pietsch.ro
4Jun/101

Polar ♥ Apple! WebSync Software für Mac OS X erschienen

Screenshot Polar WebSync 2 SoftwareNachdem es in der letzten Zeit etwas ruhiger um die finnischen Herzfrequenzspezialisten geworden ist, haben Sie nun die WebSync 2 Software für Mac freigegeben. Diese ist zu den Polar Herzfrequenzmessern kompatibel, welche die datenübertragen mittels FlowLink oder Datalink unterstützen. Im Einzelnen wird aktuell der Polar CS500, RS300x, FT80, FT60, FT40, FT7 und FA20 unterstützt und diese Modelle können Ihre Daten mit dem kostenlosen Webservice polarpersonaltrainer.com abgleichen. Ebenfalls aktualisiert und vereinheitlicht Polar auch die Windows Version der WebSync Software. Die vormals nur mit dem CS500 kompatible WebSync 2 Software unterstützt nun auch die oben genannten FlowLink kompatiblen Geräte. Beide Installationspakete können hier heruntergeladen werden. Beide Versionen konnten bei einem kurzen Test durch schnelle und problemlose Übertragungen glänzen, wobei "Langzeiterfahrungen" erst einmal abgewartet werden müssen. Deshalb habe ich aus gegebenen Anlass ein "Polar WebSync 2 & polarpersonaltrainer.com Special" zusammengestellt, in welchem ich die ersten Schritte mit vielen Screenshots zusammengestellt habe.

Polar WebSync 2 Software auf einem Windows PC installieren
Polar WebSync 2 Software auf einem Apple Mac installieren
Synchronisation zwischen CS500 und polarpersonaltrainer.com mit Hilfe der WebSync 2.0 Software einrichten

12Mai/101

In eigener Sache: Neuer Materialsponsor Velocite Bikes

Velocite LogoNachdem ich für 2010, nach diversen Herausforderungen der vergangenen Jahre wie der Tour Transalp, meine erste Triathlon Langdistanz geplant habe, steht nicht nur die Verbesserung meines Trainings oder der Ernährung auf dem Programm. Nach intensiver Suche und abwägen diverser Optionen konnte ich einen weiteren Materialsponsor im Bereich des Radsportequipments gewinnen. Der hierzulande noch eher unbekannte taiwanesische Radhersteller Velocite hat ein breiter angelegtes Team Rider Programm für Amateursportler und stellt in Zukunft diverses "rollendes" Material für mich. Zunächst liefert Velocite sein Premium Rennradrahmenset Helios samt seinem Noir 38/50 Hochprofil-Carbon Laufradsatz, doch sind schon weitere für mich interessante Produkte wie eine kompromisslose Zeitfahrmaschine oder einen Aero-Rennradrahmen in der Pipeline. Besonders interessant daran ist, dass sich für beide genannten Rahmen Lewis Mathiske verantwortlich zeigt, welcher sich schon für die sehr erfolgreichen und wegweisenden "Teschner" Zeitfahrrahmen verantwortlich zeigte.

Velocite Helios

Quelle: Velocite Bikes

Abgesehen vom ansprechenden Design zeichnen sich die Produkte von Velocite Bikes besonders durch den hohen Innovationsgrad aus. Ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis wird hierbei allerdings nicht aus den Augen gelassen. Beispielhaft möchte ich im Folgenden dies kurz veranschaulichen.

Features des Velocite Helios Framesets:

  • High Modulus Carbon (HMC) Fasern für höchstmögliche Steifigkeit bei niedrigem Gewicht
  • BB30 Tretlagergehäuse für hohe Tretlagersteifigkeit bei geringem Q-Factor
  • Asymetrische 1 1/8" - 1,5" Steuerrohr und Gabelschaft für höchstmögliche Lenkerkopfsteifigkeit
  • Integrierte Sattelstütze
  • Interne Verlegung der Schaltzüge
  • High performance Shain Stays (HPC) für eine maximale Stabilität des Hinterbaus und somit hervorragender Kraftübertragung.
  • Ausfallende und Kettenstrebe werden in Monocoque Bauweise (MDC) gefertigt. Zudem sind die eher dünnen Sattel- und eher voluminösen Kettenstreben dem Kräfteverlauf optimal angepasst um größtmögliche Stabilität bei hohem Komfort zu umzusetzen
  • Gewicht liegt bei realen 1220g in XL und ungekürzter Sattelstütze

Velocite Bikes sucht noch weitere ambitionierte Radsportler im deutschsprachigen Raum. Zum momentanen Zeitpunkt sind einige "Team-Rider" Plätze noch unbesetzt, so dass ich jedem interessierten C-Amateur (und natürlich auch drüber) nur raten kann, sich mittels des "Team Rider Application Forms" zu bewerben...

2Mai/106

Suunto stellt Movescount.com Webservice vor…

Movescount.com Logo

Quelle: Suunto Oy

Nachdem polarpersonaltrainer.com und den Garmin Connect Webservice stellt nun auch Suunto einen eigenen Webservice namens movescount.com vor. Momentan ist der Dienst nur in englischer Sprache verfügbar und hat deswegen noch den Status "Beta". Da er aber schon seit längerer Zeit in einer geschlossenen Testphase, auch von erfahrenen Nutzern ausgetestet werden konnte, ist der Dienst weitestgehend ausgereift. Der Service ist zunächst kostenfrei und kann auch ohne Suunto Produkt verwendet werden. Mit den kompatiblen Suunto Herzfrequenzmessern t3, t4, t6, M4, M5, x9i, x9mi, x10, x10m und MemoryBelt kann man allerdings seine aufgezeichneten Daten mittels der MovesLink Software automatisch an die Suunto Server übertragen. Erfreulicher Wiese steht diese Software nicht nur Windows, sondern auch Mac Usern zur Verfügung, so dass nun die wichtigsten beiden Betriebssysteme gleichberechtigt sind. Auch muss zum Zeitpunkt des Auslesens keine Onlineverbindung bestehen, sondern von der Uhr zum Computer übertragene Einheiten können auch zu einem späteren Zeitpunkt an movescount.com übertragen werden. Je nachdem wann wieder eine Verbindung zum Internet besteht. Auch können alte Daten aus dem Suunto Trainings Manager oder dessen "Lite" version mittels des darin enthaltenen MovesConverter in den neuen Webdienst integriert werden.

Movescount selbst bietet gegenüber den etablierten Lösungen einige Neuerungen bzw. Detailverbesserungen. Augenscheinlich haben sich die Suunto Entwickler einen Trainingstagebuch, einen Trackmanager für GPS-Daten und Facebook zum Vorbild genommen und so die wünsche der User vereint. Flickr.com, YouTube.com oder Facebook Integration wird von Anfang an geboten. Auch bietet der Webservice selbst viele Facebook ähnelnde Möglichkeiten, wie einem öffentlichen Profil, Kommentare, (Trainings-)Gruppen oder auch Fans.

Der Trainingstagebuchbereich gliedert sich in das "Scoreboard", welches eine zentrale Übersicht bietet, "Moves" welches die einzelnen Daten einer Trainingseinheit darstellt und "My Moves - Summery" welche eine einfache zusammengefasste Darstellungung vorher ausgewählter Trainingseinheiten bzw. Trainingszeiträume ermöglicht. Als letztes kann man sogenannte Routen erstellen und diese den eigenen Moves zuordnen. Durch die Communityfunktionen kann man seine Moves und Routen auch anderen Nutzern zugänglich machen. Ebenfalls in den Bereich der Community-Features fallen die schon vorher erwähnten Gruppen und "Fans". Erstere sind als virtuelle Trainingsgruppen zu verstehen. Hier kann man sich entsprechende "Ranglisten" anzeigen lassen, wer zum Beispiel die meisten Trainingsstunden in den letzten Wochen absolviert hat. Abgerundet wird die gemeinschaft von diversen Kommentierungsmöglichkeiten innerhalb von Gruppen oder Moves anderer Benutzer.


Screenshot der SoftwareanwendungScreenshot der SoftwareanwendungScreenshot der Softwareanwendung

Quelle: Suunto Oy

16Apr/106

Erster Eindruck: Polar CS500 mit allem Zubehör

Pünktlich zum Saisonbeginn für uns Radsportler liefert Polar seine neuste Cyclingkreation CS500 aus. In der gewohnt edlen schwarzen Pappbox versteckt sich der erstmalig trapezförmige Radtacho und dessen Zubehör.

Im Lieferumfang des CS500  ist enthalten:

  • Polar CS500 Radcomputer
  • Duallock Tachohalterung mit Gummiunterlage und Kabelbindern
  • Polar WearLink+ w.i.n.d. samt Textil Brustgurt
  • Polar Speed Sensor w.i.n.d. mit Gummiunterlage und Kabelbindern
  • Polar universal Speichenmagnet
  • Bedienungsanleitungen und Infoblatt "Konformitätserklärung"
  • Internationale Polar Garantiekarte

Der Polar CS500cad enthält zusätzlich noch:

  • Polar Trittfrequenz Sensor w.i.n.d.
  • Polar Kurbelmagnet und dazugehöriges Befestigungsklebeband.

Zusätzliches Zubehör kann noch zusätzlich erworben werden:

  • Polar Trittfrequenz Sensor w.i.n.d.
  • Polar Speed Sensor w.i.n.d.
  • Polar Power Output Sensor w.i.n.d.
  • Polar DataLink USB Interface

Polar CS500

Der CS500 selbst ist hochwertig verarbeitet und Teile des Gehäuses aus Metall. Insbesondere die Befestigung ist sehr massiv. Hierbei hacken sich zwei Hacken auf der Rückseite des Gerätes in zwei Metallbolzen in der Halterung ein. Zum Einsetzen und Entfernen des Tachos muss man einen gut erreichbaren Schiebeschalter in dessen Richtung schieben. Dies klingt vermeindlich kompliziert, ist es aber nicht. Sitzt die Halterung einmal fest am Rad, so kann man den Radcomputer schnell mit einer Hand einsetzen und wieder entnehmen. Der CS500 besitzt nur noch eine herkömmliche Taste auf der Vorderseite. Die rote Start-/Stopptaste sitzt wie gewohnt unterhalb des großen Displays. Auf dessen Anzeige passen bis zu fünf verschiedene Anzeigewerte. Gesteuert wird das Gerät im übrigen über zwei Tasten auf der Rückseite. der Clou an den "Rocker Switch" getauften Tasten ist die Montage in der Halterung. Dadurch wird der CS500 nämlich entlang seiner in Fahrtrichtung zeigenden Längsachse "kippbar". Dies führt dazu, dass man mit der Hand oder den fingern keine genaue Taste drücken, sondern nur noch die linke oder rechte Hälfte des Displays oder dessen Randes. Kippt das Gerät leicht, drückt eine Nase in der Halterung auf die auf der Rückseite befindlichen Tasten. Wenige Minuten montiert, bin ich sehr begeistert von diesem Bedienkonzept. Besonders an meiner Zeitfahrmaschine könnte ich mir eine entsprechende Montage zwischen den Extensions vorstellen. So könnte man den CS500 bequem mit dem Ansatz des Daumens bedienen ohne seine Hand von den Schalthebeln nehmen zu müssen. Die Montage des kompletten Sets ist eher einfach. Kabelbinder durch die Halterung, Gummiunterlage drunter gesteckt und am Vorbau die Kabelbinder gut festgezogen. Das gleiche noch einmal mit dem mitgelieferten Speed Sensor w.i.n.d. und noch schnell den Speichenmagnet mit Hilfe der Schraube festziehen. Das war es dann auch schon.

Was zunächst negativ aufgefallen ist, ist dass der Polar CS500 scheinbar nur englisch "spricht". Es gibt twar nicht viele Textanzeigen, diese sind allerdings alle in englsicher Sprache. Eine Option dies umzuschalten konnte ich nicht finden und wird im Handbuch ebenfalls nicht erwähnt.

Mehr zum CS500 werde ich in den folgenden Tagen berichten. Insbesondere in Verbindung mit der neuen WebSync 2 Software für die Datenübertragung in Verbindung mit dem Polar DataLink USB Stick. Wen es aber interessiert, der findet unter folgendem Link die vollständige Bedienungsanleitung des CS500 in deutscher Sprache. Auch werde ich ausführlich auf die Neuerungen des polarpersonaltrainer.com Webservices eingehen, der einige neue Dinge in Verbindung mit dem Polar radcomputer bietet.

Polar CS500 mit allem ZubehörBefestigungsmechanismus des Polar CS500Der Polar CS500 samt halterung von der SeiteDie Halterung mit Verriegelungsmechanismus auf der 'Gabelseite'Polarparade! Alle aktuellen Radmodelle CS600x (links), CS500 (mitte) und RS800cx pte (rechts)

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3Apr/100

Polar RS800cx Pro Training Edition 2010

Nicht nur Garmin und Suunto bringen diverse neue Farben auf Ihre aktuellen Produkte, sondern auch Polar startet mit zwei Sondermodellen seines RS800cx Multisportcomputers in die 2010er Saison. Die RS800cx Pro Training Edition 2010 Premium orientiert sich nicht nur optisch sehr stark an der 2009er RS800cx PTE Masters Edition, sondern auch der Lieferumfang ist identisch. Demnach kommt die RS800cx PTE10 Premium mit G3 GPS Sensor, s3 Laufsensor, Bike Speed Sensor w.i.n.d., WearLink+ w.i.n.d. Brustgurt, Polar IrDA USB Interface, Polar ProTrainer 5 sowie einer universal Fahrradlenkerhalterung. Die RS800cx PTE10 Bike richtet sich hingegen direkt an Radfahrer und wird entsprechend anstatt des Polar G3 GPS Sensors und s3 Laufsensors mit einem Trittfrequenzmesser w.i.n.d. ausgeliefert. Entsprechend ist dieses Modell deutlich günstiger zu haben. Erstmalig versieht Polar das Armband an der linken Unterseite der Uhr mit einer einmaligen Lasergravur in Form einer fortlaufenden Nummer. Dies soll die Exklusivität der Modelle weiter hervorheben.


Polar RS800cx Pro Training Edition 2010

Beide Sondermodelle sind wie ebenfalls der neue Polar CS500 ab Mitte/Ende April 2010 erhältlich. Die RS800cx Pro Training Edition 2010 Premium soll, laut Hersteller, für einen Listenpreis von 579€ über die Ladentheke gehen. Die RS800cx Pro Training Edition 2010 Bike soll hingegen 399€ und somit 30€ weniger als die reguläre RS800cx Bike ohne Trittfrequenzsensor w.i.n.d. kosten.

13Mär/100

Luftposterumschlag fürs Rad im Flieger…

Momentan scheinen die Kanadier auf Grund der Olympischen Winterspiele geradezu begeisterte Entwickler für Sportequipment zu sein. Nachdem ich schon über eine aus den Rockies stammende Skibrille mit HeadUp-Display geschrieben habe, hier nun eine weitere clevere Entwicklung. Wie man schon dem angefügten Bild entnehmen kann, handelt es sich um eine Taschen und Koffermischung zum Radtransport im Ferienflieger. Muss man im Flugzeug auf dem Weg ins nächste Trainingslager immer Angst um sein bestes Stück haben, so soll einem die Biknd Helium Transporttasche einen sicheres Gefühl an Board geben. Der ca. 9kg schwere Heliumbag ist eine faltbare Tasche mit Hardschalen Elementen und fester Bodenplatte. Angesichts der Tatsache, dass die Tasche gleich zwei Laufradsätze aufnimmmt, Rahmen bis RH64 (RR und MTB mit Federgabel) schlucken soll und auch noch problemlos Schuhe, Helm und anderen Kleinkram aufnimmt, relativiert sich das angegebene Gewicht. Hartschalenkoffer wiegen nicht selten 15 Kilogramm und tun sich vorallem bei großen Rahmen recht schwer. Der Clou der kanadischen Radtasche sind die aufblasbaren Schutz- und Zwischenwände. Mit der mitgelieferten Fußpumpe lassen sich integrierte Luftkissen soweit aufpumpen bis das Gesampaket eine rutschfreie und rundum sichere Form angenommen hat. Dann soll nichts mehr scheppern, den Lack zerkratzen oder sich selbstständig machen können. Die Laufradsätze liegen dabei jeweils seitlich am Rahmen und werden ebenfalls von großen Luftpolstern "eingeklemmt" und somit geschützt. Hinterbau und Kurbel liegen unter einer festen Schutzhaube. Einziger Nachteil des ganzen Paketes ist eventuell die vom Hersteller empfohlene Demontage des Schaltwerks.

Der angestrebte Preis und ab wann die Tasche auch in Deutschland bzw. Europa erhältlich sein wird, ist bisher noch nicht bekannt.

Sport Scheck - Alles für Sport und Freizeit


Biknd Helium Transporttasche für Sportequipment

Quelle: Biknd Inc.

16Feb/100

Made in Germany: THM Scapula F Gabel mit integrierter Bremse

Mit freundlicher Genehmigung von Zeal Optics Inc.

Quelle: THM Faserverbund-Technologie GmbH

Normalerweise stelle ich in meinem Blog keine Produkte vor, welche nicht von uns Normalsterblichen erworben werden können. Da aber die THM Scapula F Aerogabel so innivativ ist, soll sie hier an dieser Stelle trotzdem Erwähnung finden. Zumal sie nicht nur am neuen Storck Aero 2, sondern auch am Rad des ein oder anderem Triathlon Stars oder Zeitfahrspezialisten bei der Tour de France zu finden sein wird. Neben den schon legendären Lightweight Laufrädern und ein weiteres Spitzenprodukt mit dem Label "Made in Germany". Der Clou der Scapula F ist nicht nur das niedrige Gewicht von ca. 340g, sondern dass in der Gabelscheide noch zusätzlich die Bremse integriert ist. Findet man bei Rennrädern üblicherweise vorne eine Dual Pivot Bremsen, folgt die in der Scapula F integrierte Bremse dem Konstruktionsprinzip der V-Brake. Durch das integrierte Konstruktionsprinzip wird vorallem der Gewichtsnachteile der V-Brake eliminiert und gleichzeitig eine vergleichsweise hohe Bremskraft erreicht. Zudem verspricht THM, dass die Gabel, wie bei ihrer Schwester - die Scapula SP - eine extreme spezifische Seitensteifigkeit besitzt, welches Bremseigenschaften, Sicherheit und Fahrstabilität erheblich verbessern. Vor allem für Triathleten und "Zeitfahrer" wird die Gabel aufgrund ihrer stark verbesserten Aerodynamik interessantes "Tuningpotential" bieten.

Schlussendlich muss man sich bei einem Preis von ca. 1100€ allerdings fragen, was mehr erleichtert wird. Das Gewicht des eigene Rades oder des Geldbeutels?

30Nov/090

Mavic gibt Gummi…

Mavic Ksyrium Yksion K10 Felgen Reifen CombiFür diese Jahreszeit überraschend, präsentiert der Radsportausrüster Mavic einige Monate nach der EuroBike Rennradreifen mit den eigenen Firmenlogo. Betrachtet man die Strategie der Franzosen, so wurde in den letzten Jahren kontinuierlich das Sortiment vom reinen Laufradbauer hin zum Radsportausrüster beschritten. Mittlerweile sind unter anderem Radcomputer, Ketten&Kassetten, Pedalsysteme, Radschuhe und Radsportbekleidung mit dem gelben "M" erhältlich und es ist nicht verwunderlich, dass man zu den verschiedenen Laufrädern nun auch die passende Reifen anbietet will. Den Anfang wird hierbei das zehnjährige Ksyrium Jubiläumsset Ksyrium Yksion K10  im Januar 2010 machen. Dieses Set richtet sich mit seinem Komplettgewicht von ca. 2100g (mit Reifen&Schläuchen aber ohne Schnellspanner) hauptsächlich an ambitionierte Radsportler mit vielen Jahreskilometern. Entsprechend hoch fallen auch die Anforderungen nach Laufleistung und Pannensicherheit aus. Der Preis von ca. 1000€ ist ebenfalls ambitioniert und sorgt hier für Ebbe im Geldbeutel. Die einzelnen K10 Reifen schlagen mit 225g und ca. 50-60€ ebenfalls recht heftig ein. Im Moment, werden die Dual-Compound Reifen von einem thailändischen Hersteller nach Mavics Spezifikationen hergestellt. Dieser Lieferant fertigt scheinbar aber auch für einige andere große Namen in der Radbranche.

Mavic plant Reifen für viele zukünftige Laufradsets verschiedenster Disziplinen, insbesondere auch für den MTB Bereich, anzubieten. Wenngleich hier durch den deutlich größeren Entwicklungsbedarf es noch Jahre dauern kann, bis entsprechende Reifen den Weg in die Regale der Radsporthändler finden. Zudem sind diverse Tubless Reifen (UST) in der Entwicklung. Ein Pressesprecher von Mavic betont bei einer inoffiziellen Vorstellung des die Idee für die Reifen-Laufradsatzkombination vor Jahren entstand. Damals gelangte man zur Erkenntnis, dass man mit konventionellen Materialen oder Denkweisen, die Leistung der Laufräder nicht mehr weiter steigern konnte. Zurückblickend ist dies also der nächste logische Schritt gewesen. Dies öffnet, nach Aussage eines weiteren Mavic Mitarbeiters, in den Bereichen Gewichtsreduktion, Performance und Aerodynamik von Laufrädern, völlig neue Ansätze. Aber trotz der vielen Marketing Floskeln gibt man sich bei Mavic auch selbstkritisch. So will man (momentan) keinesfalls die großen Hersteller, wie Michelin, Continental oder Schwalbe angreifen. Diese Hersteller machen einen hervorragenden Job und Mavic geht erst seine ersten Schritte. Obwohl man in den letzten Jahren viel Feedback von Mavic gesponserten Radprofils gesammelt hat, hat man nach eigener Aussage noch viel Potential für Verbesserungen!

veröffentlicht unter: EuroBike, Mavic, Rennrad, Triathlon keine Kommentare
13Nov/090

Der Test: Garmin Forerunner 310xt vs. Polar RS800cx

Wie angekündigt kommt hier nun mein Test oder eher Vergleich der beiden aktuellen Topgeräte aus dem Hause Garmin bzw. Polar. Eigentlich wollte ich den Test, zügiger durchziehen, doch hat mich zum Einen eine in Anspruchnahme der Garmin 310xt Herstellergarantie und zum Anderen der  große Funktionsumfang beider Geräte mehr Einarbeitungszeit gekostet, als ursprünglich gedacht. Meinen Vergleich habe ich, der Übersichtlichkeit wegen, in drei Abschnitte und ein Fazit unterteilt. Mit Sicherheit sind diese Ausführungen hier kritisier- und vor allem diskutierbar, allerdings will ich hiermit unentschlossenen Interessenten beider Geräte die Möglichkeit geben, einen tieferen Einblick zu bekommen. Häufig sind diversen Lauf, Rad oder Triathlon Magazine eher plakativ als tief in die Materie hineinreichend und auch der sogenannte Fachhandel kann flächendekend nicht diese Qualität haben. Desweiteren empfehle ich dem interessierten Leser noch drei weitere Artikel in meinem Blog. Zum Einen ist der Vergleich Garmin SDM4 vs. Polar s3 Laufsensor sehr interessant und zum Anderen die Artikel "GPS - Kritische Auseinandersetzung im Hinblick auf die Nutzung im Sport" (noch in Arbeit!)  und technischnischer Hintergrund (der Polar) Laufsensoren.

Garmin Forerunner 310xt vs. Polar  RS800cx


Versionen und Lieferumfang

Grundsätzlich sind sich die Produktpackungen beider Hersteller sehr ähnlich. Garmin bietet seinen Forerunner 310xt allerdings nur in drei versionen an. Als Grundpackung den Forerunner 310xt in Verbindung mit einem Ladegerät samt USB Ladekabel, sowie dem ANT+USB Stick zur Datenübertragung. Ein Brustgurt zur Herzfrequenzerfassung ist hier also nicht enthalten. Als zweite Version bietet Garmin den FR310xt zusammen mit dem Standard Pulsgurt und als dritte Version mit dem Premium (Textil) Brustgurt. Alles kompatiblen Sofwarelösungen, sprich Garmin Training Center und ANT+ Agent, stehen auf der Garmin Webseite zum kostenlosen Download, sowohl für Windows PCs, als auch für Macs bereit. Über das ebenfalls kostenlose Garmin Communicator Plug-In wird der Forerunner auch kompatibel zum kostenlosen WebService Garmin Connect.

Bei Polar gibt es ebenfalls eine Grundversion. Hier ist allerdings schon der Polar WearLink+ w.i.n.d. im Lieferumfang enthalten. Zudem kommt die RS800cx mit einem Polar IrDA USB Interface und der Polar ProTrainer 5 Software. Auf der Polar Webseite kann noch die kostenlose Polar WebLink Software heruntergeladen werden, die dem Laufcomputer eine Verbindung zum kostenlosen polarpersonaltrainer.com Webservice ermöglichen. Auf der Grundversion aufbauend gibt es noch die RS800cx run, welche zusätzlich den Polar s3 Laufsensor enthält und die RS800cx multi mit Polar G3 GPS Sensor. Für die Radfahrer ist die RS800cx bike erhältlich, welche zusammen mit einen Speedsensor w.i.n.d. geliefert wird. Zusätzlich gab es im Sommer 2009 zwei Sondermodelle RS800cx Master Edition welche in verbindung mit s3 Laufsensor, G3 GPS Sensor und dem Bike Speedsensor w.i.n.d. geliefert wurde. Die RS800cx ProTeamEdition richtete sich eher an die Rad fahrer und hatte abgesehen von der geänderten Optik und dem Bike Cadence Sensor w.i.n.d. den identischen Lieferumfang wie die RS800cx bike.

Die genauen Abmessungen und Gewichte beider Geräte und deren Sensoren findet Ihr in meinem Blogartikel "Erster Eindruck: Garmin Forerunner 310xt (vs. Polar RS800cx).

Garntie und Service als ein Teil des Lieferumfanges

Was für meine Sicht auch zum Lieferumfang gehört, ist die Herstellergarantie und der Service. Garmin schein seinen eigenen Geräten nicht wirklich zu trauen und gewehrt seine Herstellergarantie nur ein Jahr. Dank des deutschen Gewehrleistungsrechts, hat man selbstverständlich einen Anspruch gegenüber seinem Händler von zwei Jahren. Bei vermeintlichen Internetschnäppchen im Ausland, kann dies allerdings auch zu einem Boomerang werden. Polar scheint seinen Geräten mehr zuzutrauen und gewehrt zwei Jahre weltweite Herstellergarantie. Somit kann man bedenkenloser im Ausland zuschlagen und hat im Falle einer Händlerpleite auch einen Anspruch gegenüber dem Hersteller. Ich habe auch schon mit den Serviceabteilungen beider Hersteller zu tun gehabt. Sowohl innerhalb als auch außerhalb der Gewährleistungs- bzw. Garantiezeit. Innerhalb dieser Zeit tauscht Garmin wie auch Polar Geräte anstanslos aus. Ist die gesetzliche Pflicht abgelaufen, ersetzt Garmin die Geräte zwar auch noch komplett, verlangt dafür aber eine Reparaturpauschale im dreistelligen Bereich. Das habe ich selbst bei einem drei Jahre alten Garmin Edge305 erlebt. Hier war die Gummierung eines Knopfes durch die normale Nutzung durchgescheuert. Eine gebrochene Taste meiner S710i hat mir Polar hingegen nach sechs Jahren kostenlos ersetzt. Ein Anruf, freundliches Gespräch und zwei Tage später war die Taste in meinem Briefkasten.

Grundlegende Funktionen

Zunächst  ist die Anzeige der Uhrzeit eine der grundlegensten Funktionen einer (Sport-) Uhr. Garmin scheint sein Gerät, auf Grund der Abmasse gar nicht für dem täglichen gebrauch entworfen zu haben, so dass auf eine Displayanzeige im "Stand-by" Modus komplett verzichtet wird. Polar hingegen spendiert seiner RS800cx nicht nur Uhrzeits-, Datums- und personalisierbare Logoanzeige, sondern packt sein Gerät in ein ansprechend designtes Gehäuse. So kann man diesen Trainingscomputer durchaus mal außerhalb des Trainings tragen.

Genauigkeit der Herzfrequenz

Eine weitaus wichtger Funktion hingegen ist die genaue Anzeige der Herzfrequenz. Die Hersteller werben gerne mit dem Begriff "EKG-genau". Ist dem wirklich so? Zumindest meine Polar Uhr samt WearLink+ Brustgurt habe ich schon bei der Leistungsmessung gegen ein EKG-Gerät antreten lassen. Mit Hilfe von Excel konnte ich beide Datenreihen vergleichen und hab hier nur minimale Unterschiede im Bereich von maximal zwei Schlägen pro Minute (bpm) feststellen können. Bei eine Puls von 200bpm liegt der Unterschied somit bei akzeptablen 1%. Den Forerunner konnte ich leider noch nicht bei einer Leistungsdiagnostik tragen, so dass ich Ihn hier nur mit der Polar RS800cx vergleichen kann. Allerdings waren auch hier die Unterschiede marginal und im Rahmen der Messungenauigkeit. Die Maximal- und Durchschnittswerte einer Einheit waren identisch oder hatten eien Abweichung von nur  1bpm. Deshalb habe ich auf eine genauere Betrachtung verzichtet.

Erweiterungsmöglichkeiten und externe Sensoren

Beide Systeme können durch externe Sensoren ergänzt werden. Da beim Forerunner 310xt der GPS Empfänger schon integriert ist, bietet Garmin lediglich einen äußerst kompakten SDM4 Laufsensor für die Erfassung der "Pace" sowie die Indoor Nutzungan und einen kombinierten Speed-/Trittfrequenzsensor für Fahrräder an. Zusätzlich versteht der garmin Leistungsmessgeräte von Drittanbietern wie SRM oder CycleOps. Auf die genauen Funktionen der Sensoren komme ich aber später in den jeweiligen Sportarten genauer zu sprechen. Auch kann der Forerunner 310xt z.B. mit der Tanita BC-1000 Körperwaage zum automatisierten erfassen und übertragen neun mehr oder weniger wichtiger Parameter kombiniert werden. Hierbei sind wohl Gewicht, Körperfettanteil oder Wasseranteil die wichtigsten. Momentan ist diese Waage aber nicht in Europa erhältlich und auf Nachfrage beim Importeur ist auch kein Einführungstermin zu erfahren.

Da die RS800cx von sich aus keine Geschwindigkeit oder zurückgelegte Distanzen ermitteln kann, bietet Polar eine ganze Reihe von Sensoren an. Jede gewünschte Funktion benötigt somit Ihren eigenen Sensor. Der Vorteil von diesem System ist der leichte&schlanke Armbandempfänger und dass man nur die zusätzlichen Sensoren "mitschleppen" muss, dessen Daten man auch wirklich braucht. Zudem halten fast alle Sensoren, abgesehen vom G3 GPS Sensor, und der RS800cx selbst mit einer Batterie jahrelang durch. Der Nachteil ist natürlich, dass man nicht alles kompakt in einem Gerät hat. Folgende Sensoren gibt es für die RS800cx. Zunächst den Polar G3 GPS Sensor, welche Geschwindigkeits- und Distanzmessung erlaubt, den Polar s3 Laufsensor, welcher beim Laufen wie der Garmin SDM4 Distanz, Geschwindigkeit und die Schrittfrequenz erfassen kann, sowie den Bike Speedsensor w.i.n.d. und Bike Trittfrequenzsensor w.i.n.d. Auch zu diesen Sensoren mehr in den jeweiligen Sportarten.

Aufzeichnungsmöglichkeiten und Speicherintervalle

Bei Polar kann man das Speicherintervall selber wählen. Hier besteht die Möglichkeit zwischen 1s, 2s, 5s, 15, oder 60s zu wählen. Abhängig von den gewählten Funktionen geht die verfügbare Speicherzeit von knapp über 4h bis maximal 4096 Stunden. Als Besonderheit bietet Polar die sogenannte Beat-to-Beat oder R-R Erfassung an. Hier wird zusätzlich zu den normalen Werten noch der zeitliche Abstand eines jeden Herzschlages zum vorhergehenden abgespeichert. Diese Funktion ist aber eher im wissenschaftlichen Bereich oder dem Spitzensport mit den entsprechenden Fachwissen sinnvoll. Garmin gibt hier keine Möglichkeit die Datenrate zu beeinflussen. In der Bedienungsanleitung findet man nur schwammig die Aussage "Bei der Aufzeichnung eines Trackpunktes alle vier Sekunden, kann der Forerunner ca. 20h ausführliche Messwerte aufzeichnen." In der Praxis konnte ich bei den ausgelesen Daten allerdings eher eine Speicherintervall von ca. 8sek feststellen.

Teil 1: Erhältliche Versionen und die  grundlegenden Funktionen
Teil 2: Erweiterte Funktionen und die verschiedenen Softwarelösung
Teil 3: Verwendung beim Laufen, im Radsport oder in der Königsdiziplin Triathlon
Teil 4: Mein Fazit

17Okt/090

Der Vergleich: Garmin SDM4 vs. Polar s3 Laufsensor

Wie vor einiger Zeit versprochen, hier nun meine Testergebnisse vom Vergleich des Polar s3 Laufsensor mit dem pendant SDM4 von Garmin. Wer mehr über die grundlegende Funktionsweise der Sensoren wissen möchte, sei an dieser Stelle auf die Seite "Technischer Hintergrund der Polar Laufsensoren" verwiesen. Zunächst einmal hat der Garmin Sensor im Vergleich der Größe und dem Gewicht die Nase vorne. Mit insgesamt 35x25x7,5mm und 9g schlägt der SDM4 den Polar Sensor mit seinen 55x40x13mm und 28g deutlich. Allerdings verwendet der Polar s3 Laufsensor eine deutlich größere Batterie, die eventuell eine längere Laufzeit ermöglicht. Diese liegt aus eigener Erfahrung beim Polar s3 deutlich über den von vom Hersteller angegebenen 200 Betriebsstunden. Garmin gibt eine Betriebszeit von 400h an, welche ich allerdings mit meinem SDM4 noch längst nicht erreicht habe. Bei der Inbetriebnahme unterscheiden sich allerdings beide Geräte ein wenig. Muss man bei Polar den s3 Laufsensor, wie z.B. bei Bluetoothgeräten, mit dem Armbandempfänger fest koppeln, so muss man dies beim Garmin nicht. Dies kann insbesondere in der heißen Phase vor dem Start eines Rennens zu Problemen führen, wenn man seinen Forerunner startet und sich andere Garmin Laufsensoren noch in der Nähe befinden. Mir ist das allerdings noch nicht passiert, da ich meinen 310xt schon deutlich früher starte (auch wegen des GPS Empfanges) und dann erst mich in den Startblock stelle.


Größenvergleich von Polar s3 und Garmin SDM4 Laufsensor

Nun aber zum eigentlichen Test. Um es vorweg zu sagen, hierbei handelt es sich um keine wissenschaftliche Studie, sondern nur um meine persönlichen Erfahrungen. Zwar habe, wie Ihr noch sehen werdet, größte Sorgfalt darauf gelegt, dass die "Testverhälnise" reproduzierbar waren, allerdings liegen nur die Daten eines Läufers, nämlich mir selbst vor. Wollte man eine abschließende Aussage über die Genauigkeit der Systeme treffen wollen, so benötigt man eine Testgruppe von 25 bis 50 Läufern. Ich selbst habe die Sensoren einmal an den Schuhen (Adidas SupernovaCSH) gemäß Bedienungsanleitung angebracht und über den gesamten Testzeitraum unverändert montiert gelassen. Auch habe ich nach Ablauf meiner Testphase die Sensoren am jeweiligen anderen Schuh montiert um ausschließen zu können, dass der Fuß (links/rechts) einen Einfluss auf die Ergebnisse hat. Dem war auch nicht so und die Messwerte waren im Mittel identisch. der Ablauf des Trainings war, bis auf die Geschwindigkeit, immer gleich. So bin ich immer die identsche Strecke von 13,030km gelaufen. Die Distanz habe ich mit meinem Mountainbike ermittelt, welches eine Abweichung von weniger als 50cm auf 2km hat. Die Strecke führt auf 9,857km (76%) über Asphalt und auf 3,188km (24%) über befestigte Feld- oder Waldwege. Insgesamt sind auf diese Weise 22 Läufe mit über 286km Gesamtlänge zusammengekommen.  Die Wetterbedingungen waren in einer Spanne von 17-23°C von heiter bis wolkig, ebenso vergleichbar wie der Zustand des Untergrundes. Bei der Geschwindigkeit habe ich extrem darauf geachtet, dass Sie in einem Bereich von +/- 7sek/km in Bezug auf die Zielgeschwindigkeit blieb. Auch bei den Einheiten mit 4:15 hat das reibungslos geklappt, wohingegen ich Einheiten mit 4:00/km rausgenommen hab.


Diagramm der geschwindigkeitsabhängigen Kalibrierungsfaktoren vom Polar s3 und Garmin SDM4 Laufsensor

Um das Ergebnis etwas übersichtlicher darzustellen, habe ich die Werte jeweils für die angegebenen Geschwindigkeiten gemittelt. Die Streuung der Werte innerhalb eines Messwertebereiches war allerdings auch entsprechend gering. Wenn man einen idealen Kalibrierungsfaktor haben könnte, so wär eine im Schaubild eine waagrechte Gerade optimal, wenn Sie noch auf dem Kalibrierungswert von 1.000 liegen würde, wäre Sie ideal (und man könnte sich den Kalibrierungsfaktor sparen). Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass der Garmin SDM4 der bessere Sensor wäre, weil seine Kurve durchweg näher an den idealem Klaibrierungsfaktor von 1.000 liegt. Sprich die Abweichung ist unkalibriert genauer als die vergleichbare Abweichung von Polar s3. Allerdings ist die Spannweite mit "26 Punkten" und auch die Streuung deutlich größer als bei Polar. Hier liegt die die Spannweite bei nur "17 Punkten" und die Streuung ist mit "6,1 Punkten" ebenfalls erheblich niedriger als beim Garmin mit "10,7 Punkten".  Was bedeutet dies jetzt genau. Bei Garmin stellen 26 Punkte 26m pro Kilometer dar. Stellt man den Kalibrierungsfaktor auf den Mittelwert der Spannweite ein, so bedeutet dies eine maximale Abweichung von +/-13m oder +/-1,3%. Beim Polar sind die Werte mit +/-8,5m bzw. +/-0,85% entsprechend geringer. Dies sieht man auch im Schaubild an der deutlich flacheren linearen Näherungsgeraden.

Fazit:
Die Unterschiede bei Gewicht, Batterielaufzeit, Genauigkeit und letztendlich dem Preis sind äußerst gering. Der Garmin SDM4 punktet mit dem niedrigeren Gewicht und dem besseren Werten bei der unklibrierten Verwendung. Der Platzhirsch Polar s3 bleibt aber für erfahrene oder technisch versierte Benutzer die genauere Lösung.

veröffentlicht unter: ANT+, Garmin, Polar, Running, Triathlon keine Kommentare
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