Erste Infos zu Office:Mac 2011
Auf der Macworld hat Microsoft erste Details zur 2011er Version seiner Bürosuite Office:Mac angekündigt, welche Ende dieses Jahres in die Läden kommen soll. Mit Hilfe neuer Teamfunktionen sollen mehrere Personen, egal ob von einem Mac oder PC aus gleichzeitig an Word-, Excel- und PowerPoint-Dateien arbeiten können. Dabei zeigt die neue Funktion "Presence Everywhere" innerhalb der Anwendung an, wer gerade am Dokument arbeitet. Die Integration der Office Web Apps erlaubt es, Dokumente im Web zu speichern, um diese unterwegs auch im Webbrowser des Mobiltelefons bearbeiten oder anderen Nutzern zugänglich machen zu können.
Statt die von der Windows Version gewöhnten Ribbons zu übernehmen, haben sich die beteiligten Entwickler sich für ein eigenständiges Design entschieden, welches aus der Elements Gallery von Office:Mac 2008 hervorgeht und bewährte Teile des klassischen Mac-Menüs sowie der Standard-Toolbar vereint. Gleichzeitig hat man die Bedienung auch an die aktuelle Office-Version 2007 für Windows angepasst, um den vielen Mac-Usern, die auch einen PC nutzen, die Arbeit zu erleichtern.
Aus dem bisherigen Email und PIM Client Entourage wird in der 2011er Version Outlook. Laut Microsoft wurde das Programm auf Grundlage von Cocoa vollständig neu entwickelt und unterstützt das Exchange-Web-Services-Protokoll, wodurch sich Outlook besser als das aktuelle Entourage in Mac OS integrieren soll. Zudem erlaubt die Import-Funktion PST-Dateien so dass E-Mails, Kontakte und sonstige Daten von der Windows-Version sehr einfach übernommen werden können. Der dateibasierte Speicher soll die Spotlight-Suche und Backups mit Hilfe von Time Machine ebenfalls ermöglichen.
Office:Mac 2011 soll im vierten Quartal 2011 erscheinen. Über Preise schweigt sich microsoft bisher aus, sie werden aber wohl im Bereich der aktuellen Version liegen.
Microsoft Office 2010 geht in die Beta Phase
Zu Beginn der Microsofts Professional Developers Conference 2009 hat Microsoft eine Beta der für Mitte 2010 erwarteten neuen Office Suite zu Verfügung gestellt. Interessierte können sich auf der eigens dafür eingerichteten Webseite bewerben. Wer zunächst einmal mehr Informationen über Office 2010 erfahren möchte, kann sich auf der Seite neuen Produktseite informieren. Die Änderungen sind so zahlreich, dass ich Sie hier nicht weiter Aufzählen möchte. Eine Top-10 Liste der Neuerungen findet man ohnehin auf der Microsoft Office 2010 Webseite. Mir ist allerdings vor allem die schnellere Startzeit in Vergleich zum Office 2007 und die Umstellung von Office Outlook 2010 auf die sogenannten "Ribbons" aufgefallen. Zudem sind die Onlinefunktionalitäten von Office Web Apps weiter integriert worden, um wohl hier Google Docs und Apple auf Augenhöhe begegnen zu können.
Für Netbooks: Windows 7 von einem USB Stick installieren
Microsoft hat ein überaus nützliches Tool für die Installation von Windows 7 bereitgestellt. Mit dem Windows 7 USB/DVD Download Tool, kann man ein Windows 7 Installationspaket auf einem USB Stick bootfähig machen. Als Voraussetzung benötigt man, außer einem min. 4GB großen USB-Stick, ein Windows 7 Installationspaket im ISO-Format. Eigentlich ist das Tool dazu gedacht, DVD-Images aus dem Microsoft Online-Store entweder auf den USB Stick oder auch mit Hilfe eines DVD-Brenners auf eine handelsübliche DVD zu bringen. Sollte man eine normale Windows 7 DVD aus einer Systembuilder- oder Retailverpackung haben, so kann man sich einfach mit Hilfe eines Brennprogrammes wie Nero 9 - Free Edition oder ImgBurn. Hat man nun das ISO Image vorliegen, so startet man das Windows 7 USB/DVD Download Tool und folgt einfach den Anweisungen. Die vier Schritte sind einfach nachzuvollziehen und schnell durchgeführt. Allenfalls die Möglichkeit "DVD" um eine DVD zu brennen oder "USB" um einen Windows 7 Boot-USB Stick zu erstellen, wären für ganz ungeübte Technik-Genies erwähnenswert. Um die Windows 7 Installation ggf. per USB Stick starten zu können, muss man noch die entsprechende Möglichkeit im Bios aktivieren bzw. beim Systemstart auswählen. Weitererde Vorteile USB-Sticks sind, dass Treiber einfach manuell integriert werden können, die insgesamt schnellere Installation und für diejenigen, welche mehrere Rechner "Updaten" wollen, einfacher Handhabung.
Neue Virtualisierungslösungen für Windows 7
Microsoft und der Platzhirsch VMware haben pünktlich zum Start von Windows 7 Ihre Virtualisierer erneuert. Microsoft hat speziell für die eher im Business Bereich angesiedelten Windows 7 Ultimate, Enterprise und Professional den Windows XP Mode entwickelt. Hierbei handelt es sich um einen vollständiges Windows XP Professional, welches in einer sogenannten "Virtuellen Maschine", kurz VM, läuft. Der Clou hierbei ist, dass Anwendungen, welche im Windows XP Mode laufen, sich wie Anwendungen des Wirtsbetriebssystem verhalten. Sprich, sie tauchen in der Taskleiste auf und der Anwender merkt von der unterschiedlichen Installation bzw. Technik eigentlich nichts. Einen Haken hat diese Funktion allerdings. Da Microsoft diese Funktion eher für den Businessbereich konzipiert hat, ist die Grafikleistung der virtuellen Maschine schwach. An Spiele im Windows XP Mode sollte man deshalb überhaupt nicht denken. Dafür sind die Systemanforderung ziemlich gering. Einzig die Virtuallisierungstechnologien von AMD, Intel oder VIA müssen vom CPU unterstützt werden. Da die Windows XP Lizenz für die oben genannten Windows 7 Systeme kostenlos mitgegeben wird, kann man den Windows XP Mode nicht unter Windows 7 Home Basic oder Home Premium nutzen. Hierfür hält Microsoft aber eine ebenso aktuelle Version von Windows Virtual PC bereit. Technisch ist diese identisch mit dem Windows XP Mode, allerdings mit dem Unterschied, dass man die virtuellen Maschine selbst aufsetzen muss und dementsprechend eine zusätzliche Lizenz für das virtuelle Betriebssystem benötigt. Dafür kann man neben Windows XP aber auch Windows Vista installieren. Für letzteres steht allerdings die RemoteApp, welches die nahtlose Integration des Gastbetriebssystems unter Windows 7 ermöglicht, nicht zur Verfügung. Weitere interessante Details findet man im Windows Virtual PC Blog (engl.).
VMware hat unterdessen seine Workstation genannte Desktop Virtualisierung auf Version 7 angehoben. Laut VMware wird durch einen neuen WDDM Grafiktreiber und Nutzung des Shader-Modells 3 sowie OpenGL 2.13D die Bedienoberfläche Aero von Windows 7 einschließlich Flip 3D und Aero Peek voll unterstützt. Angesichts des hohen Preises ist es fraglich ob private Anwender auf VMware Workstation 7 zurückgreifen werden. Wer aus Sicherheitsaspekten eine virtuellen Maschine aufsetzen möchte, dem reicht entweder schon die kostenlosen Möglichkeiten von Microsoft oder greift auf den ebenfalls kostenlosen Server 2 von VMware zurück. Diese bietet aber zum momentanen Zeitpunkt nicht die hohen Grafikleistungen der VMware Workstation 7.
Microsoft Office 2010 – The Movie !?!
Eine Produktankündigung der etwas anderen Art hat sich Microsoft für seine neue Office 2010 Bürosuite ausgedacht. Auf der extra eingerichteten Microsite www.office2010themovie.com scheint es auf den ersten Blick um eine Ankündigung für einen Kinofilm zu handeln. Allerdings entpuppt sich der Trailer als ein Werbegag für das neue Büropaket aus Redmon. Dieser stellt das Leben eines "IT Nerd" als gefährlich und actiongeladen dar. Seht aber am Besten selbst...
Die Microsite verweist noch auf die Möglichkeit sich für das "Technical preview" Programm zu bewerben. "Ausgewählte" Bewerber können sich somit schon weit vor der geplanten Veröffentlichung ein Bild von Office 2010 machen.
Eine "Chromebombe" auf Microsoft? [Update 2]
Nach dem ersten Angriffen mit dem Google Chrome Webbrowser und dem Betriebssystem für Mobilgeräte Android dringt Google nun auch mit dem Chrome OS in den Bereich der Computerbetriebssysteme vor. Im offiziellen Google Blog erklärten Sundar Pichai, Google-Vizepräsident für Produkt-Management und Linus Upson, Engineering Director Geschwindigkeit, Sicherheit und Einfachheit zu den wichtigsten Zielen bei der Entwicklung des Betriebssystems. Dies soll vor allem durch die Einhaltung gängiger und zukünftiger Webstandards erreicht werden. Dies hat zum EInen den Vorteil, dass alle Anwendungen, welche schon heute im Browser funktionieren, auch für Chrome OS geeignet sind. Umgekehrt werden dann auch viele Anwendungen, welche für Chrome OS designed wurden auch in anderen Browsern funktionieren. Zunächst legt Google den Hauptaugenmerk auf Netbooks. Diese günstigen&portablen Geräte stellen trotz Wirtschaftskrise das einzige Marktsegment dar, welches noch hohe Wachstumszahlen aufweisen kann. Hierbei ist erfreulich, dass Google die besonders sparsamen und auch vergleichsweise günstigen ARM CPUs unterstützen wird. Dies liegt, ebenfalls wie beim Betriebssystem Android an den Linux Fundament. Dies wird bei vielen Linuxjüngern Freudeschreie auslösen und darauf hoffen, dass Linux nun in der breiten Masse ankommt. So können auch die klassischen Linux Distributionen auf eine wachsende Unterstützung der Hardwarehersteller hoffen. Intel ist zum Beispiel schon länger an dem Moblin Projekt beteiligt.
Trotz all der Euphorie, muss man zunächst aber auch etwas Skepsis haben. Das Chrome OS Betriebssystem wird zunächst nur für PC Hersteller interessant sein, welche hohe Stückzahlen aufweisen. So müssen alle Treiber und Softwarelösungen speziell angepasst werden. Sicherlich sind viele Grundlagen durch den auf "Linux" basierten Kern schon vorhanden, aber es bedarf auch der entsprechenden Unterstützung aller Soft- und Hardwarehersteller. So sehr man auch Microsoft Windows schimpfen mag, so einfach ist aber die Verwendung und Auswahl alternativer Soft- und Hardwarekomponenten. Auch sind viele Hard- oder Software Hersteller schon heute nicht in der Lage mehr als ein Betriebssystem zu unterstützen. Dies sieht man am Beispiel des bei Privatanwendern verbreiteten Mac OS X. Deshalb wird, wenn überhaupt, das Google Chrome OS zunächst einmal eine große Verbreitung in Schwellen- und Entwicklungsländern finden. In Industrienationen wie Deutschland wird es allenfalls seinen Platz auf mobilen Zweitgeräten für unterwegs oder den Urlaub finden. Bis es eine ernste Konkurrenz für Microsoft auch bei uns sein wird, wird es sicherlich noch Jahre dauern...
[Update:] Google hat in seinem offiziellen Chrome Weblog Unternehmen bekannt gegeben, welche bei Chrome OS mit dem Suchmaschinendienstleister kooperieren. Acer, Asus, Freescale, Hewlett-Packard, Lenovo, Qualcomm, Texas Instruments und Toshiba seien einige der Hardware-Partner, die Geräte entwickeln und bauen wollen. Auffällig ist, dass die Branchengröße Intel & Dell offenbar nicht zu diesem Kreise gehört. [/Update]
[Update 2:] Mittlerweile hat zumindest Intel Stellung bezogen und über einen Pressesprecher dem TG Daily mitgeteilt, dass man schon länger an den Planungen beteiligt sei. [/Update 2]
Asus Eee Box mit Grafikkarte und HDMI Anschluss
Nach nur mäßigem Erfolg überarbeitet der Computerhersteller Asus seine relativ neue Eee Box Reihe. Es werden zwei besser ausgestattete Modelle der Eee Box auf den Markt kommen. Zum Einen die Eee Box B204, welche zusätzlich einen HDMI-Ausgang und eine Bluetooth-Verbindung anbietet. Zudem ist für kurze Stromausfälle auch ein Akku integriert. Die andere Version hört auf den Namen Asus Eee Box B206 und verfügt ebenfalls über einen HDMI-Ausgang. Zudem ist dieses Modell mit einer zusätzlichen Software ausgestattet, um High-Definition-Material wiedergeben zu können. Um das HD-Material flüssig darstellen zu können, verfügt sowohl der B204 als auch der B206 Kompaktrechner über eine eigene Grafikkarte. Asus verbaut eine ATI Radeon HD3400 mit 256MB Grafikspeicher. Für den HDMI Ausgang wird allerdings der DVI Ausgang geopftert, so dass Monitore über einen Adapter angeschlossen werden müssen.
Beim Betriebssytem kommt das bewährte Windows XP in der Version für "LowEnd PCs" zum Einsatz. Hierdurch kann der Arbeitsspeicher, laut Microsofts Lizenzbedingungen, nur maximal 1GB betragen. Die Festplattengröße soll 160GB an Daten fassen können. Erfreulich ist, dass sowohl das kompakte "1 Liter" Gehäuse, als auch die niedrige Energieaufnahme beibehalten werden wird. Das Netzteil soll sogar etwas knapper und somit effizienter dimensioniert sein. Welchen Atom Prozessor diese Geräte verwenden werden, ist indes unklar, aber die gleichbleibende Energieaufnahme deutet auf einen Intel Atom N270 mit 1,6GHz Taktfrequenz hin. Preise, genaue Details sowie der Starttermin stehen leider noch nicht fest und werden wohl erst nach dem "Weihnachtsgeschäft" bekanntgegeben werden.
Das kleine Google Betriebssystem…
Aus Versehen hat der Suchmaschinenbetreiber Google heute seine Pläne über einen eigenen Webbrowser namens Chrome veröffentlicht. Im Google News Blog wurde ein Tag zu früh ein Comic als Anleitung vom renommierten Comiczeichner Scott McCloud veröffentlicht. Mit der Veröffentlichung des Google Chrome Beta Webbrowsers wird die Google-Strategie erkennbar. Denn hierbei handelt es sich nicht nur um einen Webbrowser, sondern in Verbindung mit den gesamten anderen Google-Diensten, wie Kalender, Groups, Picasa, Text&Tabellen, Earth und vielen anderen Anwendungen wird der Browser zu einer neuen Oberfläche aus der heraus sich die Dienste Online wie Offline nutzen lassen. So verschmelzen alle Services und Dienste zu einer Oberfläche und alles was mit dem Internet und/oder Organisatorischem zu tun hat, wird man über den Chrome erledigen können. In wieweit dies auch über verschiedene Plattformen zwischen verschiedenen Rechnern mit Windows, Mac OS X oder Linux funktioniert, bleibt abzuwarten. Für alle drei Systeme sind Chrome Versionen angekündigt.
Technisch bietet Chrome viele Neuerungen. Die größte Neuerung sind die verschiedenen virtualisierten Tabs im Browser. So kann ein Tab zwar "abstützen, allerdings ohne die anderen Tabs in Mitleidenschaft zu ziehen. Dies ist besonders wichtig, wenn man in einem anderen Tab gerade an einer Tabellenkalkulation oder einem Text arbeitet. Der Webengine, ein wichtiger Bestandteil des Browsers, stammt aus dem Open Souce Projekt "Webkit" und ist somit identisch mit dem Apple Safari oder Safari Browsers fürs Apple iPhone. Zudem ist die neue Browseroberfläche auch möglichst einfach und somit übersichtlich gehalten. So ist das Eingabefenster für die Website identisch mit dem Eingabefeld für Suchbegriffe. Dies kommt wohl der Google-Strategie immer näher, das der Benutzer Google, Suchmaschine und Internet als Synonyme verwenden soll. Ob man allerdings einem Unternehmen so viele Daten und Informationen anvertrauen soll, muss letztendlich jeder selbst entscheiden. Aktuelle Untersuchungen haben ergeben, dass der oft als Branchenbösewicht bezeichnete Softwarekonzern Microsoft, wesentlich weitreichendere Datenschutzbesimmungen als Google vorweisen kann. Auch muss der neue Browser seine Integrationsfähigkeiten für "Google" Anwendungen, sowie Sicherheit und Stabilität erst unter Beweis stellen.
[Update] Kurz nach erscheinen des Browsers sind schon erste Sicherheitslücken aufgedeckt worden, so dass von einem produktiven Einsatz abzuraten ist! [/Update]

MSN Messenger für Mac in Version 7 erschienen
Microsoft hat nach fast einem Jahr arbeit eine neue Version des MSN Messengers für Mac zum download freigegeben. Diese Version unterstützt endlich die zeitgemäßen Funktionen wie Voice-Calls und Videotelefonie. Warum der Messenger nicht in Windows Live Messenger für Mac umbenannt wurde, ist momentan nicht ganz klar. Allerdings liegt es eventuell daran, dass die Mac Version nicht alle Funktionen des Live Messengers für Windows unterstützt. So fehlt der Mac Version die Möglichkeit Ordner freizugeben bzw. mit anderen Messenger Nutzeren zu teilen.
[Update:] Die Audio und Video Features sind nur für sogenannte Corporate Accounts im firmeneigenen Netzwerk nutzbar. Zum Yahoo oder Live Messenger Netz kann weiterhin nur über Textnachrichten gechattet werden. [/Update]
Windows XP SP3 inoffiziell auf der Microsoft Website erhältlich
Kurz vor der veröffentlichung des Service Pack 3s für Windows XP hat Microsoft die Bereitstellung wieder nach hinten verschoben. Grund dafür sind Probleme mit dem Dynamics Retail Management System (RMS). Allerdings sind im Internet direkte Links zu den Microsoft Donload Servern aufgetaucht, von denen man sich die deutsche oder englische Version des Service Pack 3 herunterladen kann. Solange kein Hotfix für die Probleme im Zusammenhang mit dem Microsoft RMS System erhältlich ist, wird das Service Pack nicht über die Windows AutoUpdate Funktion erhältlich sein.

