Leistungsfähigere Hybridgrafik für Notebooks: Nvidia Optimus

Quelle: Nvidia Inc.
Der kalifornische Grafikspezialist Nvidia hat heute seine nächste Generation an Hybridgrafiklösungen für Notebooks vorgestellt. Die Nivida Optimus getaufte Technik soll das Spagat zwischen Grafikleistung und Akkulaufzeit wesentlich verbessern. Die vor eineinhalb Jahren eingeführten Grafikeinheiten, welche die Bildschirmausgabe zugunsten des Energieverbrauchs an die integrierte Grafiklösung übergeben können, haben bis heute einige Nachteile. So muss zum Beispiel der Benutzer manuell zwischen den Grafichips umschalten. Auch ist die technische Lösung seitens der Hersteller bisher nicht trivial, so dass die verschiedenen Grafikausgänge mittels elektrischer Multiplexer umgeschaltet und spezielle Treiber entwickelt werden mussten. Zudem kommt es auf Grund der Komplexität einige Augenblicke zu blinkenden oder teils schwarzem Bildschirmen.
Hiermit will Nvidia nun abschließen. Zunächst baut Optimus auf aktuelle Hardware vom Chipgiganten Intel auf. Hier wären zunächst die aktuellen Core i3/i5/i7 mit ihrer integrierten Grafikeinheit oder nahezu alle Core 2 Prozessoren mit GMA 4500MHD Chipsatzgrafik zu nennen. Für die aktuelle "Pine-Trail" Atom Plattform wird auf der Optimus-Technik die nächste Ion-Generation aufbauen. Auf der anderen Seite muss ein passender Nvidia GeForce Grafikchip der Serien 200M, 300M oder einer der neuen Fermi-Generation verbaut sein. Damit das flackerfreie Umschalten funktioniert, wird nicht mehr auf die anfangs erwähnten Multiplexer zurückgegriffen. Der externe Grafikchip ist nun über PCI Express direkt mit der integrierten Grafik verbunden. Ist die 3D-Grafikeinheit aktiv, so überträgt sie Ihre berechneten Bilder direkt in den Bildspeicher der integrierten Grafik, welche nun die tatsächliche Bildausgabe abwickelt. Die Übertragungsbandbreite von PCI Express reicht hierfür auch locker aus. Auch betont Nvidia, dass für das Kopieren der Bildschirminhalte von einer speziellen Funktionseinheit im 3D-Chip übernommen wird, so dass es zu keinen Performanceverlusten der 3D-Grafik kommen soll.
Auf der Softwareseite baut Nivida Optimus auf spezielle Möglichkeiten von Windows 7 auf. Diese bietet erstmals die Fähigkeit, mehr als einen Grafiktreiber gleichzeitig nutzen zu können. Entsprechend werden im Gerätemanager zwei Grafikeinheiten angezeigt, wobei die Logic der Nvidia Treiber automatisch beim jeweiligen Programmstart erkennt, ob die Anwendung einen schnelle Grafik benötigt und schaltet diese ggf. im Hintergrund zu. Hierfür wertet der Treiber auch grafikrelevante Funktionsaufrufe aus und vergleicht diese mit vordefinierten Profilen. Nvidia will die entsprechenden Profile über Online-Updates automatisch aktualisieren, damit auch neuere Programme problemlos erkannt werden.
Letztendlich bietet die neue Technik viele Möglichkeiten für alle Beteiligten. Der Nutzer bekommt eine hoffentlich gut funktionierenden Kompromiss aus Grafikleistung und Akkulaufzeit, die Notebook Hersteller einfachere und somit vielleicht auch günstigere Realisierungsmöglichkeiten im Bereich der Hybridgrafik und Nvidia kann sich über eine möglichst weite Verbreitung seiner Technik und somit auch Umsatzzuwächse freuen. Zuletzt bleibt auch abzuwarten, ob die Nivida Optimus auch bei Apple Einzug halten wird. Mit Sicherheit wird kein Mac das entsprechende Logo zieren, allerdings ist die aktuelle Prozessor- und Grafikleistung der MacBook Pros nicht mehr zeitgemäß. Wann und mit welcher diskreten Grafik bei Apple die Core i5/i7 Einzug halten bleibt spannend, denn mit Sicherheit hat auch AMD bei seinen mobilen Grafikchips einiges im Köcher...
Eine "Chromebombe" auf Microsoft? [Update 2]
Nach dem ersten Angriffen mit dem Google Chrome Webbrowser und dem Betriebssystem für Mobilgeräte Android dringt Google nun auch mit dem Chrome OS in den Bereich der Computerbetriebssysteme vor. Im offiziellen Google Blog erklärten Sundar Pichai, Google-Vizepräsident für Produkt-Management und Linus Upson, Engineering Director Geschwindigkeit, Sicherheit und Einfachheit zu den wichtigsten Zielen bei der Entwicklung des Betriebssystems. Dies soll vor allem durch die Einhaltung gängiger und zukünftiger Webstandards erreicht werden. Dies hat zum EInen den Vorteil, dass alle Anwendungen, welche schon heute im Browser funktionieren, auch für Chrome OS geeignet sind. Umgekehrt werden dann auch viele Anwendungen, welche für Chrome OS designed wurden auch in anderen Browsern funktionieren. Zunächst legt Google den Hauptaugenmerk auf Netbooks. Diese günstigen&portablen Geräte stellen trotz Wirtschaftskrise das einzige Marktsegment dar, welches noch hohe Wachstumszahlen aufweisen kann. Hierbei ist erfreulich, dass Google die besonders sparsamen und auch vergleichsweise günstigen ARM CPUs unterstützen wird. Dies liegt, ebenfalls wie beim Betriebssystem Android an den Linux Fundament. Dies wird bei vielen Linuxjüngern Freudeschreie auslösen und darauf hoffen, dass Linux nun in der breiten Masse ankommt. So können auch die klassischen Linux Distributionen auf eine wachsende Unterstützung der Hardwarehersteller hoffen. Intel ist zum Beispiel schon länger an dem Moblin Projekt beteiligt.
Trotz all der Euphorie, muss man zunächst aber auch etwas Skepsis haben. Das Chrome OS Betriebssystem wird zunächst nur für PC Hersteller interessant sein, welche hohe Stückzahlen aufweisen. So müssen alle Treiber und Softwarelösungen speziell angepasst werden. Sicherlich sind viele Grundlagen durch den auf "Linux" basierten Kern schon vorhanden, aber es bedarf auch der entsprechenden Unterstützung aller Soft- und Hardwarehersteller. So sehr man auch Microsoft Windows schimpfen mag, so einfach ist aber die Verwendung und Auswahl alternativer Soft- und Hardwarekomponenten. Auch sind viele Hard- oder Software Hersteller schon heute nicht in der Lage mehr als ein Betriebssystem zu unterstützen. Dies sieht man am Beispiel des bei Privatanwendern verbreiteten Mac OS X. Deshalb wird, wenn überhaupt, das Google Chrome OS zunächst einmal eine große Verbreitung in Schwellen- und Entwicklungsländern finden. In Industrienationen wie Deutschland wird es allenfalls seinen Platz auf mobilen Zweitgeräten für unterwegs oder den Urlaub finden. Bis es eine ernste Konkurrenz für Microsoft auch bei uns sein wird, wird es sicherlich noch Jahre dauern...
[Update:] Google hat in seinem offiziellen Chrome Weblog Unternehmen bekannt gegeben, welche bei Chrome OS mit dem Suchmaschinendienstleister kooperieren. Acer, Asus, Freescale, Hewlett-Packard, Lenovo, Qualcomm, Texas Instruments und Toshiba seien einige der Hardware-Partner, die Geräte entwickeln und bauen wollen. Auffällig ist, dass die Branchengröße Intel & Dell offenbar nicht zu diesem Kreise gehört. [/Update]
[Update 2:] Mittlerweile hat zumindest Intel Stellung bezogen und über einen Pressesprecher dem TG Daily mitgeteilt, dass man schon länger an den Planungen beteiligt sei. [/Update 2]
Neue iMacs bald erhältlich oder geht das Warten weiter?
Die Gerüchteküche über die kommende iMac Generation und eine Überarbeitung des seit April 2007 unveränderten Mac mini brodelt wieder fleißig. Zumindest ein Video über einen scheinbaren Mac mini Prototypen scheint etwas Licht ins dunkle zu bringen.
Sofern hier wirklich ein Prototyp und nicht ein Fake zu sehen ist, wird der neue Mac mini fünf USB, einen MiniDVI und einen MiniDisplayPort Anschlüsse verfügen. Über einen bald lieferbaren Adapter von BestBuy, könnten der Mac mini nun sogar an Fernseher, die über eine HDMI Schnittstelle verfügen, angeschlossen werden. Allerdings ohne Ton. Dieser muss extra herangeführt werden. Wie die neuen iMacs ausgestattet sein werden, ist bislang noch unklar. Auch ist weiß keiner, ob sie im bisherigen Gewannt oder im Design des neuen CINEMALCDs gehalten sein werden. Im technischer Hinsicht, scheint nur klar zu sein, dass die neuen iMacs Core 2 Duo im oberen Preissegment eventuell mit Core 2 Quad geliefert werden. Die neuen Core i7 gibt es momentan nur in energiehungrigen Versionen, deren Abwärme im schlanken iMac Gehäuse nicht unbedingt leicht abzuführen ist. Die “Nehalem” Mobilprozessoren und kompatible Chipsätze werden erst im Sommer erwartet. Unklarer scheint hingegen die verwendete Grafikkarte bzw. Chipsatz zu sein. Entsprechend der Vorgehensweise bei den mobilen Modellen MacBook (Air/Pro) liegt es Nahe, dass auch bei den Destopsystemen künftig nVidia Chipsätze und Grafikkarten Verwendung fänden. Dies würde zum Einen Entwicklungskosten weiter minimieren, da teilweise identische Technik verwendet werden würde und zum Anderen würde es eine “hybride” Nutzung von Chipsatz- und extrener der Garfikeinheit zulassen. So wäre im normalen Desktopbetrieb die Chipsatzgrafik für die Darstellung verantwortlich und die externe Grafikkarte würde wie beim MacBook Pro nur bei Bedarf aktiviert. Allerdings gibt es auch Hinweise, dass in der Vorabversion des Mac OS X 10.5.7 Updates anscheinend native Grafiktreiber für AMD/ATI HD 4800er Serie sowie für Intels Core i7 CPU enthalten sind. In wie fern das Real oder eine Fälschung ist, kann nur sehr schwer beurteilt werden.
Wenn auch noch nicht bei den aktuellen Geräten, aber langfristig wird die Auseinandersetzung zwischen Intel und nVidia auch oder besonders Apples Produktpolitik beeinflussen. Egal ob mit nVidia oder AMD/ATI Grafikkarten, so setzt Apple mit Mac OS X 10.6 “Snow Leopard” auf OpenCL und will diesen Standard, neben der verbesserten Multicore Unterstützung, tief ins Betriebssystem integrieren. Aber gerade die besseren Garfikfähigkeiten in Kombination mit OpenCL sind es, die Intel Bauchschmerzen bereiten. Machen Sie doch zum Einen die Gesamtperformance eines Computersystems noch CPU unabhängiger, als sie es heute ohnehin schon ist und zum Anderen bringt OpenCL für Apple wiederum doppelt Vorteile. So kann Apple die natürliche Zunahme der CPU Leistung mit einer zusätzlichen Leistungssteigerung durch OpenCL nutzen, um sich im Wettstreit mit dem quasi Betriebssystemmonopolisten aus Redmond weiter verbessern zu können. Durch die Patentschwierigkeiten von nVidia wird es eventuell keine Core i7 kompatiblen nVidia Chipsätze geben. Dies beeinflusst Apple dahingehend, dass Sie wieder auf Intel Chipsätze zurückgreifen müssten. Diese bestehen auf jeden Fall aus zwei Chips (North- und Southbridge) genannt und bieten vor allem im Mobilbereich keine OpenCL Unterstützung sowie keine möglichkeit “hybride” Grafiklösungen zu nutzen. Dieser Umstand ist bei Desktops verkraftbar, da dort ohnehin nVidia oder AMD/ATI Grafikkarten zum Einsatz kommen. Um diese nutzen zu können, müsste Apple entweder bei den aktuellen Core 2 Duo/Quad Prozessoren bleiben, oder sich das Prozessor, Chipsatz und Grafikkarten Portfolio von AMD/ATI anschauen. Zumal für 2010 der erste AMD Fusion Prozessor geplant ist.
Fazit:
Das Einzige, was tatsächlich sicher ist, ist dass über die neuen iMacs kräftig spekuliert wird. Häufig ist der Wunsch der jeweiligen Autoren die treibende Schreibkraft. Wirklich gesicherte Informationen gibt es keine so dass die Gerüchte nichts mit der Wirklichkeit zu tun haben und wir werden erst Gewissheit haben, wenn die neuen Geräte vorgestellt oder zumindest auf der Homepage präsentiert werden.
Intel vs. nVidia – Der Kampf um die Rechnerarchitektur der Zukunft?
Seit Ende letzten Jahres spitzt sich der Konflikt zwischen dem Chipgiganten Intel und dem Spezialisten für Mainboard- und Grafikchipsätzen kontinuierlich zu. Zum Einen “verbal” in der Auseinadersetzung um nVidias Ion Chipsatz und Grafikkartenkombination für günstige Netbooks oder Nettops und mittlerweile gerichtlich um zukünftige nVidia Chipsätze für Intels neue “Nehalem” Prozessorgeneration Core i7. Allerdings geht es in diesem Konflikt nicht nur um wirtschaftlichen Interessen zweier Unternehmen, sondern vielmehr um die Rechner- bzw. Softwarearchitektur der Zukunft.
Die Vergangenheit
Im Jahr 2004 als Intel die Leistungskrone in Ihrem Kerngeschäft an AMD verloren hatte, wurden Intel und nVidia zu Partnern. Sie tauschten gegenseitig Patente aus so dass Intel SLI (Verbund aus zwei oder mehr Grafikkarten) taugliche und nVidia Intel CPU kompatible Chipsätze entwickeln und vertreiben konnten. Dadurch erhoffte sich Intel einen höheren Absatz seiner auch als Heizlüfter bekannten Pentium IV Prozessoren, während sich für nVidia ein großer Absatzmarkt auftat.
Die Gegenwart
Mittlerweile ist aus dem für Intel Verhältnisse kleinen “David” nVidia noch kein Goliat geworden, doch knabbert nVidia mächtig an Intels Marktanteilen im Desktop und Notebook Segment. Konnte Intel ab dem Jahr 2003 mit dem Centrino Logoprogramm welches für eine CPU, Chipsatz und WLAN Karte von Intel stand, den größten Marktanteil für sich erobern und Konkurrenten wie AMD bei den CPUs, nVidia oder AMD/ATI bei den Chipsätzen oder Realtek bei Netzwerkkarten zurückdrängen. Allerdings hat man die Entwicklung der Grafikeinheiten, eventuell zugunsten der neuen “Nehalem” Prozessorarchitektur, und die Integration verschiedener Bauelemente wie North- und Southbridge in nur ein Bauteil verschlafen. So bietet nVidia und ATI mittlerweile Chipsätze mit integrierter Grafik an, die ein vielfaches an Grafikleistung erbringen. Zudem hat nVidia mit der 9000M G Familie einen Chipsatz geschaffen, der mit einem einzigen Bauteil auskommt. Dies bieten vor allem in der Herstellung aber auch beim Design Vorteile. So sinken die Ausschußraten bei der Produktion, weil man nun einen komplexen Chip weniger auflöten muss. Zudem sinkt die Platinenfläche, welches eine geringere Produktionskosten und/oder dünnere Notebookdesigns zulässt. Das wohl bekannteste Beispiel hierfür ist das MacBook Air der zweiten Generation. Durch den Umstieg auf nVidia Hardware soll sich die Grafikleistung, laut Apple, nahezu vervierfacht haben. Was bei High-End Subnotebooks begann, soll sich laut nVidia auch auf Netbooks, Nettops und All-in-one-PCs übertragen lassen. Deshalb schwelt hier schon der nächste Konflikt. So hat nVidia eine neue Chipsatzplattform für günstige Rechner namens Ion präsentiert. Dies passt dem Prozessorgiganten aus zwei Gründen nicht, da die “beschnittene” 4-5 Jahre alte Grafikeinheit der “Atom” Baureihe das Hauptabgrenzungsmerkmal zu Leistungsfähigeren Rechnern z.B. der Centrino2 Reihe ist. Somit würde die Verwendung des Ion Chipsatzes nicht nur Intels Absätze bei den “Atom Chipsatz” 945GSE oder GN40 verringern, sondern würde zudem die Absatzzahlen der Netbooks auf Kosten der margenstarken Centrino-Klasse hochtreiben. Hier hat Intel aber noch ein Ass im Ärmel, die Atom CPUs mangels entsprechender AMD oder Via Konkurrenz, einfach weiterhin nur in Paket mit entsprechendem Chipsatz zu verkaufen. Es ist aber sehr wahrscheinlich, dass dies die Wettbewerbshüter auf den Plan rufen würde.
Die Zukunft – Ein Ausblick
Mittlerweile hat Intel die Leistungskrone bei Prozessoren AMD entrissen und AMD kann seine Prozessoren fast nur nur noch über den Preis verkaufen. Die SLI Patente hat Intel durch die Vereinbarungen von 2004 ebenfalls “im Sack” und nVidia ist ein ernsthafter Konkurrent geworden, welche Intel gerne loswerden würde. Da passt es gut, dass das Lizenzaustauschprogramm mit nVidia sich nicht auf “tiefgreifende” technologische Neuerungen beziehen soll. Laut Intel ist dies, mit der Verlegung des Speichercontrollers direkt auf das Die des CPUs geschehen. Für nVidia ist dies selbstverständlich nichts Neues, da der Speichercontroller bei AMD schon seit Jahren in der CPU integriert ist und nVidia genauso lange schon entsprechende Chipsätze liefert.
Auch könnten die Vorstellungen beider Branchengrößen über die zukünftigen Rechnerarchitektur nicht anders aussehen. Während Intel sein Visionen rund um die CPU und mehreren Duzend Cores, also Kernen, ausmalt, stellt sich nVidia die Auslagerung von Rechenoperationen von der CPU an die Grafikkarte vor. So hat heutzutage eine Grafikkarte der Oberklasse schon ein mehrfaches der Rechenleistung eines High-End CPUs. nVidia gehört hinter Apple zu der treibenden Kraft bezüglich OpenCL. Dies ist ein von mehreren Branchengrößen erarbeiteter Standard, der letztlich OpenCL schon auf der Ebene des Betriebssystem integrieren soll. Hierdurch würde bei identischer CPU nicht nur die Performance entscheidend verbessert werden, sondern es soll Softwareentwicklern erleichtert werden Ihrer Programme mit Hilfen von OpenCL zu optimieren. Ob das Konzept von Intel, mehr Cores und nach der Integration des Speichercontrollers die Integration eines Grafikprozessors in die CPU erfolgsversprechender ist, werden erst Benchmarks einsatzfähiger Systeme zeigen. So sollen, laut Roadmap 2010, erste “Larrabee” CPU-GPU Kombiprozessoren erhältlich sein. Wie hoch die Grafikleistung dieser Systeme sein wird, wissen momentan höchstens die beteiligten Intel Ingenieure oder Manager…
Asus Eee Box mit Grafikkarte und HDMI Anschluss
Nach nur mäßigem Erfolg überarbeitet der Computerhersteller Asus seine relativ neue Eee Box Reihe. Es werden zwei besser ausgestattete Modelle der Eee Box auf den Markt kommen. Zum Einen die Eee Box B204, welche zusätzlich einen HDMI-Ausgang und eine Bluetooth-Verbindung anbietet. Zudem ist für kurze Stromausfälle auch ein Akku integriert. Die andere Version hört auf den Namen Asus Eee Box B206 und verfügt ebenfalls über einen HDMI-Ausgang. Zudem ist dieses Modell mit einer zusätzlichen Software ausgestattet, um High-Definition-Material wiedergeben zu können. Um das HD-Material flüssig darstellen zu können, verfügt sowohl der B204 als auch der B206 Kompaktrechner über eine eigene Grafikkarte. Asus verbaut eine ATI Radeon HD3400 mit 256MB Grafikspeicher. Für den HDMI Ausgang wird allerdings der DVI Ausgang geopftert, so dass Monitore über einen Adapter angeschlossen werden müssen.
Beim Betriebssytem kommt das bewährte Windows XP in der Version für "LowEnd PCs" zum Einsatz. Hierdurch kann der Arbeitsspeicher, laut Microsofts Lizenzbedingungen, nur maximal 1GB betragen. Die Festplattengröße soll 160GB an Daten fassen können. Erfreulich ist, dass sowohl das kompakte "1 Liter" Gehäuse, als auch die niedrige Energieaufnahme beibehalten werden wird. Das Netzteil soll sogar etwas knapper und somit effizienter dimensioniert sein. Welchen Atom Prozessor diese Geräte verwenden werden, ist indes unklar, aber die gleichbleibende Energieaufnahme deutet auf einen Intel Atom N270 mit 1,6GHz Taktfrequenz hin. Preise, genaue Details sowie der Starttermin stehen leider noch nicht fest und werden wohl erst nach dem "Weihnachtsgeschäft" bekanntgegeben werden.
IDF'08: Von Core i7, Atomen und jeder Menge Flash
Auf dem Intel Developer Forum hat der Branchenriese Produktinforamtionen und Roadmaps für 2009 vorgestellt. Drei schon länger bekannte Projekt materalisieren sich nun bald in greifbaren Produkten. Die bis jetzt unter dem Codenamen Nehalem entwickelte CPU Architektur wird unter dem Namen Core i7 die Core2Duo CPUs ablösen. Allerdings hat Intel zum Start der neuen Prozessorplattform nicht viel mehr als Namen, Logos etc. verraten. Gerade bei der Taktfrequenz hielt sich Intel bedeckt. Man munkelt aber von bis zu 3,2GHz pro Kern. Dementgegen steht der L3-Cache von bis 8MB schon fest. Auch wird der neue Prozessor in einer neuen Fassung LGA1366 inkl. neuen Kühleraufnahmen gefertigt. Der Core i7 kann der mit dem neuen, aber von AMD Prozessoren schon bekannten, integriertem Speicherinterface bis zu 24GB DDR3 RAM ansprechen. Eine Unterstützung von DDR2 RAM wird es hingegen nicht geben. Weitere Verbesserungen sind SSE 4.2 sowie der Hypertransport Bus 3.1.
Die in im Netbooks überaus erfolgreiche Atom Plattform bekommt Zuwachs durch einen Dual-Core Atom. Der aus zwei Silverthrone Dices zusammengesetzte Atom 330 soll deshalb genau doppelt soviel Energie verbrauchen wie der Single-Core Atom 230. Nämlich 8 statt 4 Watt. Deshalb ist der Dual-Dore Atom auch eher für Nettops sowie diverse Homeserver Lösungen interessant und, laut Intel, nicht für Leistungsfähigere Netbooks vorgesehen. Schließlich will Intel keine billig Konkurrenz für die Celeron Dual-Core Prozessoren aus eigenem Hause.
Auch steht nun der Markteintritt von Intel in den Markt mit Flashmassenspeichern bevor. Die aus der Kooperation mit STM Microelectronics produzierten Flash MLC-Bausteine werden im Herbst In drei verschiedenen SSDs (Solide State Disks) auf den Markt kommen. Die X25-M sowie X18-M sind für den Desktop und Notebook Markt eingeplant und fassen 80 bzw. 160GB an Daten sowie eine 64 bzw. 32GB Version für den Servermarkt. Die normalen "Platten" werden eine maximale Transferrate beim Lesen von 250GB/s und beim Schreiben von bis zu 70GB/s erreichen. Die "Serverplatten" werden noch etwas darüber liegen und mit bis zu 35.000 verschiedenen Leseoperationen ausführen können. Zudem kommen bei den Intel SSDs die aktuelle SATA II (genau 2.6) inklusive NCQ (Native Command Queuing) zum Einsatz. Die ursprünglich für konventionelle Festplatten gedachte Technik sortiert Lese und Schreibanfragen, damit der eigentliche Lese- und Schreibkopf einer Festplatte nicht so häufig auf den Platten hin und her springen muss. Da SSDs keine solchen mechanischen Teile haben, kommt der Vorteil des NCQ durch einen anderen Effekt zum Tragen. Die "normale" Speicherzellengröße bei SSDs beträgt zwei oder vier kByte. Löschoperationen können aber nur die gesamte "Zelle" der Größe zwischen 256 bis 512kB löschen. So muss häufig innerhalb der SSD umsortiert und Daten umgelagert werden, damit keine Daten verloren gehen. Hier greift NCQ ein, so dass weniger Verschiebungsvorgänge nötig und somit schnellere Transferraten möglich sind. Laut Intel liegt die mittlere Energieaufnahme unter Volllast bei 150mA und im Leerlauf bei ca. 80mA. Der Temperaturbereich ist zwischen 0 und 70°C angegeben.
AMD & Intel und das leidige Thema mit dem Ungeziefer!
Das auch die größten Hersteller in der Halbleiter Industrie Qualitätsprobleme in der Entwicklung haben, zeigen die neuesten Berichte über Bugs in Computer Prozessoren, die zu verfäschten Ergebnissen und somit, schlimmstenfalles zu Abstürtzen des System führen können. Das Problem bei den neuesten AMD Phenom Vierkern Prozessoren, liegt im L3-Cache über den die einzelnen Kerne miteinander kommunizieren. Laut einem Post von Elsie Wahlig iauf der AMD x86/x64 Linux Seite ist unter bestimmten Umständen der Übergang von Wert 0 auf 1 der Accessed- und Dirty-Bits von Translation Table Einträgen im L2-TLB nicht atomar. Während eines kurzen Zeitfensters können andere Cache-Operationen dazu führen, dass ungültige Zwischenschritte im L3-TLB landen. Die bisher einzige umgehungsmöglichkeit des Bugs ist die deaktivierung der TLB Funktion. Dieses Vorgehen kostet aber, den ohnehin im Vergleich zu den Intel Core 2 Quads, recht langsamen AMD Phenomprozessoren weitere 10% an Rechenleistung.
Aber nicht nur AMD hat Qualitätsprobleme. Auch bei den neuen in 45-Nanometer Prozessoren von Intel kommt es, laut Gerüchten, zu Problemen mit dem FSB1333. Dieses Problem soll zur weiteren Auslieferungsverzögerung der neuen Intel Quad Core Desktop Prozessoren führen. Diese waren wohl für Januar 2008 vorgesehen und sollen nun erst im Verlauf des ersten Quartal 2008 erscheinen.
AMD vs. Intel: Von Drillingen, zwei Zwillingen und echten Vierlingen
Nachdem Intel schon fast ein Jahr mit seinen Quadcore Prozessoren am Markt ist, zieht AMD nun mit den ersten vierkern Opteron im Serverbereich nach. Im Gegensatz zu den Intelprozessoren, die eigentlich aus zwei zusammengesetzte Core 2 Duo Kernen bestehen, handelt es sich bei den AMD Flagschiffen um echte Vierkerne. Einhergehend mit der Umstellung auf vier Kerne erhalten die neuen Prozessoren einen deutlich größeren L3-Cache Speicher und das vom K8 erweiterte K10 Stepping zur besseren Kommunikation der Kerne untereinander. Um die Ausbeute bei der Produktion zu verbessern, verdichten sich Gerüchte, um AMD Dreikern Prozessoren. Sollte wärend der Produktion ein Kern einen Mangel oder Fehler aufweisen, wird dieser deaktiviert und als Phenom Triple-Core auf den Markt landen. So will AMD am Anfang die Lücke zwischen günstigeren Doppelkernen und leistungstarken, aber teuren, x4 CPUs füllen. Laut AMD sollen die ersten Barcelona Vierkerne noch gegen Ende 2007 Einzug in den für Privatanwender interessanten Desktopberich halten. Allerdings werden am Anfang die teuren CPUs nur für "Gamer" oder "Videoschneider" relevant sein. Denn mit üblichen Aufgaben, wie Office, DVD- oder Musikwiedergabe sowie Internet langweilen sich die CPUs schon seit langem. Aber zur Freude aller Konsumenten bedeutet dies einen weiteren Preisverfall bei den Prozessoren. Ganz gleich ob diese einen, zwei oder vier Kerne besitzen...