Leistungsfähigere Hybridgrafik für Notebooks: Nvidia Optimus

Quelle: Nvidia Inc.
Der kalifornische Grafikspezialist Nvidia hat heute seine nächste Generation an Hybridgrafiklösungen für Notebooks vorgestellt. Die Nivida Optimus getaufte Technik soll das Spagat zwischen Grafikleistung und Akkulaufzeit wesentlich verbessern. Die vor eineinhalb Jahren eingeführten Grafikeinheiten, welche die Bildschirmausgabe zugunsten des Energieverbrauchs an die integrierte Grafiklösung übergeben können, haben bis heute einige Nachteile. So muss zum Beispiel der Benutzer manuell zwischen den Grafichips umschalten. Auch ist die technische Lösung seitens der Hersteller bisher nicht trivial, so dass die verschiedenen Grafikausgänge mittels elektrischer Multiplexer umgeschaltet und spezielle Treiber entwickelt werden mussten. Zudem kommt es auf Grund der Komplexität einige Augenblicke zu blinkenden oder teils schwarzem Bildschirmen.
Hiermit will Nvidia nun abschließen. Zunächst baut Optimus auf aktuelle Hardware vom Chipgiganten Intel auf. Hier wären zunächst die aktuellen Core i3/i5/i7 mit ihrer integrierten Grafikeinheit oder nahezu alle Core 2 Prozessoren mit GMA 4500MHD Chipsatzgrafik zu nennen. Für die aktuelle "Pine-Trail" Atom Plattform wird auf der Optimus-Technik die nächste Ion-Generation aufbauen. Auf der anderen Seite muss ein passender Nvidia GeForce Grafikchip der Serien 200M, 300M oder einer der neuen Fermi-Generation verbaut sein. Damit das flackerfreie Umschalten funktioniert, wird nicht mehr auf die anfangs erwähnten Multiplexer zurückgegriffen. Der externe Grafikchip ist nun über PCI Express direkt mit der integrierten Grafik verbunden. Ist die 3D-Grafikeinheit aktiv, so überträgt sie Ihre berechneten Bilder direkt in den Bildspeicher der integrierten Grafik, welche nun die tatsächliche Bildausgabe abwickelt. Die Übertragungsbandbreite von PCI Express reicht hierfür auch locker aus. Auch betont Nvidia, dass für das Kopieren der Bildschirminhalte von einer speziellen Funktionseinheit im 3D-Chip übernommen wird, so dass es zu keinen Performanceverlusten der 3D-Grafik kommen soll.
Auf der Softwareseite baut Nivida Optimus auf spezielle Möglichkeiten von Windows 7 auf. Diese bietet erstmals die Fähigkeit, mehr als einen Grafiktreiber gleichzeitig nutzen zu können. Entsprechend werden im Gerätemanager zwei Grafikeinheiten angezeigt, wobei die Logic der Nvidia Treiber automatisch beim jeweiligen Programmstart erkennt, ob die Anwendung einen schnelle Grafik benötigt und schaltet diese ggf. im Hintergrund zu. Hierfür wertet der Treiber auch grafikrelevante Funktionsaufrufe aus und vergleicht diese mit vordefinierten Profilen. Nvidia will die entsprechenden Profile über Online-Updates automatisch aktualisieren, damit auch neuere Programme problemlos erkannt werden.
Letztendlich bietet die neue Technik viele Möglichkeiten für alle Beteiligten. Der Nutzer bekommt eine hoffentlich gut funktionierenden Kompromiss aus Grafikleistung und Akkulaufzeit, die Notebook Hersteller einfachere und somit vielleicht auch günstigere Realisierungsmöglichkeiten im Bereich der Hybridgrafik und Nvidia kann sich über eine möglichst weite Verbreitung seiner Technik und somit auch Umsatzzuwächse freuen. Zuletzt bleibt auch abzuwarten, ob die Nivida Optimus auch bei Apple Einzug halten wird. Mit Sicherheit wird kein Mac das entsprechende Logo zieren, allerdings ist die aktuelle Prozessor- und Grafikleistung der MacBook Pros nicht mehr zeitgemäß. Wann und mit welcher diskreten Grafik bei Apple die Core i5/i7 Einzug halten bleibt spannend, denn mit Sicherheit hat auch AMD bei seinen mobilen Grafikchips einiges im Köcher...
Microsoft Office 2010 geht in die Beta Phase
Zu Beginn der Microsofts Professional Developers Conference 2009 hat Microsoft eine Beta der für Mitte 2010 erwarteten neuen Office Suite zu Verfügung gestellt. Interessierte können sich auf der eigens dafür eingerichteten Webseite bewerben. Wer zunächst einmal mehr Informationen über Office 2010 erfahren möchte, kann sich auf der Seite neuen Produktseite informieren. Die Änderungen sind so zahlreich, dass ich Sie hier nicht weiter Aufzählen möchte. Eine Top-10 Liste der Neuerungen findet man ohnehin auf der Microsoft Office 2010 Webseite. Mir ist allerdings vor allem die schnellere Startzeit in Vergleich zum Office 2007 und die Umstellung von Office Outlook 2010 auf die sogenannten "Ribbons" aufgefallen. Zudem sind die Onlinefunktionalitäten von Office Web Apps weiter integriert worden, um wohl hier Google Docs und Apple auf Augenhöhe begegnen zu können.
Für Netbooks: Windows 7 von einem USB Stick installieren
Microsoft hat ein überaus nützliches Tool für die Installation von Windows 7 bereitgestellt. Mit dem Windows 7 USB/DVD Download Tool, kann man ein Windows 7 Installationspaket auf einem USB Stick bootfähig machen. Als Voraussetzung benötigt man, außer einem min. 4GB großen USB-Stick, ein Windows 7 Installationspaket im ISO-Format. Eigentlich ist das Tool dazu gedacht, DVD-Images aus dem Microsoft Online-Store entweder auf den USB Stick oder auch mit Hilfe eines DVD-Brenners auf eine handelsübliche DVD zu bringen. Sollte man eine normale Windows 7 DVD aus einer Systembuilder- oder Retailverpackung haben, so kann man sich einfach mit Hilfe eines Brennprogrammes wie Nero 9 - Free Edition oder ImgBurn. Hat man nun das ISO Image vorliegen, so startet man das Windows 7 USB/DVD Download Tool und folgt einfach den Anweisungen. Die vier Schritte sind einfach nachzuvollziehen und schnell durchgeführt. Allenfalls die Möglichkeit "DVD" um eine DVD zu brennen oder "USB" um einen Windows 7 Boot-USB Stick zu erstellen, wären für ganz ungeübte Technik-Genies erwähnenswert. Um die Windows 7 Installation ggf. per USB Stick starten zu können, muss man noch die entsprechende Möglichkeit im Bios aktivieren bzw. beim Systemstart auswählen. Weitererde Vorteile USB-Sticks sind, dass Treiber einfach manuell integriert werden können, die insgesamt schnellere Installation und für diejenigen, welche mehrere Rechner "Updaten" wollen, einfacher Handhabung.
Neue Virtualisierungslösungen für Windows 7
Microsoft und der Platzhirsch VMware haben pünktlich zum Start von Windows 7 Ihre Virtualisierer erneuert. Microsoft hat speziell für die eher im Business Bereich angesiedelten Windows 7 Ultimate, Enterprise und Professional den Windows XP Mode entwickelt. Hierbei handelt es sich um einen vollständiges Windows XP Professional, welches in einer sogenannten "Virtuellen Maschine", kurz VM, läuft. Der Clou hierbei ist, dass Anwendungen, welche im Windows XP Mode laufen, sich wie Anwendungen des Wirtsbetriebssystem verhalten. Sprich, sie tauchen in der Taskleiste auf und der Anwender merkt von der unterschiedlichen Installation bzw. Technik eigentlich nichts. Einen Haken hat diese Funktion allerdings. Da Microsoft diese Funktion eher für den Businessbereich konzipiert hat, ist die Grafikleistung der virtuellen Maschine schwach. An Spiele im Windows XP Mode sollte man deshalb überhaupt nicht denken. Dafür sind die Systemanforderung ziemlich gering. Einzig die Virtuallisierungstechnologien von AMD, Intel oder VIA müssen vom CPU unterstützt werden. Da die Windows XP Lizenz für die oben genannten Windows 7 Systeme kostenlos mitgegeben wird, kann man den Windows XP Mode nicht unter Windows 7 Home Basic oder Home Premium nutzen. Hierfür hält Microsoft aber eine ebenso aktuelle Version von Windows Virtual PC bereit. Technisch ist diese identisch mit dem Windows XP Mode, allerdings mit dem Unterschied, dass man die virtuellen Maschine selbst aufsetzen muss und dementsprechend eine zusätzliche Lizenz für das virtuelle Betriebssystem benötigt. Dafür kann man neben Windows XP aber auch Windows Vista installieren. Für letzteres steht allerdings die RemoteApp, welches die nahtlose Integration des Gastbetriebssystems unter Windows 7 ermöglicht, nicht zur Verfügung. Weitere interessante Details findet man im Windows Virtual PC Blog (engl.).
VMware hat unterdessen seine Workstation genannte Desktop Virtualisierung auf Version 7 angehoben. Laut VMware wird durch einen neuen WDDM Grafiktreiber und Nutzung des Shader-Modells 3 sowie OpenGL 2.13D die Bedienoberfläche Aero von Windows 7 einschließlich Flip 3D und Aero Peek voll unterstützt. Angesichts des hohen Preises ist es fraglich ob private Anwender auf VMware Workstation 7 zurückgreifen werden. Wer aus Sicherheitsaspekten eine virtuellen Maschine aufsetzen möchte, dem reicht entweder schon die kostenlosen Möglichkeiten von Microsoft oder greift auf den ebenfalls kostenlosen Server 2 von VMware zurück. Diese bietet aber zum momentanen Zeitpunkt nicht die hohen Grafikleistungen der VMware Workstation 7.
Microsoft Office 2010 – The Movie !?!
Eine Produktankündigung der etwas anderen Art hat sich Microsoft für seine neue Office 2010 Bürosuite ausgedacht. Auf der extra eingerichteten Microsite www.office2010themovie.com scheint es auf den ersten Blick um eine Ankündigung für einen Kinofilm zu handeln. Allerdings entpuppt sich der Trailer als ein Werbegag für das neue Büropaket aus Redmon. Dieser stellt das Leben eines "IT Nerd" als gefährlich und actiongeladen dar. Seht aber am Besten selbst...
Die Microsite verweist noch auf die Möglichkeit sich für das "Technical preview" Programm zu bewerben. "Ausgewählte" Bewerber können sich somit schon weit vor der geplanten Veröffentlichung ein Bild von Office 2010 machen.
Erster Eindruck: Eye-Fi Home SD-Card mit integriertem Wlan
Eine kleine amerikanische Firma, namens Eye-Fi schein das Produkt entwickelt zu haben, auf welches viele Digitalkamerafans seit langem warten. War es bis jetzt immer mühselig entweder die Digitalkamera über USB oder die SD-Karte direkt zu entnehmen um die digitalen Schnappschüsse herunter landen zu können, so machen die neuen Eye-Fi Karten dieses im Handumdrehen automatisch. Der Trick an der Sache ist der, dass auf der SD-Karte selbst eine WLAN Karte integriert ist. Die von der Kamera bereitgestellte Energie reicht für den sporadischen Betrieb völlig aus.
Was sich auf der Herstellerseite so gut ließt, lässt das Herz des Technikfans Höherschlagen. Einziges Problem hierbei ist, dass die Karten in Amerika schon länger erhältlich sind, in Europa schlichtweg aber noch nicht erhältlich sind. In diesem Zusammenhang hilft also nur der Blick in eBay oder ein direkter Import aus den USA. Geliefert wird die einfachste Eye-Fi Home Karte mit einem Installationsposter, einem weißen SD-Card Reader und der Karte selbst natürlich. Zunächst muss man sich von der Herstellerwebsite erst einmal die entsprechende Eye-Fi Manager Software herunterladen und diese Installieren. Die Mac Version ist nur wenige Megabyte groß und innerhalb von Sekunden installiert und betriebsbereit. Nun Steckt man die Karte samt Cardreader in einen freuen USB Anschluß. Der Eye-Fi Manager findet sogleich die entsprechende Karte und fordert per kleiner Popup Nachricht auf Zugangsdaten für ein WLAN einzurichten. Hier kommt nun für deutsche Benutzer und deutsches Recht ein Knackpunkt. Die Karte und deren Funktion lässt sich erst nach erfolgter Registrierung und Bestätigung der emailadresse verwenden. Solche Zwänge sind eigentlich dank EU-Recht und auch in Deutschland unzulässig. Zudem scheint es, als würde der Eye-Fi Manager die Netzwerknamen und entsprechenden Passwörter auf einem zentralen Eye-Fi Server abzulegen. Auch diese Vorgehensweise birgt größere Sicherheitsrisiken für die Nutzer. Denn auf diesem Wege können durch Sicherheitslücken Netzwerknamen (SSIDs) und deren Passwörter in die Öffentlichkeit und von “Hackern” eventuell missbraucht werden. Hat man trotz aller Bedenken sein Netzwerk eingerichtet, kann man nun die Karte in seine Kamera einlegen. In meiner betagten Canon Ixus 30 klappte die Übertragung innerhalb weniger Sekunden einwandfrei. Zusätzlich meldet die Software, dass man die Stromsparfunktionen der Kamera lieber deaktivieren sollte und gibt auch passend für das Modell die entsprechende Vorgehensweise an. In den entsprechenden EInstellungsmöglichkeiten der Software kann man zudem das lokale Speicherverzeichnis, sowie die Benennung der Dateien nach seinen eigenen Vorstellungen festlegen. Ich selbst habe die “Übergabe” an iPhoto aktiviert und so werden die Bilder automatisch beim nächsten öffnen von iPhoto ‘09 importiert.
Eye-Fi bietet noch weitere Karten auch nach dem neuen SDHC-Standard an. Die Eye-Fi Share überträgt kabellos Bilder und wahlweise auch Videos an den PC oder Mac sowie bindet diese je nach Voreinstellung direkt in einen oder mehrer Onlineservices wie YouTube, Flickr, Facebook, Picasa und so weiter ein. Die Premiumausführung Eye-Fi Explore Video mit 4GB Speicher kann dies zumindest in den USA auch von unterwegs aus. Möglich macht dies der mitgelieferte für ein Jahr kostenlose “Explore-Service”. Mit diesem Abo kann sich die entsprechende Eye-Fi Karte bei über 10.000 Hotspots in den USA einloggen und automatisch Ihre Daten an die entsprechenden Onlinedienste übertragen. Zudem kann die Karte über diese Hotspots Ihren ungefähren Standort ermitteln und schreibt diesen Koordinaten automatisch in die “Exif-Informationen” der aufgenommen Bilder. Gerade für den USA Urlaub eine interessante Funktion. Alle Dienste können nachträglich auch einzeln gegen eine entsprechende Gebühr auf jeder Karte aktiviert werden.
