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2Sep/100

EuroBike: Neue Leistungsmesssysteme in Form von Saxonar Power2Max, S_Synce iCycloPower und Polar / Look P5 Sensoren [Update 2]

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Quelle: Polar Electro Oy.

Nachdem vor etwas über einem Jahr wichtige Patente vom Marktführer SRM im Bereich der Leistungsmessung ausgelaufen sind, kommt so langsam Bewegung in diesen Markt. Nach “Quarq” setzt nun auch Saxonar auf das bewerte Konzept der Dehn-Messstreifen im Bereich des Kurbelsternes. Polar & Look, aber auch O_Synce, gehen aber mit Ihren pedalbasierten Konzepten völlig neue Wege. Dabei bieten diese, neben der Leistung und Trittfrequenz, teilweise weitere nützliche Messwerte. Während Polar & Look Ihre Messelektronik in die Pedalachse integrieren, geht O_Synce noch einen Schtitt näher an die Füße des Athleten heran, da die Messelektronik in das jeweilige Pedal selbst integriert wird. Ob und wenn ja welches System das Hält, was es verspricht bleibt abzuwarten. Aber die Chancen stehen gut, dass sich im Preis-Leistungsverhältnis gegenüber dem "Monolplisten" SRM etwas tut.


Polar und Look PressekonferenzPolar und Look PressekonferenzPolar und Look PressekonferenzPolar und Look PressekonferenzPolar und Look Pressekonferenz

Quelle: Polar und Look Pressekonferenz - Auf ein Bild klicken, um es zu vergrößern...

Kommen wir zunächst einmal zum “Platzhirsch” unter den drei Newcomern. Dies ist zweifelsohne das P5 genannte System von Polar und Look. Jeweils in der hohlen Pedalachse sitzen acht Dehn-Messstreifen. Grundsätzlich geht diese Technik, so der Look Geschäftsführer Thierry Fournier auf der EuroBike, auf eigene Labormessanordnung zur Pedalentwicklung aus dem Jahre 2000 zurück. Diese wurden 2003 teilweise auch patentiert. Da die Elektronik größtenteils in der Pedalachse untergebracht ist, unterscheidet es sich ansonsten kaum zum normalen Kéo Pedal, lässt alle sämtliche gewohnten Montagepositionen der Schuhplatten zu und ist, hinsichtlich der Haltbarkeit, ebenfalls dreifach gelagert und doppelt gedichtet. Der Polar P5 Sensor wird mit Hilfe eines Steckers auf der Innenseite in die Pedalachse gesteckt. Hierin befindet sich jeweils eine Batterie zur Stromversorgung und die entsprechende Elektronik zur Leistungsberechnung und Datenübertragung zum Trainingscomputer. [Update:] Am linken Pedalsensor schaltet man den P5 Sensor mit Hilfe eines großflächigen Druckknopfes ein. Zudem wählt man dort die entsprechende Kurbellänge von 170, 172,5, 175 oder 177,5mm aus. Vor jedem Training führt jedes Pedal selbstständig eine ca. zwei Sekudnen dauernde Kalibrierung selbstständig durch. [/Update] Die Batterielaufzeit soll bei täglicher Benutzung ca. fünf Monate betragen. Das nun wichtigste ist aber die Leistungsmessung. Diese soll mit einer Genauigkeit von +/- 2% bestimmt werden. Zusätzlich kann das Polar Look Power Pedal die Leistungsverteilung der Beine ermitteln. Dieser Wert wird häufig auch “Rechts-Links Balance” genannt. Ebenfalls wird die Trittfrequenz an den kompatiblen Trainingscomputer übertragen. Aktuell ist der Polar CS500, CS600x und dessen Vorgänger CS600 kompatibel. Das Gewicht des Sensors liegt bei ca. 20g pro Pedalseite. Ein weiterer Vorteil des Systems ist, dass es schnell zwischen verschiedenen Rädern gewechselt werden kann. Hierfür benötigt man lediglich den entsprechenden Maulschlüssel um das Pedal lösen zu können. Insgesamt soll das Gewicht bei ca. 448g für beide Look Kéo Pedale samt Schuhplatten, Befestigungsschrauben und zweier P5 Sensoren liegen. Dies wären 118g mehr als für einen vergleichbares Look Kéo Pedalsystem mit 330g.

Polar und Look MessestandPolar und Look MessestandPolar und Look MessestandPolar und Look MessestandPolar und Look Messestand

Quelle: Bilder vom Polar und Look Messestand - Auf ein Bild klicken, um es zu vergrößern...

Der Polar P5 Sensor und das Look Kéo Power Pedal soll ab Frühjahr 2011 für ca. 1500 - 1800€ erhältlich sein. Auch ist momentan nur ein Pedalmodell vorgesehen und entsprechend wird es vorerst keine MTB-Version geben. Leider war weder am Look noch am Polar Stand ein funktionstüchtiges System ausgestellt. Lediglich “Prototypen” konnte man "anfassen".

Alle weiteren genauen technischen Daten finden sich im offiziellen Datenblatt.

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Quelle: Saxony GmbH

Die zweite, ebenfalls außergewöhnliche Neuheit, ist der Leistungssensor Power2Max von Saxonar. Im Gegensatz zum Polar & Look P5 setzt der Power2Max allerdings auf eine Kombination aus vier Dehn-Messstreifen, einem Beschleunigungs- und einem Temperatursensor. Die Macher, es war der Geschäftsführer, sein Partner und leitender Ingenieur in Personalunion vor Ort, setzen bei Ihrem Konzept auf einen Leistungssensor für die breite Masse. Sprich Alles in Allem, also mit passender Kurbel und entsprechenden Trainingscomputer sollte der Power2Max unter der 1000€ Marke bleiben, ohne dabei auf wichtige Merkmale wie Genauigkeit oder Haltbarkeit zu verzichten. Sprich bei Saxonar hat man den Leistungssensor so ausgelegt, dass er, eine kompatible Kurbel vorausgesetzt, selbst mit einfachem Werkzeug montiert werden kann. Alle wichtigen Serviceleistungen, durch die komplett vergossene Konstruktion ist nur ein Batteriewechsel nötig, kann jeder Kunde ebenfalls selber durchführen. Der Sensor ist kompatibel zum ANT+ Standard. Der Segen mit vielen kompatiblen Geräten auf der einen Seite wird allerdings auch teuer "erkauft". Zwar werden somit die Daten in 250ms Intervallen auf die Sekunde gerundet übertragen, doch könnte theoretisch der Sensor auch das Drehmoment (Torque) ermitteln und übertragen. Das gleiche gilt für eine manuelle Kalibrierung/Validierung, welche wie bei SRM z.B. mittels Prüfgewicht möglich wäre. Diese Möglichkeit bietet das ANT+ Format ebenfalls nicht. Letzere ist aber dank der automatischen Kalibrierung im Leerlauf beziehungsweise mittels der integrierten Logic bei anhaltendem pedalieren entbehrlich. Zusätzlich zur aktuellen Leistung wird die Trittfrequenz ebenfalls und erfasst und an den ANT+ kompatiblen Radtacho übertragen.

Die ausgestellten Geräte waren, dem augenschein nach, serienreif und auch das bereitgestellte Testrad lässt definitiv Großes erwarten. Selbst die Verpackung ist schon fertig. Auf Grund der anziehenden Wirtschaft ist das einzige Problem für Saxonar die entsprechenden elektronischen Bauteile zeitnah zu organisieren. Da die Sachsen zunächst eher kleine Kunden sind, lässt der ein oder andere Hersteller sie mit Lieferzeiten von mehreren Monaten hängen. Ziel ist und bleiben aber auf jeden Fall die ersten Power2Max Sensoren den Kunden unter den Weihnachtsbaum zu legen.


Bilder vom Saxonar MessestandBilder vom Saxonar MessestandBilder vom Saxonar MessestandBilder vom Saxonar MessestandBilder vom Saxonar Messestand

Quelle: Bilder vom Saxonar Messestand - Auf ein Bild klicken, um es zu vergrößern...


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Quelle: o-synce Europe GmbH

Die “letzte” Neuvorstellung war der iCycloPower aus dem Hause O_Synce. Die weinheimer Ingenieure hatten ein Prototypenträger aufgestellt, welcher direkt an einen PC angeschlossen war. Hier konnte man die diversen Kräfte auf die Pedalachse visualisieren. Das Pedal stammt von taiwanesischen Hersteller Wellgo, welcher vorallem als großen OEM Hersteller bekannt ist. Es sind verschiedene Versionen welche mit den aktuellen Pedalsystemen, kompatiblen sein sollen angedacht. Der Status des Projekts ist nach dem Nachweis der prinzipiellen Tauglichkeit nun auf die Entwicklung eines entsprechenden funktionsfähigen Prototypen fortgeschritten. Die Übertragung vom Pedal zum “Gehirn”, einer kleinen Rechen- und Übertragungseinheit unterm Flaschenhalter, zum Tacho funktioniert ebenso, wie das Pedal samt integriertem Batteriefach selbst. Nun gilt es das Pedal im Labor und in der harten Realität ausgiebig zu Testen und zu verbessern. [Update 2:] Im Gegensatz zum oben beschriebenen Polar & Look Pedal, misst das iCycloPower Pedal die auftretende Kraft nicht in der Pedalachse, sondern direkt im Pedalkörper selbst. Prinzipiell ist man daher auf der einen Seite noch ein Tick näher an der Krafteinleitung dran, also eventuell genauer und auf der anderen Seite auch unabhängiger vom gewählten Pedalsystem und der Schuplattengeometrie. [/Update] Bei O_Synce ist man zuversichtlich ein fertiges Produkt im späten Frühjahr oder Sommer 2011 den gewillten Kunden anbieten zu können. Hier werde ich ebenfalls wie bei Power2Max mit den Entwicklern in Verbindung bleiben um in meinem Blog weiter aktuell berichten zu können.

26Aug/102

EuroBike: Garmin mit Touchscreen Radcomputer Edge800 und Polar mit FT80 WD

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Quelle: Garmin Inc.

Bei Garmin war man wohl so stolz auf das neue Radsportflagschiff Edge800, dass man die EuroBike nicht mehr abwarten konnte oder wollte. Schaut man sich die Outdoorentwicklungen der Oregon- oder Dakota-Serien an, so ist es nicht erstaunlich, dass auch bei den Radmodellen der Touchscreen Einzug hält. Die zweite Hauptneuerung ist die von der Straßennavigation bekannte Möglichkeit der BirdsEye™ Services. Dieser Service bietet einem  die sogenannte Vogelperspektive als weitere Darstellungsoption. Wenn auch zunächst einmal die Navigationsfunktionen im Vordergrund stehen, so spricht der Neue, wie sein Vorgänger Edge705 auch die Sportler mit leistungsorientiertem Trainingsplan an. So ist er wie der kleine Bruder Edge500 sehr flach konzipiert. Mit der neuen Schnellwechselhalterung ausgerüstet, findet er auch an der Rennmaschine seinen Platz. Auf der technischen Ebene können ANT+ kompatible Sensoren für die Leistungs- oder Trittfrequenzmessung angeschlossen werden, sodass man sein Training optimal überwachen kann.


Hier einige technische Details des Edge800: (Alle Details auf der offiziellen Herstellerwebseite)

  • Unterstützt sowohl Vektor- als auch Rasterkarten (inkl. Custom Maps)
  • PC-Verbindung über schnellen USB-Anschluss
  • Auswertung mit Garmin Training Center, Basecamp, Garmin Connect
  • Elektronischer Kompass und barometrischer Höhenmesser
  • Speicher für bis zu 2.000 Runden
  • Speicher erweiterbar mit microSD-Speicherkarten (bis 8 GB)
  • ANT+ kompatibel dadurch drahtlos erweiterbar mit Speed-, Tritt- und Leistungsmesssensoren
  • FirstBeatTM-Technologie: Genaue Kalorienverbrauchsberechnung auch unter Berücksichtigung der Herzfrequenzvariabilität
  • schnelle Standortbestimmung durch Hotfix™-Technologie
  • Akkulaufzeit (fest verbaut): je nach Benutzung bis zu 15 Stunden
  • Gewicht: 95 Gramm
  • Gerätemaße: 5,1 x 10,9 x 2,5 cm
  • Displayauflösung (2,6 Zoll): 176 x 220 Pixel
  • Gewicht: 95 Gramm

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Quelle: Polar Oy

In Deutschland wird der neue Edge 800 voraussichtlich ab Mitte Oktober in drei verschiedenen Ausführungen erhältlich sein. In der Grundversion für 399€ ist der Garmin Edge800 inclusive zweier Radhalterungen enthalten. Für 479€ bekommt man zusätzlich den Premium Herzfrequenzgurt und einen GSC10 Geschwindigkeits- und Trittfrequenzsensor mit dazu. Die Toppaussattung für 529 enthält zusätzlich die „City Navigator Europa“ Map auf microSD-Karte.

Auch Polar hat über seine US-amerikanisches Facebookprofil vorab zumindest eine neue Farbvariante enthüllt. Das aktuelle Premium Fitnessmodell FT80 bekommt ein "böses" Schwesterchen". Bei diesem Variante hat man ein gut ablesbares Display integriert. So hat man in Zukunft die Qual der Wahl was das Anzeige und dessen Ablesbarkeit angeht. Bei den Funktionen und Ausstattung bleibt soweit alles wie gehabt. Mitels beiliegendem FlowLink Interface kann man seine Daten an den kostenlosen polarpersonaltrainer.com Webservice übertragen und sein Kraft oder STAR-Trainingsprogramm synchronisieren. Desweiteren ist der FitnessTest samt OwnIndex und selbstverständlich auch die OwnZone Funktionen integriert.

Die FT80wd wird ebenfalls im Herbst für einen Preis von 299€ samt WearLink+ Brustgurt und FlowLink Interface in den Handel kommen. Für 399€ erhält man zusätzlich noch einen G1 GPS Sensor.

21Aug/104

Erster Eindruck: Sports Tracker auf Nokia 5800 XpressMusic samt Polar WearLink+ Bluetooth

Wie Ende Juni schon berichtet, kann man nun den Polar WearLink+ Bluetooth auch einzeln über den Onlineshop des Softwarehersteller Sports Tracking Technologies Ltd. beziehen. Gleicher Hersteller bietet auch eine enstprechende Software "Sports Tracker” für Symbian basierte Mobiltelefone an. Ergänzt wird diese Software seit neuestem durch einen nahtlos integriertem Webdienst zur Auswertung der absolvierten Aktivitäten. Auch bietet der Webservice interessante Möglichkeiten sich mit Freunden auszutauschen oder seine Leistungen auch bei Facebook oder Twitter einzubeziehen.

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Screenshot einer Trainingseinheit. Auf das Bild klicken um diese Einheit direkt im Sports Tracker Webservice zu öffnen.


Zunächst muss man die Sports Tracker Software aus dem Nokia OVI AppStore herunterladen. Zum aktuellen Zeitpunkt ist die Anwendung noch kostenlos. Hat man einen Polar WearLink+ Bluetooth vom damaligen Nokia N79 active bzw. jetzt einzeln erworben, so kann man beim ersten Programmstart den Bluetooth Herzfrequenzmesser mit einem Einrichtungsassistent schnell&einfach mit dem Mobiltelefon bekannt machen. Bei jedem weiteren Programmstart erkennt die Software den Brustsender automatisch und fragt ggf. nach, ob die Bluetooth Schnittstelle des Mobiltelefons aktiviert werden soll. Entsprechende Schaltflächen sind klar aber englisch beschriftet wodurch die Eingaben trotzdem schnell hinterlegt sind. Was positiv auffällt sind die drei Aktivitätszonen, anhand derer man seine Herzfrequenz einteilen kann. Diese werden auch unter Verwendung der maximalen Herzfrequenz mehr oder weniger genau hinterlegt.

Eine neue Trainingseinheit wird einfach übers Menü “New Activity” gestartet. Nun kann man noch die entsprechende Sportart wie zum Beispiel “Running” oder Mountainbike wählen und Zonen/Belastung sowie AutoLaps festlegen. Während der Trainingseinheit wird einem je nach Sportart und Orientierung des Handys eine kleine Karte und die wichtigsten Informationen wie Zeit, Geschwindigkeit oder Herzfrequenz angezeigt. Da ich das Handy bisher nur kurz und ohne Kopfhörer verwendet habe, kann ich nicht sagen, ob es diverse Zielzonenalarme oder entsprechende “Wurmanvigationsmöglichkeiten” bietet. Dies werden meine Tests in den nächsten Wochen zeigen und entsprechende Erfahrungen werden in einem ausführlichen Bericht hier nochmals präsentiert. Nun aber noch kurz zu meinen ersten Eindrücken. Bei meinem Nokia XpressMusic 5800 dauert der Satellitenfix mit fünf Minuten sehr lange. Sobald die Satellitengefunden wurden, ist die Distanzmessung aber sehr genau. Diese wich auf einer 12,5km langen Teststrecke mit einigen Waldstücken lediglich um 10m vom Fahrradtacho ab. Die Herzfrequenzmessung war in gewohnter Polar Qualität und somit sehr genau. Nach dem Training kann man entweder direkt über Mobilfunk oder jederzeit später manuell seine erreichten Leistungen an den Webservice übertragen. Alles in allem eine sehr interessanter Ansatz der Lust auf mehr macht. Ich werde definitiv in nächster Zeit berichten.


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Nokia XpressMusic 5800 samt Polar WearLink+ Bluetooth

4Jun/101

Polar ♥ Apple! WebSync Software für Mac OS X erschienen

Screenshot Polar WebSync 2 SoftwareNachdem es in der letzten Zeit etwas ruhiger um die finnischen Herzfrequenzspezialisten geworden ist, haben Sie nun die WebSync 2 Software für Mac freigegeben. Diese ist zu den Polar Herzfrequenzmessern kompatibel, welche die datenübertragen mittels FlowLink oder Datalink unterstützen. Im Einzelnen wird aktuell der Polar CS500, RS300x, FT80, FT60, FT40, FT7 und FA20 unterstützt und diese Modelle können Ihre Daten mit dem kostenlosen Webservice polarpersonaltrainer.com abgleichen. Ebenfalls aktualisiert und vereinheitlicht Polar auch die Windows Version der WebSync Software. Die vormals nur mit dem CS500 kompatible WebSync 2 Software unterstützt nun auch die oben genannten FlowLink kompatiblen Geräte. Beide Installationspakete können hier heruntergeladen werden. Beide Versionen konnten bei einem kurzen Test durch schnelle und problemlose Übertragungen glänzen, wobei "Langzeiterfahrungen" erst einmal abgewartet werden müssen. Deshalb habe ich aus gegebenen Anlass ein "Polar WebSync 2 & polarpersonaltrainer.com Special" zusammengestellt, in welchem ich die ersten Schritte mit vielen Screenshots zusammengestellt habe.

Polar WebSync 2 Software auf einem Windows PC installieren
Polar WebSync 2 Software auf einem Apple Mac installieren
Synchronisation zwischen CS500 und polarpersonaltrainer.com mit Hilfe der WebSync 2.0 Software einrichten

16Apr/1013

Erster Eindruck: Polar CS500 mit allem Zubehör

Pünktlich zum Saisonbeginn für uns Radsportler liefert Polar seine neuste Cyclingkreation CS500 aus. In der gewohnt edlen schwarzen Pappbox versteckt sich der erstmalig trapezförmige Radtacho und dessen Zubehör.

Im Lieferumfang des CS500  ist enthalten:

  • Polar CS500 Radcomputer
  • Duallock Tachohalterung mit Gummiunterlage und Kabelbindern
  • Polar WearLink+ w.i.n.d. samt Textil Brustgurt
  • Polar Speed Sensor w.i.n.d. mit Gummiunterlage und Kabelbindern
  • Polar universal Speichenmagnet
  • Bedienungsanleitungen und Infoblatt "Konformitätserklärung"
  • Internationale Polar Garantiekarte

Der Polar CS500cad enthält zusätzlich noch:

  • Polar Trittfrequenz Sensor w.i.n.d.
  • Polar Kurbelmagnet und dazugehöriges Befestigungsklebeband.

Zusätzliches Zubehör kann noch zusätzlich erworben werden:

  • Polar Trittfrequenz Sensor w.i.n.d.
  • Polar Speed Sensor w.i.n.d.
  • Polar Power Output Sensor w.i.n.d.
  • Polar DataLink USB Interface

Polar CS500

Der CS500 selbst ist hochwertig verarbeitet und Teile des Gehäuses aus Metall. Insbesondere die Befestigung ist sehr massiv. Hierbei hacken sich zwei Hacken auf der Rückseite des Gerätes in zwei Metallbolzen in der Halterung ein. Zum Einsetzen und Entfernen des Tachos muss man einen gut erreichbaren Schiebeschalter in dessen Richtung schieben. Dies klingt vermeindlich kompliziert, ist es aber nicht. Sitzt die Halterung einmal fest am Rad, so kann man den Radcomputer schnell mit einer Hand einsetzen und wieder entnehmen. Der CS500 besitzt nur noch eine herkömmliche Taste auf der Vorderseite. Die rote Start-/Stopptaste sitzt wie gewohnt unterhalb des großen Displays. Auf dessen Anzeige passen bis zu fünf verschiedene Anzeigewerte. Gesteuert wird das Gerät im übrigen über zwei Tasten auf der Rückseite. der Clou an den "Rocker Switch" getauften Tasten ist die Montage in der Halterung. Dadurch wird der CS500 nämlich entlang seiner in Fahrtrichtung zeigenden Längsachse "kippbar". Dies führt dazu, dass man mit der Hand oder den fingern keine genaue Taste drücken, sondern nur noch die linke oder rechte Hälfte des Displays oder dessen Randes. Kippt das Gerät leicht, drückt eine Nase in der Halterung auf die auf der Rückseite befindlichen Tasten. Wenige Minuten montiert, bin ich sehr begeistert von diesem Bedienkonzept. Besonders an meiner Zeitfahrmaschine könnte ich mir eine entsprechende Montage zwischen den Extensions vorstellen. So könnte man den CS500 bequem mit dem Ansatz des Daumens bedienen ohne seine Hand von den Schalthebeln nehmen zu müssen. Die Montage des kompletten Sets ist eher einfach. Kabelbinder durch die Halterung, Gummiunterlage drunter gesteckt und am Vorbau die Kabelbinder gut festgezogen. Das gleiche noch einmal mit dem mitgelieferten Speed Sensor w.i.n.d. und noch schnell den Speichenmagnet mit Hilfe der Schraube festziehen. Das war es dann auch schon.

Was zunächst negativ aufgefallen ist, ist dass der Polar CS500 scheinbar nur englisch "spricht". Es gibt twar nicht viele Textanzeigen, diese sind allerdings alle in englsicher Sprache. Eine Option dies umzuschalten konnte ich nicht finden und wird im Handbuch ebenfalls nicht erwähnt.

Mehr zum CS500 werde ich in den folgenden Tagen berichten. Insbesondere in Verbindung mit der neuen WebSync 2 Software für die Datenübertragung in Verbindung mit dem Polar DataLink USB Stick. Wen es aber interessiert, der findet unter folgendem Link die vollständige Bedienungsanleitung des CS500 in deutscher Sprache. Auch werde ich ausführlich auf die Neuerungen des polarpersonaltrainer.com Webservices eingehen, der einige neue Dinge in Verbindung mit dem Polar radcomputer bietet.

Polar CS500 mit allem ZubehörBefestigungsmechanismus des Polar CS500Der Polar CS500 samt halterung von der SeiteDie Halterung mit Verriegelungsmechanismus auf der 'Gabelseite'Polarparade! Alle aktuellen Radmodelle CS600x (links), CS500 (mitte) und RS800cx pte (rechts)

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3Apr/100

Polar RS800cx Pro Training Edition 2010

Nicht nur Garmin und Suunto bringen diverse neue Farben auf Ihre aktuellen Produkte, sondern auch Polar startet mit zwei Sondermodellen seines RS800cx Multisportcomputers in die 2010er Saison. Die RS800cx Pro Training Edition 2010 Premium orientiert sich nicht nur optisch sehr stark an der 2009er RS800cx PTE Masters Edition, sondern auch der Lieferumfang ist identisch. Demnach kommt die RS800cx PTE10 Premium mit G3 GPS Sensor, s3 Laufsensor, Bike Speed Sensor w.i.n.d., WearLink+ w.i.n.d. Brustgurt, Polar IrDA USB Interface, Polar ProTrainer 5 sowie einer universal Fahrradlenkerhalterung. Die RS800cx PTE10 Bike richtet sich hingegen direkt an Radfahrer und wird entsprechend anstatt des Polar G3 GPS Sensors und s3 Laufsensors mit einem Trittfrequenzmesser w.i.n.d. ausgeliefert. Entsprechend ist dieses Modell deutlich günstiger zu haben. Erstmalig versieht Polar das Armband an der linken Unterseite der Uhr mit einer einmaligen Lasergravur in Form einer fortlaufenden Nummer. Dies soll die Exklusivität der Modelle weiter hervorheben.


Polar RS800cx Pro Training Edition 2010

Beide Sondermodelle sind wie ebenfalls der neue Polar CS500 ab Mitte/Ende April 2010 erhältlich. Die RS800cx Pro Training Edition 2010 Premium soll, laut Hersteller, für einen Listenpreis von 579€ über die Ladentheke gehen. Die RS800cx Pro Training Edition 2010 Bike soll hingegen 399€ und somit 30€ weniger als die reguläre RS800cx Bike ohne Trittfrequenzsensor w.i.n.d. kosten.

16Jan/101

Polar Herzfrequenzmesser zukünftig auch mit Mac Unterstützung? [Update]

Lange hat es gedauert, aber nun mehren sich im Vorfeld der Ispo 2010 eindeutig die Zeichen, dass Polar zukünftig auch Mac OS X mit seinen Anwendungen unterstützen wird. Wie dies genau aussieht und welche Modelle genau unterstützt werden ist, bis auf eine Ausnahme leider noch nicht bekannt. Zumindest der für Frühjahr 2010 angekündigte CS500 Radcomputer wird über sein DataLink genanntes USB Interface und die neue Software auch direkt am Mac auslesbar sein. Ob die entsprechende Software von Polar dann ebenfalls WebSync oder vielleicht iLink heißen wird, ist unbekannt. Höchstwahrscheinlich ist dieser Markenname aber ohnehin schon vergeben.

Die genaue Aussage des Polar USA Repräsentanten lautete schon im Dezember 2009 wie folgt:

Screenshot der Ankündigung des Polar USA Mitarbeiters Chris, welcher auch Moderator im Polar Forum ist

Den Link zur original Webseite mit der entsprechenden Ankündigung findet Ihr hier.

[Update]
Am 19.02.2010 hat im Polar Forum ein anderer Moderator die Aussage von "Chris" mit einer Ankündigung offiziell bestätigt. Diese lautet wie folgt:

Mac Support
We are happy to share that the first Mac compatible Polar product will be the CS500. Polar will provide Mac support for DataLink data communication (used by CS500) starting in May 2010 working with polarpersonaltrainer.com web-based training application. Following the CS500, Polar will widen its Mac supported product range in the Autumn 2010, when we will also provide Mac support for all FlowLink enabled Training Computers (like FT-series and RS300X).

At this time due to Mac hardware incompatibility with to IrDA interfaces, we cannot provide Mac support for Polar products that have application data transfer via IrDA devices. We do not foresee that this hardware restriction will change. However as we go forward, Polar plans to also provide Mac compatibility for many of its future performance application products via alternative data transfer techniques.

Die vollständige Ankündigung von Moderator kann findet Ihr hier. Der Ankündigung kann man entnehmen, dass im Mai der CS500 das erste Mac kompatible Polar Produkt sein wird. Im Herbst 2010 sollen zudem die Software um kompatible Geräte mit FlowLink Interface der FT-Serie sowie der RS300X auch am Mac nativ auslesbar sein. Gleichzeitig wurde eine zukünftige Unterstützung von aktuellen Geräten der RS-, CS- oder S-Serie mit IrDA Interface eine Absage erteilt. Diese Geräte werden deshalb wohl nie ohne eine Virtualisierungssoftware unter Mac OS X ausgelesen werden können.
[/Update]

28Dez/091

ANT+Sport fürs iPhone und iPod touch

Outdooranwendungen für Apples Medienspieler sind anfürsich nichts neues. Die Erweiterbarkeit mit ANT+Sport kompatiblen Zubehör allerdings schon. Eine neue innovative Firma namens PedalBrain hat sich zum Ziel gesetzte, alle Funktionen von Garmin oder Polar Geräten auf das Apple iPhone oder iPod Touch zu bringen. Gerade das aktuelle Apple iPhone 3Gs eignet sich ducrh sein spritzwassergeschützes Gehäuse und sein integrirtes UMTS Modem ideal. Möglich wird dieses allerdings erst durch eine spezielle Lenkerhalterung mit integriertem ANT+Sport Empfänger. Über diesen kann nicht nur ein Herzfrequenzsensor, sondern auch ein Geschwindigkeits-, Trittfrequenz- und/oder Leistungssensor an das Apple iPhone angeschlossen werden. Selbstverständlich kann aber auch, zumindest im iPhone der im Gerät integrierte GPS Chip zur Geschwindigkeits- und Distanzerfassung verwendet werden. Hat man nun die Aufzeichnung beendet, lassen sich die Daten übers Internet mit dem Webservice von PedalBrain synchronisieren, um sein Training über einen längeren Zeitraum dokumentieren und somit besser analysieren zu können. Auch wird man seine Trainigseinheiten in den entsprechenden Dateiformate für die TrainingPeaks WKO+ oder für die SRM Software exportieren können. Zudem können ganze Teams angelegt und verwaltet werden, welches PedalBrain für Trainer ebenfalls interessant machen dürfte. Diese sollen auch Ihre Trainingspläne oder Dinstleistungen zu einem selbst festgelegten Preis online über den PedalBrain Webservice anbieten können.


PedalBrain iPhone und iPod touch Adapter

Quelle: PedalBrain Inc.

Der iPhone ANT+Sport Adapter und die dazugehörige App sollen im Frühling für ca. 130 bis 190 Dollar auf den Markt kommen. In diesem Preis ist der Online-Service allerdings noch nicht enthalten und dessen monatliche Grundgebühr ist noch nicht endgültig festgelegt, wird sich aber im einstelligen Dollerbereich pro Benutzer bewegen. Zum Start soll es aber eine zeitlich begrenzte Testversion geben.

13Nov/090

Der Test: Garmin Forerunner 310xt vs. Polar RS800cx

Wie angekündigt kommt hier nun mein Test oder eher Vergleich der beiden aktuellen Topgeräte aus dem Hause Garmin bzw. Polar. Eigentlich wollte ich den Test, zügiger durchziehen, doch hat mich zum Einen eine in Anspruchnahme der Garmin 310xt Herstellergarantie und zum Anderen der  große Funktionsumfang beider Geräte mehr Einarbeitungszeit gekostet, als ursprünglich gedacht. Meinen Vergleich habe ich, der Übersichtlichkeit wegen, in drei Abschnitte und ein Fazit unterteilt. Mit Sicherheit sind diese Ausführungen hier kritisier- und vor allem diskutierbar, allerdings will ich hiermit unentschlossenen Interessenten beider Geräte die Möglichkeit geben, einen tieferen Einblick zu bekommen. Häufig sind diversen Lauf, Rad oder Triathlon Magazine eher plakativ als tief in die Materie hineinreichend und auch der sogenannte Fachhandel kann flächendekend nicht diese Qualität haben. Desweiteren empfehle ich dem interessierten Leser noch drei weitere Artikel in meinem Blog. Zum Einen ist der Vergleich Garmin SDM4 vs. Polar s3 Laufsensor sehr interessant und zum Anderen die Artikel "GPS - Kritische Auseinandersetzung im Hinblick auf die Nutzung im Sport" (noch in Arbeit!)  und technischnischer Hintergrund (der Polar) Laufsensoren.

Garmin Forerunner 310xt vs. Polar  RS800cx


Versionen und Lieferumfang

Grundsätzlich sind sich die Produktpackungen beider Hersteller sehr ähnlich. Garmin bietet seinen Forerunner 310xt allerdings nur in drei versionen an. Als Grundpackung den Forerunner 310xt in Verbindung mit einem Ladegerät samt USB Ladekabel, sowie dem ANT+USB Stick zur Datenübertragung. Ein Brustgurt zur Herzfrequenzerfassung ist hier also nicht enthalten. Als zweite Version bietet Garmin den FR310xt zusammen mit dem Standard Pulsgurt und als dritte Version mit dem Premium (Textil) Brustgurt. Alles kompatiblen Sofwarelösungen, sprich Garmin Training Center und ANT+ Agent, stehen auf der Garmin Webseite zum kostenlosen Download, sowohl für Windows PCs, als auch für Macs bereit. Über das ebenfalls kostenlose Garmin Communicator Plug-In wird der Forerunner auch kompatibel zum kostenlosen WebService Garmin Connect.

Bei Polar gibt es ebenfalls eine Grundversion. Hier ist allerdings schon der Polar WearLink+ w.i.n.d. im Lieferumfang enthalten. Zudem kommt die RS800cx mit einem Polar IrDA USB Interface und der Polar ProTrainer 5 Software. Auf der Polar Webseite kann noch die kostenlose Polar WebLink Software heruntergeladen werden, die dem Laufcomputer eine Verbindung zum kostenlosen polarpersonaltrainer.com Webservice ermöglichen. Auf der Grundversion aufbauend gibt es noch die RS800cx run, welche zusätzlich den Polar s3 Laufsensor enthält und die RS800cx multi mit Polar G3 GPS Sensor. Für die Radfahrer ist die RS800cx bike erhältlich, welche zusammen mit einen Speedsensor w.i.n.d. geliefert wird. Zusätzlich gab es im Sommer 2009 zwei Sondermodelle RS800cx Master Edition welche in verbindung mit s3 Laufsensor, G3 GPS Sensor und dem Bike Speedsensor w.i.n.d. geliefert wurde. Die RS800cx ProTeamEdition richtete sich eher an die Rad fahrer und hatte abgesehen von der geänderten Optik und dem Bike Cadence Sensor w.i.n.d. den identischen Lieferumfang wie die RS800cx bike.

Die genauen Abmessungen und Gewichte beider Geräte und deren Sensoren findet Ihr in meinem Blogartikel "Erster Eindruck: Garmin Forerunner 310xt (vs. Polar RS800cx).

Garntie und Service als ein Teil des Lieferumfanges

Was für meine Sicht auch zum Lieferumfang gehört, ist die Herstellergarantie und der Service. Garmin schein seinen eigenen Geräten nicht wirklich zu trauen und gewehrt seine Herstellergarantie nur ein Jahr. Dank des deutschen Gewehrleistungsrechts, hat man selbstverständlich einen Anspruch gegenüber seinem Händler von zwei Jahren. Bei vermeintlichen Internetschnäppchen im Ausland, kann dies allerdings auch zu einem Boomerang werden. Polar scheint seinen Geräten mehr zuzutrauen und gewehrt zwei Jahre weltweite Herstellergarantie. Somit kann man bedenkenloser im Ausland zuschlagen und hat im Falle einer Händlerpleite auch einen Anspruch gegenüber dem Hersteller. Ich habe auch schon mit den Serviceabteilungen beider Hersteller zu tun gehabt. Sowohl innerhalb als auch außerhalb der Gewährleistungs- bzw. Garantiezeit. Innerhalb dieser Zeit tauscht Garmin wie auch Polar Geräte anstanslos aus. Ist die gesetzliche Pflicht abgelaufen, ersetzt Garmin die Geräte zwar auch noch komplett, verlangt dafür aber eine Reparaturpauschale im dreistelligen Bereich. Das habe ich selbst bei einem drei Jahre alten Garmin Edge305 erlebt. Hier war die Gummierung eines Knopfes durch die normale Nutzung durchgescheuert. Eine gebrochene Taste meiner S710i hat mir Polar hingegen nach sechs Jahren kostenlos ersetzt. Ein Anruf, freundliches Gespräch und zwei Tage später war die Taste in meinem Briefkasten.

Grundlegende Funktionen

Zunächst  ist die Anzeige der Uhrzeit eine der grundlegensten Funktionen einer (Sport-) Uhr. Garmin scheint sein Gerät, auf Grund der Abmasse gar nicht für dem täglichen gebrauch entworfen zu haben, so dass auf eine Displayanzeige im "Stand-by" Modus komplett verzichtet wird. Polar hingegen spendiert seiner RS800cx nicht nur Uhrzeits-, Datums- und personalisierbare Logoanzeige, sondern packt sein Gerät in ein ansprechend designtes Gehäuse. So kann man diesen Trainingscomputer durchaus mal außerhalb des Trainings tragen.

Genauigkeit der Herzfrequenz

Eine weitaus wichtger Funktion hingegen ist die genaue Anzeige der Herzfrequenz. Die Hersteller werben gerne mit dem Begriff "EKG-genau". Ist dem wirklich so? Zumindest meine Polar Uhr samt WearLink+ Brustgurt habe ich schon bei der Leistungsmessung gegen ein EKG-Gerät antreten lassen. Mit Hilfe von Excel konnte ich beide Datenreihen vergleichen und hab hier nur minimale Unterschiede im Bereich von maximal zwei Schlägen pro Minute (bpm) feststellen können. Bei eine Puls von 200bpm liegt der Unterschied somit bei akzeptablen 1%. Den Forerunner konnte ich leider noch nicht bei einer Leistungsdiagnostik tragen, so dass ich Ihn hier nur mit der Polar RS800cx vergleichen kann. Allerdings waren auch hier die Unterschiede marginal und im Rahmen der Messungenauigkeit. Die Maximal- und Durchschnittswerte einer Einheit waren identisch oder hatten eien Abweichung von nur  1bpm. Deshalb habe ich auf eine genauere Betrachtung verzichtet.

Erweiterungsmöglichkeiten und externe Sensoren

Beide Systeme können durch externe Sensoren ergänzt werden. Da beim Forerunner 310xt der GPS Empfänger schon integriert ist, bietet Garmin lediglich einen äußerst kompakten SDM4 Laufsensor für die Erfassung der "Pace" sowie die Indoor Nutzungan und einen kombinierten Speed-/Trittfrequenzsensor für Fahrräder an. Zusätzlich versteht der garmin Leistungsmessgeräte von Drittanbietern wie SRM oder CycleOps. Auf die genauen Funktionen der Sensoren komme ich aber später in den jeweiligen Sportarten genauer zu sprechen. Auch kann der Forerunner 310xt z.B. mit der Tanita BC-1000 Körperwaage zum automatisierten erfassen und übertragen neun mehr oder weniger wichtiger Parameter kombiniert werden. Hierbei sind wohl Gewicht, Körperfettanteil oder Wasseranteil die wichtigsten. Momentan ist diese Waage aber nicht in Europa erhältlich und auf Nachfrage beim Importeur ist auch kein Einführungstermin zu erfahren.

Da die RS800cx von sich aus keine Geschwindigkeit oder zurückgelegte Distanzen ermitteln kann, bietet Polar eine ganze Reihe von Sensoren an. Jede gewünschte Funktion benötigt somit Ihren eigenen Sensor. Der Vorteil von diesem System ist der leichte&schlanke Armbandempfänger und dass man nur die zusätzlichen Sensoren "mitschleppen" muss, dessen Daten man auch wirklich braucht. Zudem halten fast alle Sensoren, abgesehen vom G3 GPS Sensor, und der RS800cx selbst mit einer Batterie jahrelang durch. Der Nachteil ist natürlich, dass man nicht alles kompakt in einem Gerät hat. Folgende Sensoren gibt es für die RS800cx. Zunächst den Polar G3 GPS Sensor, welche Geschwindigkeits- und Distanzmessung erlaubt, den Polar s3 Laufsensor, welcher beim Laufen wie der Garmin SDM4 Distanz, Geschwindigkeit und die Schrittfrequenz erfassen kann, sowie den Bike Speedsensor w.i.n.d. und Bike Trittfrequenzsensor w.i.n.d. Auch zu diesen Sensoren mehr in den jeweiligen Sportarten.

Aufzeichnungsmöglichkeiten und Speicherintervalle

Bei Polar kann man das Speicherintervall selber wählen. Hier besteht die Möglichkeit zwischen 1s, 2s, 5s, 15, oder 60s zu wählen. Abhängig von den gewählten Funktionen geht die verfügbare Speicherzeit von knapp über 4h bis maximal 4096 Stunden. Als Besonderheit bietet Polar die sogenannte Beat-to-Beat oder R-R Erfassung an. Hier wird zusätzlich zu den normalen Werten noch der zeitliche Abstand eines jeden Herzschlages zum vorhergehenden abgespeichert. Diese Funktion ist aber eher im wissenschaftlichen Bereich oder dem Spitzensport mit den entsprechenden Fachwissen sinnvoll. Garmin gibt hier keine Möglichkeit die Datenrate zu beeinflussen. In der Bedienungsanleitung findet man nur schwammig die Aussage "Bei der Aufzeichnung eines Trackpunktes alle vier Sekunden, kann der Forerunner ca. 20h ausführliche Messwerte aufzeichnen." In der Praxis konnte ich bei den ausgelesen Daten allerdings eher eine Speicherintervall von ca. 8sek feststellen.

Teil 1: Erhältliche Versionen und die  grundlegenden Funktionen
Teil 2: Erweiterte Funktionen und die verschiedenen Softwarelösung
Teil 3: Verwendung beim Laufen, im Radsport oder in der Königsdiziplin Triathlon
Teil 4: Mein Fazit

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Der Vergleich: Garmin SDM4 vs. Polar s3 Laufsensor

Wie vor einiger Zeit versprochen, hier nun meine Testergebnisse vom Vergleich des Polar s3 Laufsensor mit dem pendant SDM4 von Garmin. Wer mehr über die grundlegende Funktionsweise der Sensoren wissen möchte, sei an dieser Stelle auf die Seite "Technischer Hintergrund der Polar Laufsensoren" verwiesen. Zunächst einmal hat der Garmin Sensor im Vergleich der Größe und dem Gewicht die Nase vorne. Mit insgesamt 35x25x7,5mm und 9g schlägt der SDM4 den Polar Sensor mit seinen 55x40x13mm und 28g deutlich. Allerdings verwendet der Polar s3 Laufsensor eine deutlich größere Batterie, die eventuell eine längere Laufzeit ermöglicht. Diese liegt aus eigener Erfahrung beim Polar s3 deutlich über den von vom Hersteller angegebenen 200 Betriebsstunden. Garmin gibt eine Betriebszeit von 400h an, welche ich allerdings mit meinem SDM4 noch längst nicht erreicht habe. Bei der Inbetriebnahme unterscheiden sich allerdings beide Geräte ein wenig. Muss man bei Polar den s3 Laufsensor, wie z.B. bei Bluetoothgeräten, mit dem Armbandempfänger fest koppeln, so muss man dies beim Garmin nicht. Dies kann insbesondere in der heißen Phase vor dem Start eines Rennens zu Problemen führen, wenn man seinen Forerunner startet und sich andere Garmin Laufsensoren noch in der Nähe befinden. Mir ist das allerdings noch nicht passiert, da ich meinen 310xt schon deutlich früher starte (auch wegen des GPS Empfanges) und dann erst mich in den Startblock stelle.


Größenvergleich von Polar s3 und Garmin SDM4 Laufsensor

Nun aber zum eigentlichen Test. Um es vorweg zu sagen, hierbei handelt es sich um keine wissenschaftliche Studie, sondern nur um meine persönlichen Erfahrungen. Zwar habe, wie Ihr noch sehen werdet, größte Sorgfalt darauf gelegt, dass die "Testverhälnise" reproduzierbar waren, allerdings liegen nur die Daten eines Läufers, nämlich mir selbst vor. Wollte man eine abschließende Aussage über die Genauigkeit der Systeme treffen wollen, so benötigt man eine Testgruppe von 25 bis 50 Läufern. Ich selbst habe die Sensoren einmal an den Schuhen (Adidas SupernovaCSH) gemäß Bedienungsanleitung angebracht und über den gesamten Testzeitraum unverändert montiert gelassen. Auch habe ich nach Ablauf meiner Testphase die Sensoren am jeweiligen anderen Schuh montiert um ausschließen zu können, dass der Fuß (links/rechts) einen Einfluss auf die Ergebnisse hat. Dem war auch nicht so und die Messwerte waren im Mittel identisch. der Ablauf des Trainings war, bis auf die Geschwindigkeit, immer gleich. So bin ich immer die identsche Strecke von 13,030km gelaufen. Die Distanz habe ich mit meinem Mountainbike ermittelt, welches eine Abweichung von weniger als 50cm auf 2km hat. Die Strecke führt auf 9,857km (76%) über Asphalt und auf 3,188km (24%) über befestigte Feld- oder Waldwege. Insgesamt sind auf diese Weise 22 Läufe mit über 286km Gesamtlänge zusammengekommen.  Die Wetterbedingungen waren in einer Spanne von 17-23°C von heiter bis wolkig, ebenso vergleichbar wie der Zustand des Untergrundes. Bei der Geschwindigkeit habe ich extrem darauf geachtet, dass Sie in einem Bereich von +/- 7sek/km in Bezug auf die Zielgeschwindigkeit blieb. Auch bei den Einheiten mit 4:15 hat das reibungslos geklappt, wohingegen ich Einheiten mit 4:00/km rausgenommen hab.


Diagramm der geschwindigkeitsabhängigen Kalibrierungsfaktoren vom Polar s3 und Garmin SDM4 Laufsensor

Um das Ergebnis etwas übersichtlicher darzustellen, habe ich die Werte jeweils für die angegebenen Geschwindigkeiten gemittelt. Die Streuung der Werte innerhalb eines Messwertebereiches war allerdings auch entsprechend gering. Wenn man einen idealen Kalibrierungsfaktor haben könnte, so wär eine im Schaubild eine waagrechte Gerade optimal, wenn Sie noch auf dem Kalibrierungswert von 1.000 liegen würde, wäre Sie ideal (und man könnte sich den Kalibrierungsfaktor sparen). Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass der Garmin SDM4 der bessere Sensor wäre, weil seine Kurve durchweg näher an den idealem Klaibrierungsfaktor von 1.000 liegt. Sprich die Abweichung ist unkalibriert genauer als die vergleichbare Abweichung von Polar s3. Allerdings ist die Spannweite mit "26 Punkten" und auch die Streuung deutlich größer als bei Polar. Hier liegt die die Spannweite bei nur "17 Punkten" und die Streuung ist mit "6,1 Punkten" ebenfalls erheblich niedriger als beim Garmin mit "10,7 Punkten".  Was bedeutet dies jetzt genau. Bei Garmin stellen 26 Punkte 26m pro Kilometer dar. Stellt man den Kalibrierungsfaktor auf den Mittelwert der Spannweite ein, so bedeutet dies eine maximale Abweichung von +/-13m oder +/-1,3%. Beim Polar sind die Werte mit +/-8,5m bzw. +/-0,85% entsprechend geringer. Dies sieht man auch im Schaubild an der deutlich flacheren linearen Näherungsgeraden.

Fazit:
Die Unterschiede bei Gewicht, Batterielaufzeit, Genauigkeit und letztendlich dem Preis sind äußerst gering. Der Garmin SDM4 punktet mit dem niedrigeren Gewicht und dem besseren Werten bei der unklibrierten Verwendung. Der Platzhirsch Polar s3 bleibt aber für erfahrene oder technisch versierte Benutzer die genauere Lösung.

veröffentlicht unter: ANT+, Garmin, Polar, Running, Triathlon keine Kommentare
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