EuroBike: Neue Leistungsmesssysteme in Form von Saxonar Power2Max, S_Synce iCycloPower und Polar / Look P5 Sensoren [Update 2]
Nachdem vor etwas über einem Jahr wichtige Patente vom Marktführer SRM im Bereich der Leistungsmessung ausgelaufen sind, kommt so langsam Bewegung in diesen Markt. Nach “Quarq” setzt nun auch Saxonar auf das bewerte Konzept der Dehn-Messstreifen im Bereich des Kurbelsternes. Polar & Look, aber auch O_Synce, gehen aber mit Ihren pedalbasierten Konzepten völlig neue Wege. Dabei bieten diese, neben der Leistung und Trittfrequenz, teilweise weitere nützliche Messwerte. Während Polar & Look Ihre Messelektronik in die Pedalachse integrieren, geht O_Synce noch einen Schtitt näher an die Füße des Athleten heran, da die Messelektronik in das jeweilige Pedal selbst integriert wird. Ob und wenn ja welches System das Hält, was es verspricht bleibt abzuwarten. Aber die Chancen stehen gut, dass sich im Preis-Leistungsverhältnis gegenüber dem "Monolplisten" SRM etwas tut.
Kommen wir zunächst einmal zum “Platzhirsch” unter den drei Newcomern. Dies ist zweifelsohne das P5 genannte System von Polar und Look. Jeweils in der hohlen Pedalachse sitzen acht Dehn-Messstreifen. Grundsätzlich geht diese Technik, so der Look Geschäftsführer Thierry Fournier auf der EuroBike, auf eigene Labormessanordnung zur Pedalentwicklung aus dem Jahre 2000 zurück. Diese wurden 2003 teilweise auch patentiert. Da die Elektronik größtenteils in der Pedalachse untergebracht ist, unterscheidet es sich ansonsten kaum zum normalen Kéo Pedal, lässt alle sämtliche gewohnten Montagepositionen der Schuhplatten zu und ist, hinsichtlich der Haltbarkeit, ebenfalls dreifach gelagert und doppelt gedichtet. Der Polar P5 Sensor wird mit Hilfe eines Steckers auf der Innenseite in die Pedalachse gesteckt. Hierin befindet sich jeweils eine Batterie zur Stromversorgung und die entsprechende Elektronik zur Leistungsberechnung und Datenübertragung zum Trainingscomputer. [Update:] Am linken Pedalsensor schaltet man den P5 Sensor mit Hilfe eines großflächigen Druckknopfes ein. Zudem wählt man dort die entsprechende Kurbellänge von 170, 172,5, 175 oder 177,5mm aus. Vor jedem Training führt jedes Pedal selbstständig eine ca. zwei Sekudnen dauernde Kalibrierung selbstständig durch. [/Update] Die Batterielaufzeit soll bei täglicher Benutzung ca. fünf Monate betragen. Das nun wichtigste ist aber die Leistungsmessung. Diese soll mit einer Genauigkeit von +/- 2% bestimmt werden. Zusätzlich kann das Polar Look Power Pedal die Leistungsverteilung der Beine ermitteln. Dieser Wert wird häufig auch “Rechts-Links Balance” genannt. Ebenfalls wird die Trittfrequenz an den kompatiblen Trainingscomputer übertragen. Aktuell ist der Polar CS500, CS600x und dessen Vorgänger CS600 kompatibel. Das Gewicht des Sensors liegt bei ca. 20g pro Pedalseite. Ein weiterer Vorteil des Systems ist, dass es schnell zwischen verschiedenen Rädern gewechselt werden kann. Hierfür benötigt man lediglich den entsprechenden Maulschlüssel um das Pedal lösen zu können. Insgesamt soll das Gewicht bei ca. 448g für beide Look Kéo Pedale samt Schuhplatten, Befestigungsschrauben und zweier P5 Sensoren liegen. Dies wären 118g mehr als für einen vergleichbares Look Kéo Pedalsystem mit 330g.
Der Polar P5 Sensor und das Look Kéo Power Pedal soll ab Frühjahr 2011 für ca. 1500 - 1800€ erhältlich sein. Auch ist momentan nur ein Pedalmodell vorgesehen und entsprechend wird es vorerst keine MTB-Version geben. Leider war weder am Look noch am Polar Stand ein funktionstüchtiges System ausgestellt. Lediglich “Prototypen” konnte man "anfassen".
Alle weiteren genauen technischen Daten finden sich im offiziellen Datenblatt.
Die zweite, ebenfalls außergewöhnliche Neuheit, ist der Leistungssensor Power2Max von Saxonar. Im Gegensatz zum Polar & Look P5 setzt der Power2Max allerdings auf eine Kombination aus vier Dehn-Messstreifen, einem Beschleunigungs- und einem Temperatursensor. Die Macher, es war der Geschäftsführer, sein Partner und leitender Ingenieur in Personalunion vor Ort, setzen bei Ihrem Konzept auf einen Leistungssensor für die breite Masse. Sprich Alles in Allem, also mit passender Kurbel und entsprechenden Trainingscomputer sollte der Power2Max unter der 1000€ Marke bleiben, ohne dabei auf wichtige Merkmale wie Genauigkeit oder Haltbarkeit zu verzichten. Sprich bei Saxonar hat man den Leistungssensor so ausgelegt, dass er, eine kompatible Kurbel vorausgesetzt, selbst mit einfachem Werkzeug montiert werden kann. Alle wichtigen Serviceleistungen, durch die komplett vergossene Konstruktion ist nur ein Batteriewechsel nötig, kann jeder Kunde ebenfalls selber durchführen. Der Sensor ist kompatibel zum ANT+ Standard. Der Segen mit vielen kompatiblen Geräten auf der einen Seite wird allerdings auch teuer "erkauft". Zwar werden somit die Daten in 250ms Intervallen auf die Sekunde gerundet übertragen, doch könnte theoretisch der Sensor auch das Drehmoment (Torque) ermitteln und übertragen. Das gleiche gilt für eine manuelle Kalibrierung/Validierung, welche wie bei SRM z.B. mittels Prüfgewicht möglich wäre. Diese Möglichkeit bietet das ANT+ Format ebenfalls nicht. Letzere ist aber dank der automatischen Kalibrierung im Leerlauf beziehungsweise mittels der integrierten Logic bei anhaltendem pedalieren entbehrlich. Zusätzlich zur aktuellen Leistung wird die Trittfrequenz ebenfalls und erfasst und an den ANT+ kompatiblen Radtacho übertragen.
Die ausgestellten Geräte waren, dem augenschein nach, serienreif und auch das bereitgestellte Testrad lässt definitiv Großes erwarten. Selbst die Verpackung ist schon fertig. Auf Grund der anziehenden Wirtschaft ist das einzige Problem für Saxonar die entsprechenden elektronischen Bauteile zeitnah zu organisieren. Da die Sachsen zunächst eher kleine Kunden sind, lässt der ein oder andere Hersteller sie mit Lieferzeiten von mehreren Monaten hängen. Ziel ist und bleiben aber auf jeden Fall die ersten Power2Max Sensoren den Kunden unter den Weihnachtsbaum zu legen.
Die “letzte” Neuvorstellung war der iCycloPower aus dem Hause O_Synce. Die weinheimer Ingenieure hatten ein Prototypenträger aufgestellt, welcher direkt an einen PC angeschlossen war. Hier konnte man die diversen Kräfte auf die Pedalachse visualisieren. Das Pedal stammt von taiwanesischen Hersteller Wellgo, welcher vorallem als großen OEM Hersteller bekannt ist. Es sind verschiedene Versionen welche mit den aktuellen Pedalsystemen, kompatiblen sein sollen angedacht. Der Status des Projekts ist nach dem Nachweis der prinzipiellen Tauglichkeit nun auf die Entwicklung eines entsprechenden funktionsfähigen Prototypen fortgeschritten. Die Übertragung vom Pedal zum “Gehirn”, einer kleinen Rechen- und Übertragungseinheit unterm Flaschenhalter, zum Tacho funktioniert ebenso, wie das Pedal samt integriertem Batteriefach selbst. Nun gilt es das Pedal im Labor und in der harten Realität ausgiebig zu Testen und zu verbessern. [Update 2:] Im Gegensatz zum oben beschriebenen Polar & Look Pedal, misst das iCycloPower Pedal die auftretende Kraft nicht in der Pedalachse, sondern direkt im Pedalkörper selbst. Prinzipiell ist man daher auf der einen Seite noch ein Tick näher an der Krafteinleitung dran, also eventuell genauer und auf der anderen Seite auch unabhängiger vom gewählten Pedalsystem und der Schuplattengeometrie. [/Update] Bei O_Synce ist man zuversichtlich ein fertiges Produkt im späten Frühjahr oder Sommer 2011 den gewillten Kunden anbieten zu können. Hier werde ich ebenfalls wie bei Power2Max mit den Entwicklern in Verbindung bleiben um in meinem Blog weiter aktuell berichten zu können.
Google MyTrack App liefert Echtzeitdaten der Tour de France
Interessante Neuigkeiten für die Tour de France Berichterstattung. Das Profiradteam HTC - Columbia und der Internetriese Google haben mit der Unterstützung des Smartphonehersteller HTC und Markführers für Leistungsmesssystem SRM eine Kooperation für die Tour de France 2010 vorgestellt. Ziel ist es für "Tour de France-Fans" und alle anderen Radsportbegeisterten die Livedaten der HTC - Columbia Fahrer in Echtzeit zugänglich zu machen. Damit rücken alle Fans vor dem TV Gerät noch ein Stück näher ans Renngeschehen heran. Aufbauend auf der MyTracks App für Android werden die Zuschauer in der Lage sein, alle aktuellen Daten der verwendeten SRM Systeme, wie zum Beispiel Herzfrequenz, Geschwindigkeit oder Leistung, sehen zu können. Diese Daten werden zusätzlich mit weiteren Angeboten wie Maps oder Google Earth des Internetprimus kombiniert. Hierfür haben die Technikexperten des Titelsponsor HTC sehr eng mit dem Radsportspezialisten SRM und den Softwareentwicklern von Google Android zusammengearbeitet. Herausgekommen ist eine spezielle, mit Android 2.1 und HTC Sense ausgestattetes HTC Legend, welches sämtliche Renn- und GPS Daten sammelt und per Mobilfunkdatenverbindung an die Google Server überträgt. Hierbei läuft eine aktualisierte MyTracks App, welche über Bluetooth oder ANT+ von entsprechenden Sensoren am Rad und/oder Fahrer Daten empfangen kann. Die verbesserte MyTracks App soll schon bald für alle interessierten User erhältlich sein. Einzig die Frage, wie ANT+ Sensoren angebunden werden können ist noch offen, da es noch kein Smartphone mit integriertem ANT+ Empfänger gibt. Vielleicht wird es hierfür einen entsprechenden Adapter mit universällem MicroUSB Anschluss zum nachrüsten geben.
Google wird die Daten nicht nur über seine MyTracks App Webseite bereitstellen, sondern auch für alle anderen interessierten Entwickler oder Blogger eine Schnittstelle bieten. So wird jeder diese Daten entsprechend Googles API Richtlinien in seine eigene Webseite oder Service einbinden können. Google ermuntert sogar alle Interessierten ausdrücklich.
Mittlerweile hat Google eine spezielle Webseite für die Team HTC - Culumbia Livedaten bereitgestellt. Diese findet Ihr hier:
http://www.google.com/intl/de/landing/mytrackstour/index.html
Suunto stellt Movescount.com Webservice vor…
Nachdem polarpersonaltrainer.com und den Garmin Connect Webservice stellt nun auch Suunto einen eigenen Webservice namens movescount.com vor. Momentan ist der Dienst nur in englischer Sprache verfügbar und hat deswegen noch den Status "Beta". Da er aber schon seit längerer Zeit in einer geschlossenen Testphase, auch von erfahrenen Nutzern ausgetestet werden konnte, ist der Dienst weitestgehend ausgereift. Der Service ist zunächst kostenfrei und kann auch ohne Suunto Produkt verwendet werden. Mit den kompatiblen Suunto Herzfrequenzmessern t3, t4, t6, M4, M5, x9i, x9mi, x10, x10m und MemoryBelt kann man allerdings seine aufgezeichneten Daten mittels der MovesLink Software automatisch an die Suunto Server übertragen. Erfreulicher Wiese steht diese Software nicht nur Windows, sondern auch Mac Usern zur Verfügung, so dass nun die wichtigsten beiden Betriebssysteme gleichberechtigt sind. Auch muss zum Zeitpunkt des Auslesens keine Onlineverbindung bestehen, sondern von der Uhr zum Computer übertragene Einheiten können auch zu einem späteren Zeitpunkt an movescount.com übertragen werden. Je nachdem wann wieder eine Verbindung zum Internet besteht. Auch können alte Daten aus dem Suunto Trainings Manager oder dessen "Lite" version mittels des darin enthaltenen MovesConverter in den neuen Webdienst integriert werden.
Movescount selbst bietet gegenüber den etablierten Lösungen einige Neuerungen bzw. Detailverbesserungen. Augenscheinlich haben sich die Suunto Entwickler einen Trainingstagebuch, einen Trackmanager für GPS-Daten und Facebook zum Vorbild genommen und so die wünsche der User vereint. Flickr.com, YouTube.com oder Facebook Integration wird von Anfang an geboten. Auch bietet der Webservice selbst viele Facebook ähnelnde Möglichkeiten, wie einem öffentlichen Profil, Kommentare, (Trainings-)Gruppen oder auch Fans.
Der Trainingstagebuchbereich gliedert sich in das "Scoreboard", welches eine zentrale Übersicht bietet, "Moves" welches die einzelnen Daten einer Trainingseinheit darstellt und "My Moves - Summery" welche eine einfache zusammengefasste Darstellungung vorher ausgewählter Trainingseinheiten bzw. Trainingszeiträume ermöglicht. Als letztes kann man sogenannte Routen erstellen und diese den eigenen Moves zuordnen. Durch die Communityfunktionen kann man seine Moves und Routen auch anderen Nutzern zugänglich machen. Ebenfalls in den Bereich der Community-Features fallen die schon vorher erwähnten Gruppen und "Fans". Erstere sind als virtuelle Trainingsgruppen zu verstehen. Hier kann man sich entsprechende "Ranglisten" anzeigen lassen, wer zum Beispiel die meisten Trainingsstunden in den letzten Wochen absolviert hat. Abgerundet wird die gemeinschaft von diversen Kommentierungsmöglichkeiten innerhalb von Gruppen oder Moves anderer Benutzer.
Erster Eindruck: Garmin Edge 500
Kurz vor Weihnachten hat Garmin mit der Auslieferung seines neuen Radcomputers Edge 500 bekonnen. Nun hat mich allerdings sozusagen ein verspätetes Weihnachtsgeschenk erreicht. Im Paket des "einfachen" Edges, welcher im übrigen 57g wiegt, sind zwei Lenkerhalterungen und wie ansonsten üblich ein USB Kabel, ein Ladegerät mit zusätzlichen Adaptern für Euro, UK und USA dabei. Zudem ist die Bedienungsanleitung und eine Installlations-CD für die Garmin Softwarelösungen in der Packung. Genrell ist der Edge aber mit dem kombinierten DSC10 Geschwindigkeits- und Trittfrequenzmesser, dem Garmin ANT+ kompatiblen Herzfrequenzgurt und allen ANT+ kompatiblen Leistungsmessern à la SRM oder CycleOps einsetzbar.
Bei der Montage fällt zunächst die neue, deutlich bessere Lenker bzw. Vorbauhalterung auf. In diese wird, wie bei eigentlich allen anderen Radtachos auch, der Edge eingesteckt und per 90° Drehung arretiert. Das ist also nicht nur einfacher, sondern der Edge sitzt wesentlich flacher auf dem Lenker oder dem Vorbau auf. Stabil befestigt wird die Halterung jeweils über zwei stabile Gummis. Auch ist die Unterseite der Plastikhalterung mir einem passendem Gummi unterlegbar damit die Halterung nicht verrutscht. Nachteil ist natürlich, dass eventuell vorhandene Halterung der Vorgängergeräte nicht mehr weiterbenutzt werden können.
Das Menü ist sehr übersichtlich und schnell zugänglich. Allenfalls als Manko empfinde ich es das die Start- und Laptaste nicht intuitiv auf der Oberseite sonder etwas schwerer erreichbar auf der rechten Seite angebracht sind. Auch ist ein kabelloses Auslesen der Trainingseinheiten, wie vom Edge 705 oder Forerunner 310xt gewohnt nicht möglich, so dass zum Auslesen jedes mal die Gummiabdeckung "abgefriemelt" werden muss. Allerdings reicht Garmin das Auslesen über seinen optional erhältlichen ANT+ USB Stick noch mit einem Firmwareupdate vielleicht nach.
Eine genauere Beschreibung muss ich aus Zeitgründen an dieser Stelle schuldig bleiben, doch werde ich den Artikel "Der Test: Garmin Edge 500" noch vor Saisonbeginn nachreichen. Auch wird der Vergleich zum Polar CS600x und dem brandneuen Polar CS500 sehr interessant werden.
Der Test: Garmin Forerunner 310xt vs. Polar RS800cx
Wie angekündigt kommt hier nun mein Test oder eher Vergleich der beiden aktuellen Topgeräte aus dem Hause Garmin bzw. Polar. Eigentlich wollte ich den Test, zügiger durchziehen, doch hat mich zum Einen eine in Anspruchnahme der Garmin 310xt Herstellergarantie und zum Anderen der große Funktionsumfang beider Geräte mehr Einarbeitungszeit gekostet, als ursprünglich gedacht. Meinen Vergleich habe ich, der Übersichtlichkeit wegen, in drei Abschnitte und ein Fazit unterteilt. Mit Sicherheit sind diese Ausführungen hier kritisier- und vor allem diskutierbar, allerdings will ich hiermit unentschlossenen Interessenten beider Geräte die Möglichkeit geben, einen tieferen Einblick zu bekommen. Häufig sind diversen Lauf, Rad oder Triathlon Magazine eher plakativ als tief in die Materie hineinreichend und auch der sogenannte Fachhandel kann flächendekend nicht diese Qualität haben. Desweiteren empfehle ich dem interessierten Leser noch drei weitere Artikel in meinem Blog. Zum Einen ist der Vergleich Garmin SDM4 vs. Polar s3 Laufsensor sehr interessant und zum Anderen die Artikel "GPS - Kritische Auseinandersetzung im Hinblick auf die Nutzung im Sport" (noch in Arbeit!) und technischnischer Hintergrund (der Polar) Laufsensoren.
Versionen und Lieferumfang
Grundsätzlich sind sich die Produktpackungen beider Hersteller sehr ähnlich. Garmin bietet seinen Forerunner 310xt allerdings nur in drei versionen an. Als Grundpackung den Forerunner 310xt in Verbindung mit einem Ladegerät samt USB Ladekabel, sowie dem ANT+USB Stick zur Datenübertragung. Ein Brustgurt zur Herzfrequenzerfassung ist hier also nicht enthalten. Als zweite Version bietet Garmin den FR310xt zusammen mit dem Standard Pulsgurt und als dritte Version mit dem Premium (Textil) Brustgurt. Alles kompatiblen Sofwarelösungen, sprich Garmin Training Center und ANT+ Agent, stehen auf der Garmin Webseite zum kostenlosen Download, sowohl für Windows PCs, als auch für Macs bereit. Über das ebenfalls kostenlose Garmin Communicator Plug-In wird der Forerunner auch kompatibel zum kostenlosen WebService Garmin Connect.
Bei Polar gibt es ebenfalls eine Grundversion. Hier ist allerdings schon der Polar WearLink+ w.i.n.d. im Lieferumfang enthalten. Zudem kommt die RS800cx mit einem Polar IrDA USB Interface und der Polar ProTrainer 5 Software. Auf der Polar Webseite kann noch die kostenlose Polar WebLink Software heruntergeladen werden, die dem Laufcomputer eine Verbindung zum kostenlosen polarpersonaltrainer.com Webservice ermöglichen. Auf der Grundversion aufbauend gibt es noch die RS800cx run, welche zusätzlich den Polar s3 Laufsensor enthält und die RS800cx multi mit Polar G3 GPS Sensor. Für die Radfahrer ist die RS800cx bike erhältlich, welche zusammen mit einen Speedsensor w.i.n.d. geliefert wird. Zusätzlich gab es im Sommer 2009 zwei Sondermodelle RS800cx Master Edition welche in verbindung mit s3 Laufsensor, G3 GPS Sensor und dem Bike Speedsensor w.i.n.d. geliefert wurde. Die RS800cx ProTeamEdition richtete sich eher an die Rad fahrer und hatte abgesehen von der geänderten Optik und dem Bike Cadence Sensor w.i.n.d. den identischen Lieferumfang wie die RS800cx bike.
Die genauen Abmessungen und Gewichte beider Geräte und deren Sensoren findet Ihr in meinem Blogartikel "Erster Eindruck: Garmin Forerunner 310xt (vs. Polar RS800cx).
Garntie und Service als ein Teil des Lieferumfanges
Was für meine Sicht auch zum Lieferumfang gehört, ist die Herstellergarantie und der Service. Garmin schein seinen eigenen Geräten nicht wirklich zu trauen und gewehrt seine Herstellergarantie nur ein Jahr. Dank des deutschen Gewehrleistungsrechts, hat man selbstverständlich einen Anspruch gegenüber seinem Händler von zwei Jahren. Bei vermeintlichen Internetschnäppchen im Ausland, kann dies allerdings auch zu einem Boomerang werden. Polar scheint seinen Geräten mehr zuzutrauen und gewehrt zwei Jahre weltweite Herstellergarantie. Somit kann man bedenkenloser im Ausland zuschlagen und hat im Falle einer Händlerpleite auch einen Anspruch gegenüber dem Hersteller. Ich habe auch schon mit den Serviceabteilungen beider Hersteller zu tun gehabt. Sowohl innerhalb als auch außerhalb der Gewährleistungs- bzw. Garantiezeit. Innerhalb dieser Zeit tauscht Garmin wie auch Polar Geräte anstanslos aus. Ist die gesetzliche Pflicht abgelaufen, ersetzt Garmin die Geräte zwar auch noch komplett, verlangt dafür aber eine Reparaturpauschale im dreistelligen Bereich. Das habe ich selbst bei einem drei Jahre alten Garmin Edge305 erlebt. Hier war die Gummierung eines Knopfes durch die normale Nutzung durchgescheuert. Eine gebrochene Taste meiner S710i hat mir Polar hingegen nach sechs Jahren kostenlos ersetzt. Ein Anruf, freundliches Gespräch und zwei Tage später war die Taste in meinem Briefkasten.
Grundlegende Funktionen
Zunächst ist die Anzeige der Uhrzeit eine der grundlegensten Funktionen einer (Sport-) Uhr. Garmin scheint sein Gerät, auf Grund der Abmasse gar nicht für dem täglichen gebrauch entworfen zu haben, so dass auf eine Displayanzeige im "Stand-by" Modus komplett verzichtet wird. Polar hingegen spendiert seiner RS800cx nicht nur Uhrzeits-, Datums- und personalisierbare Logoanzeige, sondern packt sein Gerät in ein ansprechend designtes Gehäuse. So kann man diesen Trainingscomputer durchaus mal außerhalb des Trainings tragen.
Genauigkeit der Herzfrequenz
Eine weitaus wichtger Funktion hingegen ist die genaue Anzeige der Herzfrequenz. Die Hersteller werben gerne mit dem Begriff "EKG-genau". Ist dem wirklich so? Zumindest meine Polar Uhr samt WearLink+ Brustgurt habe ich schon bei der Leistungsmessung gegen ein EKG-Gerät antreten lassen. Mit Hilfe von Excel konnte ich beide Datenreihen vergleichen und hab hier nur minimale Unterschiede im Bereich von maximal zwei Schlägen pro Minute (bpm) feststellen können. Bei eine Puls von 200bpm liegt der Unterschied somit bei akzeptablen 1%. Den Forerunner konnte ich leider noch nicht bei einer Leistungsdiagnostik tragen, so dass ich Ihn hier nur mit der Polar RS800cx vergleichen kann. Allerdings waren auch hier die Unterschiede marginal und im Rahmen der Messungenauigkeit. Die Maximal- und Durchschnittswerte einer Einheit waren identisch oder hatten eien Abweichung von nur 1bpm. Deshalb habe ich auf eine genauere Betrachtung verzichtet.
Erweiterungsmöglichkeiten und externe Sensoren
Beide Systeme können durch externe Sensoren ergänzt werden. Da beim Forerunner 310xt der GPS Empfänger schon integriert ist, bietet Garmin lediglich einen äußerst kompakten SDM4 Laufsensor für die Erfassung der "Pace" sowie die Indoor Nutzungan und einen kombinierten Speed-/Trittfrequenzsensor für Fahrräder an. Zusätzlich versteht der garmin Leistungsmessgeräte von Drittanbietern wie SRM oder CycleOps. Auf die genauen Funktionen der Sensoren komme ich aber später in den jeweiligen Sportarten genauer zu sprechen. Auch kann der Forerunner 310xt z.B. mit der Tanita BC-1000 Körperwaage zum automatisierten erfassen und übertragen neun mehr oder weniger wichtiger Parameter kombiniert werden. Hierbei sind wohl Gewicht, Körperfettanteil oder Wasseranteil die wichtigsten. Momentan ist diese Waage aber nicht in Europa erhältlich und auf Nachfrage beim Importeur ist auch kein Einführungstermin zu erfahren.
Da die RS800cx von sich aus keine Geschwindigkeit oder zurückgelegte Distanzen ermitteln kann, bietet Polar eine ganze Reihe von Sensoren an. Jede gewünschte Funktion benötigt somit Ihren eigenen Sensor. Der Vorteil von diesem System ist der leichte&schlanke Armbandempfänger und dass man nur die zusätzlichen Sensoren "mitschleppen" muss, dessen Daten man auch wirklich braucht. Zudem halten fast alle Sensoren, abgesehen vom G3 GPS Sensor, und der RS800cx selbst mit einer Batterie jahrelang durch. Der Nachteil ist natürlich, dass man nicht alles kompakt in einem Gerät hat. Folgende Sensoren gibt es für die RS800cx. Zunächst den Polar G3 GPS Sensor, welche Geschwindigkeits- und Distanzmessung erlaubt, den Polar s3 Laufsensor, welcher beim Laufen wie der Garmin SDM4 Distanz, Geschwindigkeit und die Schrittfrequenz erfassen kann, sowie den Bike Speedsensor w.i.n.d. und Bike Trittfrequenzsensor w.i.n.d. Auch zu diesen Sensoren mehr in den jeweiligen Sportarten.
Aufzeichnungsmöglichkeiten und Speicherintervalle
Bei Polar kann man das Speicherintervall selber wählen. Hier besteht die Möglichkeit zwischen 1s, 2s, 5s, 15, oder 60s zu wählen. Abhängig von den gewählten Funktionen geht die verfügbare Speicherzeit von knapp über 4h bis maximal 4096 Stunden. Als Besonderheit bietet Polar die sogenannte Beat-to-Beat oder R-R Erfassung an. Hier wird zusätzlich zu den normalen Werten noch der zeitliche Abstand eines jeden Herzschlages zum vorhergehenden abgespeichert. Diese Funktion ist aber eher im wissenschaftlichen Bereich oder dem Spitzensport mit den entsprechenden Fachwissen sinnvoll. Garmin gibt hier keine Möglichkeit die Datenrate zu beeinflussen. In der Bedienungsanleitung findet man nur schwammig die Aussage "Bei der Aufzeichnung eines Trackpunktes alle vier Sekunden, kann der Forerunner ca. 20h ausführliche Messwerte aufzeichnen." In der Praxis konnte ich bei den ausgelesen Daten allerdings eher eine Speicherintervall von ca. 8sek feststellen.
Teil 1: Erhältliche Versionen und die grundlegenden Funktionen
Teil 2: Erweiterte Funktionen und die verschiedenen Softwarelösung
Teil 3: Verwendung beim Laufen, im Radsport oder in der Königsdiziplin Triathlon
Teil 4: Mein Fazit
EuroBike: Garmin mit neuem Edge 500 Radcomputer
Nicht nur Polar, sondern auch Garmin hat einen neuen Radcomputer auf die EuroBike mitgebracht. Der Edge 500 ist allerdings kein neues Navigations- und Trainingsgerät wie der Edge 705, sondern eher ein aufs wesentliche verbesserter Edge 305. Im großen und ganzen bietet er auch die gleichen Funktionen wie der Edge 305, bloß bei geringeren Abmessungen. Vom Edge 705 hat der Neue allerdings die ANT+Sport Sensorkompatibilität geerbt, so dass er auch mit dem Premium Brustgurt, dem GSC10 als kombinierter Speed- und Trittfrequenzsensor und entsprechenden Leistungsmessern von z.B. SRM oder CycleOps kompatibel ist. Der auf der EuroBike ausgestellte Edge 500 war nur etwas größer als ein Zippo Feuerzeug und dabei deutlich kleiner als eine Zigarettenschachtel. Um genau zu sein, ist er 4,8 x 6,9 x 2,2cm groß, hat ein Display mit den Abmessungen 3,0 x 3,7 cm und ein Gewicht von knapp 57g. Der Edge 705 wiegt mit 105g fast das Doppelte. Trotzdem bringt der Edge 500, wie auch der 305 oder 705er auch einen barometrischen Höhensensor mit Thermometer mit. Die Akkulaufzeit soll laut Garmin 15 Stunden betragen. Wie groß der Speicher ist und wie viele Stunden Aufzeichnung abgespeichert werden können, darüber schweigt Garmin noch. Allerdings ist der rundenspeicher mit 1000 Runden großzügig angelegt. Der Garmin Edge 500 arbeitet sowohl mit dem Garmin Trainings Center, als auch mit dem kostenlosen Garmin Connect Webservice zusammen. Auch liegt die für die Datenübertragung benötigte Software sowohl in einer Mac, als auch in einer Windows Version vor.
Der Garmin Edge 500 soll Ende 2009 für 229€ über die Ladentheke gehen. Zu einem Preis von 299€ erhält man zusätzlich einen Herzfrequenz-Gurt und dem Speed&Trittfrequenzsensor GSC10 als "Edge 500 Bundle".
EuroBike: Polar mit neuem CS500 Radcomputer und FT7 bzw. FT4 Fitnesscomputern
Wie es schon in der Gerüchteküche brodelte, so hat Polar den neuen CS500 Radcomputer auf der EuroBike 2009 vorgestellt. Auf Basis der bekannten CS-Modelle bietet der neue Radcomputer aber viele innovative Ansätze. Angefangen beim Display, so wurde der CS500 um das Diplay herum gebaut. Es ist wirklich groß und gut ablesbar. Als nächstes fungiert die Halterung am Tacho nicht nur Aufklippmöglichkeit, sondern auch als kleine Wippe. An den Seiten sind keine Knöpfe mehr angebracht, sondern diese befinden sich auf der Rückseite des Gerätes. Drückt man nun auf die linke oder rechte Gehäuseseite, so kippt der Tacho leicht und hierdurch wird der eigentliche Tastendruck ausgelöst. Auf der EuroBike waren Vorseriengeräte mit einwandfreier Funktion ausgestellt. Selbst mit dicken Handschuhen wird man das Gerät einwandfrei bedienen können. Als weitere Neuerung bietet der CS500 eine Erinnerungsfunktion zur rechtzeitigen Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme. Auch die Datenübertragung hat Polar überarbeitet und der neue DataLink USB Stick kann den CS500 auch aus mehreren Metern Entfernung auslesen. Ein Manko hat das neue Designhighlight allerdings. Der CS500 wird nicht mit Polar ProTrainer 5 Software kompatibel sein, sondern kann seine Daten nur noch an den kostenlosen polarpersonaltrainer.com Webservice übertragen. Dafür soll dies dann auch erstmals nicht nur von einem Windows Rechner, sondern auch direkt vom Mac aus funktionieren.
Hier die Offiziellen angaben von Polar zum CS500:
Leistungssteigerung garantiert!
Neben den bewährten Polar Funktionen wie z.B. der Polar OwnZone bietet der CS500 folgende Innovationen:
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Mit den revolutionären Rocker Switch Kippschaltern kann die Display-Ansicht schnell und einfach gewechselt werden
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Das große, übersichtliche Display stellt eine Vielzahl radspezifischer Daten dar
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Durch Kombination aus Herzfrequenz- und Geschwindigkeitsmessung trägt der CS500 zu einer Leistungssteigerung bei
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Er misst den Anstieg und das Gefälle sowie die Höhe während der Fahrt und ermittelt Trainingsbelastung und die benötigte Regenerationszeit
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Innovative Erinnerungsfunktion für eine rechtzeitige Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme
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Möglichkeit bis zu 3 Räder zu verwenden
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Absolut störungsfreie W.I.N.D. Übertragungstechnologie im 2,4GHz Bereich
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Schnelle und unkomplizierte Datenübertragung in den Kostenlosen Web-Service polarpersonaltrainer.com mit dem neuen Polar DataLink

Der CS500 wird mit dem Textilsender WearLink+ W.I.N.D., dem Geschwindigkeitsmesser W.I.N.D., sowie der neuen Dual Lock Radhalterung geliefert.
Im Produktset CS500cad ist zusätzlich der Trittfrequenzmesser W.I.N.D. enthalten. Als Accesoire kann zudem, außer weiteren Geschwindigkeitssensoren W.I.N.D. oder Trittfrequenzsensoren W.I.N.D., auch der Kraft-Leistungsmesser W.I.N.D. kombiniert werden.
Der CS500 ist ab März 2010 lieferbar. In der Grundversion soll er 239,90€ und mit Trittfrequenzsensor 279.90€ Kosten. Der Polar DataLink USB Adapter soll für 49,90€ erhältlich sein.
Als weitere Neuheit hat Polar zwei neue Fitnessmodelle im unteren Mittelklassebereich zur Eurobike mitgebracht. Das erfreuliche ist, dass diese Geräte im Oktober pünktlich zum Weihnachtsgeschaft in den Regalen stehen werden. Die mit 79.95€ veranschlagte FT4 und mit 99,95€ ausgepreiste FT7 kommen in einem hochwertigen Metallgehäuse und "lasergraviertem" Kunststoffarmband. Auch können die Batterien sowohl im Empfänger als auch im Textilsender WearLink+ coded selbstständig gewechselt werden.
Hier die wichtigsten Funktionen der FT4:
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OwnEnergyPointer – ermittelt schnell und einfach auf Basis der Herzfrequenz-Variabilität die persönliche Schwelle zwischen Fettverbrennungs- und Fitnesstraining und zeigt diese während des Trainings an
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OwnCode® codierte Übertragung
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OwnCal® Kalorienverbrauchsmessung
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Menüführung in Deutsch
Die Polar FT7 ist zusätzlich über das als Accesoire erhältliche FlowLink Interface mit der kostenlosen Web-Service polarpersonaltrainer.com kompatibel.
EuroBike: Polar mit neuem CS500 Radtacho [Update]
In bald zwei Wochen öffnen sich die Pforten der EuroBike 2009 in Friedrichshafen. Viele Neuheiten, wie die neue Ultergra 6700 Gruppe von Shimano, sind schon vorab veröffentlicht worden. Diesen Luxus leisten sich aber eher nur die großen und bekannten Hersteller. Auch Polar nutzt die EuroBike um wieder ein neues Produkt vorstellen zu können. Den Polar CS500, welcher unter dem Motto “Performance & Sience” steht. Vorab sind noch nicht allzu viele Details bekannt. Nur soviel steht schon fest. Zum Einen ist er allein durch die Produktbezeichnung unter dem aktuellen Flaggschiff CS600x angesiedelt und zum Anderen ist er, im Gegensatz zum CS400, mit den Polar w.i.n.d. Sensoren kompatibel. Deshalb bietet alle Möglichkeiten der Geschwindigkeits-, Trittfrequenz und Leistungsmessung. Beim Design rückt Polar von der "Wassertropfen-Optik" der bisherigen CS-Serie ab und lehnt sich eher an Apples iPhone Silhouette an. Dies bedeutet ein großes Display und neue “Rocker Switch” Knöpfe an den Seiten. Bei letzterem handelt es sich um neuartige Kippschalter, welche eine einfache Bedienung ermöglichen sollen. Wann und zu welchem Preis der CS500 im Handel erhältlich ist, bleibt wohl bis zum Start der EuroBike ein Geheimnis von Polar.
[Update:]
Der CS500 soll ab März 2010 in Verbindung mit einem WearLink+ w.i.n.d. und einem Speedsensor w.i.n.d. für 239€ in den Regalen eures Polar Fachhändlers stehen.
[/Update]

Erster Eindruck: Garmin Foreruner 310xt (vs. RS800cx)
[Update] Einen ausführlichen Vergleich "Garmin Forerunner 310xt vs. Polar RS800cx" findet Ihr hier! [/Update]
Seit Ende Juli ist der neue Garmin Forerunner 310xt bei Amazon und allen anderen Garmin Fachhändlern auch mit neuem Premium Brustgurt lieferbar. Kurz vorher habe ich auch mein Exemplar in einem unscheinbaren Paket erhalten. Zudem habe ich ja schon seit einigen Wochen den nagelneuen Mini Laufsensor SDM4 im Test. Mehr dazu aber demnächst in einem ausführlichen Test. Die Verpackung ist garmintypisch in blau/schwarz gehalten.
Der Brustgurt erinnert sehr an den Polar WearLink der ersten Generation und wie schon der aktuelle Garmin Laufsensor dem Nike+iPod Sensor von den Dimensionen her nachempfunden ist, ist die Sendeeinheit des Garmin Premium Gurtes mit dem Polar WearLink so identisch, dass er in die Polar WearLink+ Gurt (2.Gen) passt. Eine kurzer Test funktionierte problemlos, so dass unter der Hand auch der wesentlich bequemere Polargurt verwendet werden kann. Ob auch eine Verwendung mit den Polar kompatiblen Adidas oder Nalini Trägerhosen nicht nur mechanisch funktioniert, kann ich leider nicht sagen. Auch bleibt abzuwarten, ob der Garmin Sender im Polar Brustgurt dauerhaft fehlerfrei seinen Dienst verrichtet.
Im direkten Vergleich fällt der Garmin Forerunner 310xt zunächst einmal durch seine deutlich größeren Dimensionen und auch fast doppelt so schweren Gewicht auf. Zunächst empfindet man dies als störend, aber zumindest im Training gewöhnt man sich schnell. Allerdings ziehe ich aus diesem Grund im Wettkampf auf jeden Fall die RS800cx dem Forerunner vor. Der neue Laufsensor wiegt exakt soviel, wie ein Timing Chip von Mika. Da hat auf jeden Fall Garmin die Nase vorne. Leider geht dies im kalibrierten Zustand auf Kosten der Genauigkeit, da hier bei meinen ersten Test die Abweichungen bei ca. –4 bis -5% lagen. Der ungefähr dreimal so schwere Polar s3 Laufsensor erreicht kalibriert eine Genauigkeit von ca. –2 bis –3%.
|
Physikalische Eigenschaften |
Garmin Forerunner 310xt |
Polar RS800cx |
|
Abmessungen des Gerätes |
5,4x5,6x1,9cm |
4,6x5,0x1,5cm |
|
Abmessungen des Displays |
3,3x2,0cm |
2,5x2,3cm |
|
Gewicht des Gerätes |
73g |
46g |
|
Gewicht Herzfrequenzsender |
15g |
23g |
|
Gewicht Brustgurt |
30g |
39g |
|
Gewicht Brustgurt (nass) * |
41g (+36,7%) |
56g (+43,6%) |
|
Gewicht Laufsensor |
7g (SMD4) |
23g (s3) |
|
Gewicht Schuhclip |
2g |
5g |
|
Gewicht GPS Sensor |
- |
83g (incl. Batterie) |
|
Gewicht Oberarmgurt |
- |
27g |
|
Gewicht Oberarmgurt (nass) * |
- |
38g (+40,7%) |
*) Nach 5min im kalten Wasserbad und anschließend 5min “abtropfen” lassen.
Nach meinem Garmin Edge 305 und (kurzzeitig) den Edge 705 ist das nun mein mittlerweile drittes Gerät von Garmin. Im Vergleich zu Polar bin ich besonders auf die motivierende Wirkung des “Virtuellen Partners”, die Genauigkeit in Verbindung mit dem Foot-Pod, Kompatibilität mit einem SRM Leistungsmesser (Radsport) der versprochen einfachen Triathlon Verwendung und dem Zusammenspiel mit meinem Mac gespannt. Mittlerweile bin ich mit dem 310xt gut 120km gelaufen und bin insbesondere vom Virtuellen Partner und vom “Vibrationsalarm” begeistert. Gerade letzterer ist für “iPod-Hörer” sehr interessant, da es AutoLaps oder Phasenwechsel ohne Signalton, sondern mit einem vibrieren am Handgelenk signalisiert. Auch die Genauigkeit liegt im Rahmen dessen, was ich vom s3 Laufsensor und dem Polar G3 GPS Sensor gewohnt bin. bei ca. +/- 2 bis 3%. Auch an das “Handling am linken Arm gewöhnt man sich – zumindest im Training. Allerdings werden sich wohl nur die Wenigsten den Luxus zweier solcher High-End Geräte für Training und Wettkampf leisten zu könne oder wollen. Wo viel Licht ist, gibt es leider auch immer Schatten. So auch beim 310xt. Leider kommt in Verbindung mit dem Laufsensor die GPS Aufzeichnung aus dem Tritt. Zwar wird die (Gesamt-) Distanz ebenso wie die aktuelle Pace (min/km) noch genau angezeigt und gespeichert, aber die aufgezeichneten GPS-Tracks sind mit großen Abweichungen völlig inakzeptabel. Hierfür habe ich zwar Garmin kontaktiert, aber eine Antwort bzw. Lösung steht noch aus. Wie sich der 310xt beim Radtraining schlägt, z.B. Trikotflattern oder Genauigkeit, werde ich nun in den nächsten Wochen gegenüber der RS800cx mit Radsensor testen. Auch werde ich eine genaue Statistik über meine Laufstrecken erheben und hier veröffentlichen.

























