Andoid Handy herunterladen.
GPS Datenlogger CicloNAVIC 50 im Radcomputerformat
Nach Polar und Garmin zeigt auch Ciclosport ein Fahrradtacho mit GPS Funktionen. Das Einsteigergerät CicloNAVIC 50 ist im Prinzip ein einfacher Radtacho mit integriertem GPS Empfangsmodul. Dabei zeichnet das Gerät nicht nur die aktuelle Tour auf, sondern es ist vorab möglich, eine GPS Route auf das Gerät zu übertragen und anschließend nachzufahren. Mit der TrackBack Funktion kann man auch sozusagen einen Hinweg auf dem Gerät in einen Rückweg verwanden und sich so wieder zum Ausgangspunkt bringen lassen. Die Tourenplanung kann am heimischen PC zum Beispiel via Google Earth vorgenommen werden und per Kabel an den MiniUSB Anschluss des Tachos übertragen werden. So wird dieser übrigens auch geladen. Die gängigen Formate wie *.GPX und *.KML bzw. *.KML kann der CicloNAVIC 50 direkt verarbeiten. Ob er auch das Garmin *.TCR Format interpretieren kann, darüber schweigt sich Ciclosport noch aus. Hiermit könnte der CicloNAVIC 50 Nutzer auf millionen GPS Tracks der Garmin Connect Nutzergemeinde zurückgreifen. Und zudem würde sich das Gerät als günstiges Alternativgerät zu den deutlich teureren Garmin Edge Geräten anbieten. Der Speicher umfasst 99.999 Wegpunkte, was bei einem 1s Speicherintervall für z.B. 27 3/4 Stunden reicht. Durch die GPS Funktionalitäten fallen Speedsensor und Speichenmagnet weg und auch fürs Bergwandern oder Outdoor-Touren ist der CicloNAVIC 50 bestens gerüstet. Selbstverständlich funktioniert auch hier seine Trackingfunktion und der integrierte "GPS"-Kompass kann ebenfalls genutzt werden. Ein weiterer interessanter Aspekt von GPS Dattenlogger (auch im Allgemeinen) ist folgender: Im Urlaub kann man den Logger den ganzen Tag laufen lassen und einen GPS Track aufzeichnen lassen. Zu Hause angekommen kann man eine Software, wie z.B. Google Picasa oder Microsoft Pro Photo Tools hernehmen und den jeweiligen digitalen Bildern anhand Ihres "Zeitstempels" die entsprechende Geokoordinate aus dem GPS Track zuweisen. Auf diese Weise kann man recht einfach seine Bilder um die entsprechenden Aufnahmestandorte ergänzen. Dies ist auch mit dem hier vorgestellten CicloNAVIC 50 problemlos bewerkstelligt werden.
Der CicloNAVIC 50 soll pünktlich zur Radsaison 2010 für einen Listenpreis von 129,95€ zur Verfügung stehen.
Eine "Chromebombe" auf Microsoft? [Update 2]
Nach dem ersten Angriffen mit dem Google Chrome Webbrowser und dem Betriebssystem für Mobilgeräte Android dringt Google nun auch mit dem Chrome OS in den Bereich der Computerbetriebssysteme vor. Im offiziellen Google Blog erklärten Sundar Pichai, Google-Vizepräsident für Produkt-Management und Linus Upson, Engineering Director Geschwindigkeit, Sicherheit und Einfachheit zu den wichtigsten Zielen bei der Entwicklung des Betriebssystems. Dies soll vor allem durch die Einhaltung gängiger und zukünftiger Webstandards erreicht werden. Dies hat zum EInen den Vorteil, dass alle Anwendungen, welche schon heute im Browser funktionieren, auch für Chrome OS geeignet sind. Umgekehrt werden dann auch viele Anwendungen, welche für Chrome OS designed wurden auch in anderen Browsern funktionieren. Zunächst legt Google den Hauptaugenmerk auf Netbooks. Diese günstigen&portablen Geräte stellen trotz Wirtschaftskrise das einzige Marktsegment dar, welches noch hohe Wachstumszahlen aufweisen kann. Hierbei ist erfreulich, dass Google die besonders sparsamen und auch vergleichsweise günstigen ARM CPUs unterstützen wird. Dies liegt, ebenfalls wie beim Betriebssystem Android an den Linux Fundament. Dies wird bei vielen Linuxjüngern Freudeschreie auslösen und darauf hoffen, dass Linux nun in der breiten Masse ankommt. So können auch die klassischen Linux Distributionen auf eine wachsende Unterstützung der Hardwarehersteller hoffen. Intel ist zum Beispiel schon länger an dem Moblin Projekt beteiligt.
Trotz all der Euphorie, muss man zunächst aber auch etwas Skepsis haben. Das Chrome OS Betriebssystem wird zunächst nur für PC Hersteller interessant sein, welche hohe Stückzahlen aufweisen. So müssen alle Treiber und Softwarelösungen speziell angepasst werden. Sicherlich sind viele Grundlagen durch den auf "Linux" basierten Kern schon vorhanden, aber es bedarf auch der entsprechenden Unterstützung aller Soft- und Hardwarehersteller. So sehr man auch Microsoft Windows schimpfen mag, so einfach ist aber die Verwendung und Auswahl alternativer Soft- und Hardwarekomponenten. Auch sind viele Hard- oder Software Hersteller schon heute nicht in der Lage mehr als ein Betriebssystem zu unterstützen. Dies sieht man am Beispiel des bei Privatanwendern verbreiteten Mac OS X. Deshalb wird, wenn überhaupt, das Google Chrome OS zunächst einmal eine große Verbreitung in Schwellen- und Entwicklungsländern finden. In Industrienationen wie Deutschland wird es allenfalls seinen Platz auf mobilen Zweitgeräten für unterwegs oder den Urlaub finden. Bis es eine ernste Konkurrenz für Microsoft auch bei uns sein wird, wird es sicherlich noch Jahre dauern...
[Update:] Google hat in seinem offiziellen Chrome Weblog Unternehmen bekannt gegeben, welche bei Chrome OS mit dem Suchmaschinendienstleister kooperieren. Acer, Asus, Freescale, Hewlett-Packard, Lenovo, Qualcomm, Texas Instruments und Toshiba seien einige der Hardware-Partner, die Geräte entwickeln und bauen wollen. Auffällig ist, dass die Branchengröße Intel & Dell offenbar nicht zu diesem Kreise gehört. [/Update]
[Update 2:] Mittlerweile hat zumindest Intel Stellung bezogen und über einen Pressesprecher dem TG Daily mitgeteilt, dass man schon länger an den Planungen beteiligt sei. [/Update 2]
Erster Eindruck: Polar CS600x mit allem Zubehör
Knapp ein halbes Jahr nachdem RS800cx hat Polar sein Radsportcomputer CS600 um die GPS Funktionalitäten erweitert. Da ich sowohl vom CS600, als auch von den GPS Funktionen des RS800cx begeistert bin, war ein Upgrade auf den CS600x obligatorisch. Zumindest für mich, da ich aufm Rad eigentlich keine Uhr am Handgelenk oder Lenker haben will. Das Gehäuse ist von der Form identisch mit dem des CS600, allerdings ist es nun nicht mehr in einer Carbonoptik bedruckt, sondern in weiß, silber und anthrazit gehalten.

Die Hauptunterschiede des CS600x zum CS600:
- automatisches GPS-Geocaching sobald ein Polar G3 GPS Sensor verwendet wird
- Polar IrDA USB Interface im Lieferumfang
- Kann mit Hilfe des G3 GPS Sensors und einem “optionalen Armband” auch fürs Lauftraining mit Geschwindigkeits- und Distanzmessung verwendet werden
- Einführung des 2s Speicherintervall
- Verwendung von Bike SpeedSensor und G3 Sensor zur gleichen Zeit
- Anzeige der durchschnittlichen/maximalen Geschwindigkeit und Trittfrequenz
- Wieder Einführung der Trip Anzeige bzw. des Tageskilometerzählers
- Anzeige der Temperatur und Speicherung zu jeder Zwischenzeit
- Unterschiedliche Ansicht und Speicherung von "Laps" und "AutoLaps"
Die Hauptunterschiede des RS800cx zum CS600x:
- Möglichkeit verschiedene Einheiten miteinander zu kombinieren.
- Eingabe von bis zu drei Schuhen mit getrennten Kalibrierungsfaktoren
- Verwendung von S3 und G3 Sensor zur gleichen Zeit.
Die Hauptunterschiede des CS600x zum RS800cx:
- Kompatibel mit dem Polar Leistungsmesser w.i.n.d.
- Trittfrequenz kann rechts unten neben der Geschwindigkeit dargestellt werden

Folglich ist das neue Hauptargument für den CS600x, die GPS Routenaufzeichnung. Diese ist von der Funktionsweise identisch mit der Funktion des RS800cx. Die weiteren Neuerungen, wie das 2s Speicherintervall oder die Trennung des “Laps” und “AutoLaps” kann man als evolutionäre Weiterentwicklung ansehen. Bedienung und Menüstruktur ist, abgesehen von den neuen Funktionen, identisch mit dem CS600. Ist der CS600x, als auch der CS600 auch in Verbindung mit dem Polar Leistungsmesser ein hervorragendes Gerät, enttäuschen die Neuerungen in der Software ein wenig. Kurz gesagt, gibt es mit Version 5.35.161 nämlich keine. So kann zum Beispiel der aufgezeichnete Track in Google Earth nur nach der Herzfrequenz eingefärbt werden. Die Einfärbung nach Geschwindigkeit, Trittfrequenz oder Leistung ist leider noch nicht möglich. Auch gibt es zum momentanen Zeitpunkt keine Möglichkeit, “Ausreißer” bei den GPS Koordinaten zu korrigieren. Der Empfang des G3 GPS Sensors ist zwar exzellent, aber durch Unterführungen oder Tunnels kann es passieren, dass ein Trackpunkt 50m ab vom Schuss liegt.
Wer sich gerne die gesamte Aufzeichnung mit Google Earth selber anschauen möchte, bekommt unten eine GPS Beispieldatei im kmz Format:
Google Earth 5.0 taucht ab und fliegt zum Mars…
Google hat am heutigen Montag Version 5 seines Globetrotters Google Earth zum Download freigegeben. Die auffälligste Neuerung ist wohl, dass die “Google Earth Plus” Funktionen, wie zum Beispiel das direkte Auslesen diverser GPS Geräte nun auch mit der kostenlosen Version möglich ist. Deshalb entfällt auch mit Version 5 aus Google Earth Plus. Google Earth Pro, mit welcher auch das Erstellen von Videoanimationen oder komplizierten Landvermessungen möglich ist, wird es weiterhin geben.
Abgesehen von den oben genannten Veränderungen hat sich auch noch einiges Anderes getan. So kann man nun mit Google Earth auch in Richtung unseres roten Nachbarplaneten Mars abheben und Ihn mit gewohnten “terrestrischen” Navigationsmitteln erkunden.
Durch die virtuelle Wasseroberfläche taucht der Benutzer in die Ozeane dieser Welt ein und kann dabei den 3-dimensionalen Meeresgrund erforschen. Duzende Datenlayer, welche laut Google teilweise in Zusammenarbeit mit renommierten Meeresforschungsinstituten erstellt wurden, reichern das Meeresmodell mit interessanten Informationen an. Einige gut erforschte Regionen wie das Great Barrier Reef oder der Golf von Mexiko lassen sich mit Fotos, Videos und Artikeln der Wissenschaftler näher erforschen. Weitere Modelle zeigen Schiffswracks, geschützte Gebiete, die Folgen menschlichen Einflusses oder die Bewegungen von Meeresbewohner, welche mit Sendern ausgestattet durch die Meere schwimmen.
Als letzten wurde die Zeitleistenfunktion von Google Earth weiter aktualisiert. So kann man sich in Deutschland in bestimmten Regionen die Entwicklung der letzten zehn Jahre anzeigen lassen. In den USA soll sogar Bildmaterial hinzugefügt worden sein, welches bis ins Jahr 1946 zurückreicht. Einziger Wehrmutstropfen bis jetzt ist, dass Version 5 des googlischen Erdbetrachters noch den Stand einer Beta Version hat.




