Luftposterumschlag fürs Rad im Flieger…
Momentan scheinen die Kanadier auf Grund der Olympischen Winterspiele geradezu begeisterte Entwickler für Sportequipment zu sein. Nachdem ich schon über eine aus den Rockies stammende Skibrille mit HeadUp-Display geschrieben habe, hier nun eine weitere clevere Entwicklung. Wie man schon dem angefügten Bild entnehmen kann, handelt es sich um eine Taschen und Koffermischung zum Radtransport im Ferienflieger. Muss man im Flugzeug auf dem Weg ins nächste Trainingslager immer Angst um sein bestes Stück haben, so soll einem die Biknd Helium Transporttasche einen sicheres Gefühl an Board geben. Der ca. 9kg schwere Heliumbag ist eine faltbare Tasche mit Hardschalen Elementen und fester Bodenplatte. Angesichts der Tatsache, dass die Tasche gleich zwei Laufradsätze aufnimmmt, Rahmen bis RH64 (RR und MTB mit Federgabel) schlucken soll und auch noch problemlos Schuhe, Helm und anderen Kleinkram aufnimmt, relativiert sich das angegebene Gewicht. Hartschalenkoffer wiegen nicht selten 15 Kilogramm und tun sich vorallem bei großen Rahmen recht schwer. Der Clou der kanadischen Radtasche sind die aufblasbaren Schutz- und Zwischenwände. Mit der mitgelieferten Fußpumpe lassen sich integrierte Luftkissen soweit aufpumpen bis das Gesampaket eine rutschfreie und rundum sichere Form angenommen hat. Dann soll nichts mehr scheppern, den Lack zerkratzen oder sich selbstständig machen können. Die Laufradsätze liegen dabei jeweils seitlich am Rahmen und werden ebenfalls von großen Luftpolstern "eingeklemmt" und somit geschützt. Hinterbau und Kurbel liegen unter einer festen Schutzhaube. Einziger Nachteil des ganzen Paketes ist eventuell die vom Hersteller empfohlene Demontage des Schaltwerks.
Der angestrebte Preis und ab wann die Tasche auch in Deutschland bzw. Europa erhältlich sein wird, ist bisher noch nicht bekannt.
Bluetooth lernt das Sparen…
Gut drei Jahre, nachdem Nokia seien Wibree genannte Technik in die Bluetooth SIG eingebracht hat, hält die neue Stromspartechnik offiziell Einzug in das Bluetooth Protokoll. Diese wurde nun von der im April 2009 verabschiedeten Bluetooth Spezifikation v3.0 + HS auf Bluetooth Spezifikation v4.0 aktualisiert. Nachdem bei Version 3.0 noch der Focus auf der Übertragungsgeschwindigkeit lag, wird nun mit der vierten Version komplett neue Produktmöglichkeiten erschlossen. Der Hauptunterschied der neuen "LowEnergy" Bluetooth Geräte liegt darin, dass Sie über Jahre nur von einer Knopfzelle oder Batterie versorgt werden können. Dies wird zum Einen über eine geringere Übertragungsreichweite von ca.10m und zum Anderen durch wesentlich geringere Werte des maximal, Durchschnitts und Standby Stromverbrauchs erreicht. Diese Technik stellt anfürsich nichts neues da, da sie zum Beispiel schon in Zigbee oder ANT seit Jahren zum Einsatz kommt. Neu ist allerdings die breite Kompatibilität, da die Spezifikation auch sogenannte "Dual-Mode" Controler vorsieht. Diese sind dann sowohl zu allen Vorgänger Geräten kompatibel als auch zu den neuen Energiesparchips. Diese Art von Controlern werden Ihren Weg besonders in Handys, Smartphones, Laptops oder Computer finden. Die zweite "Klasse" werden die sogenannten "Single-Mode" Chips sein, welche nur mit anderen LowEnergy Chips kommunizieren können sein. Diese können allerdings das gesamte Energieeinsparpotenzial voll ausnützen und bei geringer Beanspruchung mehrere Jahre von einer winzigen Knopfzelle mit Energie versorgt werden. Diese Chips sind prädestiniert für Sportequipment wie Pulsuren und Geschwindigkeitssensoren, PC Peripherie wie Mäuse oder Tastaturen oder jegliche Art von Fernbedienungen für TVs oder Hifianlagen. Somit stehet der alte Infrarotstandard für Fernsehfernbedienung nach einer fünfzigjährigen Erfolgsgeschichte vor dem aus.
Die Einführung von Bluetooth Spezifikation v4.0 war allerdings erst der erste Schritt auf dem Weg zu neuen Bluetooth Geräteklassen. Denn für neue Anwendungsbereiche wie Sportequipment oder Fernbedienungen fehlen noch die sogenannten "Profile". In diesen sind entsprechende herstellerübergreifende Funktionen festgelegt und garantieren eine breite Kompatibilität. Das A2DP Profil stellt zum Beispiel eine Schnittstelle für die Bluetoothübertragung von Audiosignalen dar, wie sie häufig zwischen Handys und Bluetooth Headsets verwendet werden, dar. Bis solche Profile nun für z.B. Sportequipment von den verschiedenen Herstellern wie Suunto, Garmin oder Polar (sind alle Mitglieder der Bluetooth SIG) verabschiedet ist, wird es noch einige Monate dauern. Zudem werden erste Geräte auf Grund der Entwicklungszeit für Chips und auch entsprechende Geräte frühestens im Sommer 2010 erhältlich sein und sofern die Hersteller auf etwaige Profile oder Standards warten möchten, vielleicht auch erst 2011 erhältlich sein.
Sigma Sport kooperiert mit Zephyr Bioharness und stellt neue Produkte vor
Der deutsch Sportelektronikhersteller Sigma Sport geht eine Technologiepartnerschaft mit dem neuseeländischen Unternehmen Zephyr Technology ein. Laut einer Pressemitteilung geht es bei dieser Zusammenarbeit um Technolgietransfer bzw. Patentlizenzen im Bereich Herzfrequenzmessung und stellt ein multimillionen Dollar Deal für die Neuseeländer dar.
Durch den Technologieeinkauf kann Sigma auch schon erste neue Produkte vorstellen. Dabei handelt es sich um den neuen Brustgurt Compfortex, der sehr viele Ähnlichkeiten mit dem seit Jahren erhältlichen Polar WearLink aufweist.
Des Weiteren entwickelt Zephyr Technology aber noch ein weiteres interessantes Produkt. So haben die Neuseeländer einen Pulsgurt mit Bluetooth angekündigt. Dies könnte, eine kleine Java Anwendung vorausgesetzt, aus jedem Handy mit Bluetooth Schnittstelle einen Herzfrequenzmessgerät machen. Sollte das Mobiltelefon zudem noch ein GPS Empfänger besitzen, wären auch die Bestimmung, Speicherund und Auswertung von von Geschwindigkeit und Distanz problemlos möglich. Zudem wären auch Echtzeitsysteme mittels der im Handy integrierten Modemverbindung a là Tour de France für Jedermann denkbar.
Apple mit neuem Dockingsstaion Konzept?
Der Lifestyle Computerspeziallist Apple hat beim US-amerikanischen Patentamt einen Patentantrag für eine Display mit Dockingstation eingereicht. Die Patentzeichnungen lassen ein Gehäuse nach Art eines heutigen iMac erkennen, hinter dessen Bildschirm ein zusammengeklapptes Notebook eingeschoben werden kann.


